Ratgeber · Für Creator: starten und verdienen
Wie bereite ich mich als Creator auf Black Friday und Cyber Monday vor?
Black Friday ist 2026 am Freitag, 27. November, Cyber Monday am Montag, 30. November. Ab Ende Oktober klärst du Kooperationen, wählst Produkte aus, die du selbst nutzt, und notierst ihre Preise. Danach legst du eine Wunschliste und eine Geschenke-Collection an und produzierst Inhalte ohne Preise vor. Am Vortag prüfst du Preise, Größen und Links. Rabattcodes bekommen „Werbung“ direkt am Code, Storys mit Affiliate-Link „Werbung“ auf jeder Slide mit Produkt oder Link und ein Sternchen mit Erläuterung am Link.
Stand:
Mit wyrld bekommst du einen eigenen Creator-Shop mit Produkten aus 90.000+ Partnershops, die Affiliate-Links legt wyrld für dich an. Für Creator kostenlos.
Dein Zeitplan bis Cyber Monday
| Wann | Datum 2026 | Was du tust |
|---|---|---|
| 5 Wochen vorher | ab Fr 23. Oktober | Anfragen von Marken beantworten; Code, Zeitraum und Bedingungen schriftlich klären |
| 30 Tage vorher | ab Mi 28. Oktober | Produkte auswählen, die du selbst nutzt; ihre Preise ab jetzt wöchentlich und bei Vorab-Aktionen notieren |
| 3 Wochen vorher | ab Fr 6. November | Wunschliste und Geschenke-Collection anlegen; Codes und Links von Marken testen |
| 2 Wochen vorher | ab Fr 13. November | Fotos und Videos ohne Preise vorproduzieren; Entwürfe zur Freigabe schicken, wenn vereinbart |
| 1 Woche vorher | ab Fr 20. November | Wunschliste teilen, Teaser ohne Preis; Community fragen, was auf ihrer Liste steht |
| Vortag | Do 26. November | Preise, Größen, Farben und Links prüfen; Ausverkauftes ersetzen |
| Black Friday | Fr 27. November | morgens die Angebote auf den Shopseiten prüfen, dann posten |
| Wochenende | Sa 28. und So 29. November | Geschenkideen nach Person oder Preis; Storys anpassen, wenn etwas ausverkauft ist |
| Cyber Monday | Mo 30. November | Erinnerung nur mit dem Ende, das der Shop nennt; danach alte Preise aus Highlights nehmen |
Als Black Friday gilt der Freitag nach Thanksgiving. Der US-Feiertag fällt laut der US-Personalbehörde OPM 2026 auf Donnerstag, den 26. November. Die Wochen in der Tabelle sind Richtwerte. Am meisten Vorlauf brauchen eigene Fotos und Videos und alles, was du mit einer Marke abstimmen musst. Deshalb stehen die Anfragen von Marken ganz oben.
Warum du ab dem 28. Oktober Preise notierst: Gibt ein Shop am 27. November eine Preisermäßigung bekannt, muss er dazu den niedrigsten Preis angeben, den er in den 30 Tagen vor Beginn der Ermäßigung angewendet hat (§ 11 Abs. 1 PAngV). Mit wöchentlichen Notizen siehst du selbst, ob ein Black-Friday-Preis unter dem liegt, was du in den Wochen davor gesehen hast. Startet ein Shop seine Aktion schon vor dem Freitag, beginnt sein 30-Tage-Zeitraum entsprechend früher. Was du postest, übernimmst du trotzdem von der Shopseite.
Zum Black Friday wird eher geplant als spontan gekauft
der Internetnutzenden ab 16 Jahren in Deutschland wollten 2025 Angebote zu Black Friday und Cyber Week nutzen.
Bitkom Research, Online-Befragung KW 40 und 41 2025, 1.120 Internetnutzende ab 16 Jahrenvon ihnen wollten die Angebote online nutzen, weitere 26 % online und im Laden, 4 % nur im Laden.
Bitkom Research, 2025, 588 Befragte, die Angebote nutzen wolltenplanten sie im Schnitt für Black-Friday- und Cyber-Week-Angebote ein. 2024 waren es 280 €.
Bitkom Research, 2025, 588 Befragte, die Angebote nutzen wolltensehen sich als „Wunscherfüller“: Sie kaufen Dinge, die sie sich schon länger wünschen, nur nicht zum vollen Preis.
Bitkom Research, 2025, 588 Befragte, Mehrfachnennungen möglichnutzen die Angebote vor allem, um Geschenke für Familie und Freundeskreis zu kaufen.
Bitkom Research, 2025, 588 Befragte, Mehrfachnennungen möglichWarum die Wunschliste schon Wochen vorher kommt: Geplante Käufe überwiegen. Laut Bitkom wussten 61 % schon vorher, wie viel sie ausgeben wollten. 48 % ordnen sich eher geplanten Käufen zu, 30 % eher spontanen. Eine Wunschliste, die du Wochen vorher teilst, passt dazu besser als ein spontaner Post am Freitagabend. Und weil ein Drittel vor allem Geschenke kauft, bietet sich eine zweite Collection nach Person oder Preisklasse an.
