Ratgeber · Für Creator: starten und verdienen

Wie erstelle ich als Creator einen eigenen Shop für meine Produktempfehlungen?

Ohne Lager und eigene Website geht das über eine Creator-Plattform: anmelden, Profil anlegen, Produkte hinzufügen, die du selbst nutzt, in Collections ordnen und den Shop-Link in deine Bio setzen. Gekauft wird beim jeweiligen Shop. Die Plattformen unterscheiden sich vor allem darin, wofür sie zahlen: LTK laut FAQ für Käufe, Stylink laut AGB für Klicks, wyrld je nach Shop für Klicks, Käufe oder beides. Bei wyrld fügst du den Produktlink ein, die Affiliate-Links legt wyrld an.

Stand:

Mit wyrld bekommst du einen eigenen Creator-Shop mit Produkten aus 90.000+ Partnershops, die Affiliate-Links legt wyrld für dich an. Für Creator kostenlos.

Welcher Weg zu dir passt

Was du bekommstWas du dafür tustBezahlt wird
wyrldeigener Shop, Produkte aus über 90.000 Partnershops, gefundene Angebote mit Preis nebeneinanderProduktlink einfügen, Affiliate-Links legt wyrld an; Anmeldung als Unternehmer, keine Follower-Mindestzahl in den AGBje nach Shop pro Klick, pro Kauf oder beides, monatlich per Gutschrift
LTKeigener LTK-Shop; laut FAQ 7.000 Shops und 1 Million Marken auf der PlattformBewerbung, laut FAQ ab 5.000 Followern; Beiträge mit Produkten in der LTK Creator Applaut FAQ Provision auf Käufe; daneben laut LTK gesponserte Marken-Kollaborationen
StylinkEmpfehlungslinks, laut Helpcenter auch gebündelt in Linksammlungen deiner StylistAuswahlverfahren, laut AGB ab 1.000 Followern auf Instagram oder TikTok; Links im Linkmaker erstellenlaut AGB pro echtem Klick; daneben laut Stylink bezahlte Kampagnen und Content für Marken
Amazon-Influencer-Programmeigene Seite auf Amazon für deine EmpfehlungenQualifikationsprozess laut Amazon-Hilfelaut Amazon ähnliche Vorteile wie im Partnerprogramm, das es erweitert
Link-in-Bio-Seiteeine Liste deiner Linksin der Regel Affiliate-Links bei jedem Programm selbst besorgen und eintragenje nach Programm, bei dem du angemeldet bist
Eigener OnlineshopVerkauf unter eigenem NamenWare, Lager, Versand, Bezahlung und Rechtstexte wie die WiderrufsbelehrungKaufpreis geht an dich, Ware und Versand zahlst du

Der wichtigste Unterschied zum eigenen Onlineshop ist, wer verkauft. Auf einer Creator-Plattform empfiehlst du in der Regel nur, den Kaufvertrag schließt deine Community mit dem Shop.

Über Linktree kannst du laut seiner Hilfe in Deutschland digitale Produkte, Kurse und Buchungen verkaufen. Linktree Shops, das Programm mit Provision auf Produkte, gibt es laut Linktree nur in den USA.

Die Angaben zu den anderen Anbietern stammen aus deren FAQ, AGB und Hilfeseiten. Hast du schon eine große Community und Links bei LTK, Stylink oder Amazon, fragst du eher, was ein weiterer Shop zusätzlich bringt und wie viel Arbeit er macht: wofür du bezahlt wirst, wie Produkte und Links in den Shop kommen, ob du dich exklusiv bindest und ob dein Management mitarbeiten kann.