Checkliste für die Aktionstage
- Zwei Collections: eine Wunschliste mit Produkten, die du selbst nutzt oder lange im Blick hast, und eine mit Geschenken nach Person oder Preisklasse.
- Preise und Verfügbarkeit am Vortag und am Freitagmorgen prüfen: Gibt es Größe und Farbe noch, und führt der Link zur richtigen Variante?
- Rabatt von der Shopseite übernehmen: den Aktionspreis und den dort angegebenen niedrigsten Preis der letzten 30 Tage, statt selbst Prozente aus einem älteren Preis zu rechnen. Gibt ein Shop einen Rabatt in Prozent bekannt, muss er ihn laut EuGH vom niedrigsten Preis der letzten 30 Tage aus berechnen (Urteil vom 26.09.2024, C-330/23).
- Bedingungen eines Codes nennen: Laufzeit, Mindestbestellwert, Ausnahmen. Sie müssen leicht zugänglich sowie klar und unzweideutig angegeben sein (§ 6 Abs. 1 Nr. 3 DDG).
- Rabattcode kennzeichnen: „Werbung“ oder „Anzeige“ deutlich lesbar direkt am Code, im Video hörbar oder lesbar beim Code. So steht es in der Kennzeichnungsmatrix der Medienanstalten (Zeile F).
- Story mit Affiliate-Link: „Werbung“ oben auf jede Slide mit Produkt oder Link, dazu Sternchen und Erläuterung direkt am Link (Zeile G). Preise, Bezugsquellen und Affiliate-Links nennen die Medienanstalten als mögliche Anzeichen werblicher Absicht. „ad“ reicht laut Medienanstalten nicht.
- Fristen nur nennen, wenn sie stimmen: Die unwahre Angabe, ein Angebot gelte nur sehr kurz, um zu einer sofortigen Entscheidung zu drängen, ist gegenüber Verbrauchern stets unzulässig (UWG, Anhang Nr. 7).
- Nach Cyber Monday: Aktionspreise und Codes aus Highlights, angepinnten Beiträgen und Beschreibungen nehmen, sobald die Aktion vorbei ist.
Story-Texte zum Kopieren
Die Texte sind Beispiele. Setz deine Angaben in die Klammern. Den Halbsatz „euer Preis bleibt gleich“ schreibst du nur, wenn das für die verlinkten Shops stimmt.
Verdienst du an einem Link mit, verlangt § 5a Abs. 4 UWG, den kommerziellen Zweck kenntlich zu machen, sofern er sich nicht unmittelbar aus den Umständen ergibt. Deshalb steht in den Vorlagen „Werbung“ oben auf jeder Slide mit Produkt, Code oder Link, und am Affiliate-Link zusätzlich das Sternchen mit Erläuterung. Ist die Slide ein Video mit dem Produkt im Mittelpunkt, bleibt „Werbung“ laut Medienanstalten während der ganzen Werbesequenz eingeblendet. Fremdsprachige Umschreibungen wie „sponsored by“ reichen laut Leitfaden nicht. Postest du auf Englisch für ein Publikum in Deutschland, nimmst du deshalb besser das deutsche „Werbung“.
Teaser eine Woche vorher, mit Affiliate-Link
Werbung Meine Black-Friday-Wunschliste ist fertig: Sachen, die ich selbst benutze oder schon lange im Blick habe. Am Freitag, 27.11., zeige ich euch, was davon wirklich reduziert ist. Link-Sticker: Wunschliste* *Affiliate-Link: Ich verdiene daran mit, euer Preis bleibt gleich.
Black Friday: Deal aus dem Shop, mit Affiliate-Link
Werbung [Produkt] von meiner Wunschliste ist heute bei [Shop] reduziert: [Aktionspreis], niedrigster Preis der letzten 30 Tage laut Shop: [Preis] Angebot laut Shop bis [Datum, Uhrzeit] Link-Sticker: [Produkt]* *Affiliate-Link: Ich verdiene daran mit, euer Preis bleibt gleich.
Rabattcode einer Marke, Freitag bis Cyber Monday
Werbung | Code [CODE] bei [Marke] [x] % auf [Sortiment], vom 27.11. [Uhrzeit] bis 30.11.2026 [Uhrzeit] ab [Mindestbestellwert], ausgenommen [Artikel] Alle Bedingungen: [Link oder Ort] Am Montag als Erinnerung: Werbung | Mein Code [CODE] bei [Marke] gilt noch heute bis [Uhrzeit].
So ist es bei wyrld
In deinem wyrld-Shop legst du Collections an, etwa eine Black-Friday-Wunschliste und eine mit Geschenken. Die Fotos, die du ohne Preise vorproduziert hast, lädst du als eigene Bilder hoch, bis zu fünf je Produkt. Findet wyrld ein Produkt in mehreren Partnershops, sieht deine Community die Angebote mit Preis nebeneinander, und das günstigste Neuangebot trägt das Etikett „Bester Preis“. Die Preise kommen von den Shops und werden regelmäßig aktualisiert, aber nicht immer auf die Minute. Verbindlich ist der Preis, den der Shop beim Kauf anzeigt.
Den Shop-Link setzt du in deine Bio oder in den Link-Sticker deiner Story, die Affiliate-Links zu den einzelnen Shops erstellt wyrld. Deshalb bekommt auch der Shop-Link das Sternchen mit Erläuterung, etwa „*Affiliate-Links: Ich verdiene je nach Shop an Klicks oder Käufen, euer Preis bleibt gleich.“ Du verdienst je nach Shop pro Klick, pro Kauf oder beides und kannst auch dann verdienen, wenn deine Community einen anderen Shop aus dem Vergleich wählt.
Abgerechnet wird am Anfang des Folgemonats für den Vormonat per Gutschrift. Provisionen aus Black-Friday-Käufen zahlt wyrld aus, sobald der Shop bzw. das Partnerprogramm sie an wyrld gezahlt hat. Provisioniert wird der Nettowert nach Retouren und Stornos.
Häufige Fragen.
Wann ist Black Friday 2026, und wann fange ich als Creator an?
Black Friday ist am Freitag, 27. November 2026, dem Tag nach dem US-Feiertag Thanksgiving, der laut der US-Personalbehörde OPM auf Donnerstag, den 26. November fällt. Cyber Monday ist am 30. November. Kooperationen klärst du am besten ab Ende Oktober, Fotos und Videos ohne Preise produzierst du ab Mitte November vor. Wie lange ein Shop seine Angebote laufen lässt, legt er selbst fest.
Muss ich eine Black-Friday-Story mit Affiliate-Link als Werbung kennzeichnen?
Ja, wenn du am Link mitverdienst. § 5a Abs. 4 UWG verlangt, den kommerziellen Zweck kenntlich zu machen, sofern er sich nicht unmittelbar aus den Umständen ergibt. Laut Medienanstalten gehört an den Link ein Sternchen mit Erläuterung, und jede Story-Slide im werblichen Zusammenhang wird gekennzeichnet. Preise, Bezugsquellen und Affiliate-Links nennen sie als mögliche Anzeichen werblicher Absicht, deshalb gehört „Werbung“ oben auf die Slide.
Darf ich „nur heute“ schreiben, wenn das Angebot bis Cyber Monday läuft?
Nein. Läuft das Angebot bis Montag, ist „nur heute“ unwahr. Der Anhang zum UWG zählt die unwahre Angabe, ein Angebot sei nur sehr kurz verfügbar, um zu einer sofortigen Entscheidung zu drängen, zu den Handlungen, die gegenüber Verbrauchern stets unzulässig sind (Nr. 7). Schreib das Ende, das Shop oder Marke nennen, mit Datum und Uhrzeit.
Muss ich als Creator den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage angeben?
Die Pflicht trifft vor allem den Shop: § 11 Abs. 1 PAngV verlangt den niedrigsten Preis, den er selbst in den letzten 30 Tagen angewendet hat. Sie gilt für alle, die nach § 3 PAngV Gesamtpreise angeben müssen: Unternehmer, die Verbrauchern Waren anbieten, und Anbieter von Waren, die gegenüber Verbrauchern mit Preisen werben. Nennst du einen Rabatt, übernimm Aktionspreis und Vergleichspreis von der Shopseite. Ob sie dich auch trifft, klärt eine Rechtsberatung.
Wann bekomme ich die Provision für Black-Friday-Käufe?
Nicht sofort. Wann eine Kaufprovision ausgezahlt wird, legt der jeweilige Shop bzw. das Programm fest. Bei wyrld wird am Anfang des Folgemonats für den Vormonat per Gutschrift abgerechnet. Provisionen aus Käufen zahlt wyrld aber erst aus, sobald der Shop bzw. das Partnerprogramm sie an wyrld gezahlt hat, auf den Nettowert nach Retouren und Stornos. Das kann auch später als Anfang Dezember sein.
Stand der Angaben:
Quellen
Diese Seite erklärt Kennzeichnung und Preisangaben allgemein und ersetzt keine Rechtsberatung. Was für deine Beiträge gilt, klärst du im Zweifel mit einer Anwältin oder einem Anwalt. Gelesen am :
- Bitkom: Studienbericht Digitaler Handel in Deutschland (2026), S. 26 bis 28
- U.S. Office of Personnel Management: Federal Holidays
- Preisangabenverordnung, § 11 (Preisermäßigungen)
- Preisangabenverordnung, § 3 (Gesamtpreis)
- Gerichtshof der EU: Pressemitteilung Nr. 152/24 zum Urteil C-330/23 vom 26.09.2024
- Digitale-Dienste-Gesetz, § 6 (kommerzielle Kommunikationen)
- UWG, § 5a (Irreführung durch Unterlassen)
- UWG, Anhang zu § 3 Abs. 3 (Nr. 7 zeitliche Begrenzung)
- Die Medienanstalten: Leitfaden zur Werbekennzeichnung bei Online-Medien (Mai 2025)