  • wyrld passt, wenn du Produkte aus vielen verschiedenen Shops empfiehlst und die Links nicht selbst zusammensuchen willst. Du fügst einen Produktlink ein, wyrld sucht denselben Artikel in über 90.000 Partnershops und legt für jedes gefundene Angebot den Affiliate-Link an. Deine Community sieht die gefundenen Angebote mit Preis nebeneinander und kauft, wo sie möchte. Du wirst je nach Shop pro Klick, pro Kauf oder für beides bezahlt, dein Management kann im selben Shop mitarbeiten, und die Creator-AGB verlangen keine Exklusivität.
  • LTK passt, wenn du vor allem an Käufen verdienen und deine Beiträge in einer App mit eigenem LTK-Shop sammeln willst. Nach der Aufnahme bekommst du laut FAQ eine persönliche Managerin oder einen persönlichen Manager von LTK.
  • Stylink passt, wenn du für echte Klicks bezahlt werden willst, also auch dann, wenn nach dem Klick niemand kauft, und vor allem auf Instagram, TikTok, YouTube oder im Blog verlinkst.
  • Das Amazon-Influencer-Programm passt, wenn du vor allem Produkte empfiehlst, die es bei Amazon gibt, und sie auf einer eigenen Seite bei Amazon zeigen willst.
  • Eine Link-in-Bio-Seite passt, wenn du mit wenigen Programmen arbeitest und Anmeldung und Links bei jedem selbst pflegst.
  • Ein eigener Onlineshop passt, wenn du eigene Ware verkaufen willst und Lager, Versand und Rechtstexte selbst übernimmst.

In sechs Schritten zum eigenen Shop

  1. Plattform wählen und anmelden: Lies vorher in den Bedingungen nach, ob sie Klicks, Käufe oder beides vergütet, ob du dich exklusiv binden musst, ob nur Unternehmer mitmachen dürfen und ob sie eine Mindestzahl an Followern verlangt.
  2. Profil einrichten: Bild, Name, ein Satz zu dir und deine Kanäle.
  3. Produkte hinzufügen: im Katalog der Plattform suchen oder, wo das geht, den Link zu einem Produkt einfügen. Danach in Collections sortieren, also in Sammlungen nach Anlass, Kategorie oder Video.
  4. Eigene Bilder: Wenn die Plattform es zulässt, zeigst du Produkte so, wie du sie benutzt, statt nur mit dem Foto des Shops.
  5. Teilen und kennzeichnen: Den Shop-Link in deine Bio setzen. Affiliate-Links kennzeichnest du laut Leitfaden der Medienanstalten mit einem Sternchen (*) und einer Erläuterung direkt am Link. Beiträge, für die du bezahlt wirst oder eine Gegenleistung bekommst, kennzeichnest du deutlich als Werbung, in einem Bildbeitrag etwa mit „Werbung“ oder „Anzeige“ zu Beginn.
  6. Im Inhalt darauf verweisen: Sag im Video oder in der Caption, wo die Produkte zu finden sind, statt darauf zu warten, dass jemand von selbst in deine Bio schaut. In Stories setzt du den Link zum Produkt als Link-Sticker, wo die Plattform das anbietet.

So sieht das an einem Video aus

Angenommen, du zeigst in einem Video deine Morgenroutine mit sechs Produkten. Im Shop legst du eine Collection „Morgenroutine“ an, fügst die sechs Produkte hinzu und nimmst ein Standbild aus dem Video als eigenes Foto. Im Video sagst du: „Alles aus der Routine findest du in meinem Shop, Link in der Bio.“

Neben dem Link in der Bio steht ein kurzer Satz, dass die Links in deinem Shop Affiliate-Links sind. Auch das Video kann dadurch als Werbung gelten: Die Medienanstalten zählen Angaben, wo man ein Produkt bekommt, und die Kombination mit Affiliate-Links zu den Anzeichen für eine Werbeabsicht. Dann kennzeichnest du auch das Video als Werbung.

Nach ein paar Wochen gehst du die Collection noch einmal durch. Ist ein Produkt ausverkauft oder benutzt du es nicht mehr, nimmst du es heraus. So stimmt der Shop auch dann noch, wenn jemand das Video erst Monate später findet.

So ist es bei wyrld

Bei wyrld, einer Social-Commerce-Plattform aus Hamburg, sieht Schritt 3 so aus: Du fügst den Link zu einem Produkt ein oder wählst es aus dem Katalog. wyrld erkennt Marke, Name und Variante, sucht denselben Artikel in über 90.000 Partnershops, zusammen über eine Milliarde Produkte, Amazon eingeschlossen, und legt für jedes gefundene Angebot den Affiliate-Link an. Bei keinem Netzwerk musst du dich selbst anmelden. Für Schritt 4 lädst du bis zu fünf eigene Bilder je Produkt hoch und blendest die Bilder des Shops aus, wenn du willst.

Deine Community sieht die Angebote mit Preis nebeneinander und kauft, wo sie möchte, direkt beim Shop und ohne Aufpreis. Laut Bitkom (2022) ist der günstigste Preis für 65 % der Online-Shopper in Deutschland ein entscheidendes Kriterium bei der Wahl des Shops. Du verdienst je nach Shop pro Klick, pro Kauf oder beides und bekommst am Anfang des Folgemonats eine Gutschrift, eine eigene Rechnung brauchst du dafür nicht. Für Creator ist wyrld kostenlos.

Arbeitest du mit einem Management, bekommt es ein eigenes Dashboard, pflegt deinen Shop mit dir und sieht dieselben Zahlen. Über wyrld Boost bezahlen Marken Kampagnen, die über viele Creator laufen, nach KPIs, die sie vorher festlegen; ob du mitmachst, entscheidest du selbst. Die Creator-AGB verlangen keine Exklusivität und nennen keine Follower-Mindestzahl. Dein Shop ist gleich nach der Anmeldung unter seiner eigenen Adresse erreichbar, in der Creator-Übersicht erscheint er nach einer Prüfung durch das wyrld-Team; einen Anspruch darauf gibt es nicht.

FAQ

Häufige Fragen.

Brauche ich ein Gewerbe für einen Creator-Shop?

Wenn du regelmäßig und mit Gewinnabsicht verdienst, in der Regel ja: Die Finanzverwaltungen von Berlin und Nordrhein-Westfalen gehen bei Influencern dann von Einkünften aus Gewerbebetrieb aus. wyrld arbeitet laut Creator-AGB nur mit Unternehmern im Sinne von § 14 BGB; Kleinunternehmer sind dabei. Was für dich gilt, klärst du mit deiner Steuerberatung.

Kann ich eigene Produkte im Creator-Shop verkaufen?

Ein Creator-Shop zeigt meist Produkte anderer Shops, verkauft wird dort. Bei wyrld kannst du nach gesonderter Freischaltung auch eigene Produkte wie Merch oder eine eigene Marke anbieten, über die Zulassung entscheidet wyrld. Sie laufen zu eigenen Konditionen über wyrld, bestellt wird dann direkt bei wyrld.

Was kostet ein Creator-Shop?

Das legt jede Plattform selbst fest. Die LTK-App lässt sich laut LTK-FAQ kostenlos herunterladen und nutzen, und für Creator ist Stylink laut AGB grundsätzlich kostenlos. Bei wyrld gibt es keine Anmeldegebühr, kein Abo und keine Kosten pro Produkt; wyrld verdient an den Vergütungen der Shops mit.

Kann ich einen Creator-Shop neben LTK oder dem Amazon-Influencer-Programm nutzen?

Von wyrld aus ja: Die Creator-AGB verlangen keine Exklusivität. Ob eine andere Plattform eigene Vorgaben macht, steht in ihren Bedingungen, lies sie also vor der Anmeldung. In die Bio setzt du dann zum Beispiel eine Link-in-Bio-Seite, auf der beide Shops verlinkt sind.

Kann mein Management meinen Creator-Shop mitpflegen?

Das regelt jede Plattform selbst. Bei wyrld bekommt dein Management ein eigenes Dashboard, öffnet von dort deinen Shop und pflegt mit dir Produkte und Profil; ihr seht dieselben Zahlen. Einen Provisionsanteil, den ihr vereinbart, zieht wyrld bei der Monatsabrechnung von deinem Verdienst ab, und dein Management bekommt dafür eine eigene Gutschrift.

Stand der Angaben:

Quellen

Passende Fragen.

Dein eigener Shop, kostenlos für Creator.