Ratgeber · Zahlen und Studien
Wie viele Menschen vergleichen Preise, bevor sie online kaufen?
Laut Bitkom Research gaben 2019 48 % der Online-Shopper ab 16 Jahren in Deutschland an, vor dem Kauf generell Preisvergleichsseiten als Entscheidungshilfe zu nutzen. 2022 war der günstigste Preis für 65 % ein entscheidendes Kriterium bei der Wahl des Shops, 40 % verglichen wegen der Inflation verstärkt Preise im Netz. 2024 sagten 73 % derer, die Black-Friday-Angebote nutzen wollten, sie verglichen Preise langfristig. Wie viele vor jedem einzelnen Kauf vergleichen, erfasst keine dieser Befragungen.
Stand:
Mit wyrld bekommst du einen eigenen Creator-Shop mit Produkten aus 90.000+ Partnershops, die Affiliate-Links legt wyrld für dich an. Für Creator kostenlos.
Was Befragungen über den Preisvergleich zeigen
| Befund | Anteil | Erhebung |
|---|---|---|
| Nutzen vor dem Kauf generell Preisvergleichsseiten | 48 % | Bitkom, Oktober 2019 |
| Günstigster Preis ist ein entscheidendes Kriterium bei der Shop-Wahl | 65 % | Bitkom, Herbst 2022 |
| Vergleichen wegen der Inflation verstärkt online Preise | 40 % | Bitkom, Herbst 2022 |
| Kaufen besonders gern über Vergleichsportale | 26 % | Bitkom, Herbst 2022 |
| Black-Friday-Shopper, die Preise langfristig vergleichen | 73 % | Bitkom, Herbst 2024 |
| Haben Preise auf einem anderen Gerät oder Browser verglichen | 43 % | Bitkom, Anfang 2025, zu personalisierten Preisen |
| Probieren Suchanfragen aus, um Preisänderungen zu sehen und den günstigsten Preis zu bekommen | 38 % | Bitkom, Anfang 2025, zu personalisierten Preisen |
| Finden Preis und Rabatte bei einem Shop sehr wichtig | 47 % | Bitkom, Herbst 2025 |
| Kaufen häufig über Vergleichsportale | 21 % | Bitkom, Herbst 2025 |
| Nennen als Grund für einen Kaufabbruch: woanders ein besseres Angebot (USA, Großbritannien) | 19,5 % | YouGov für commercetools, September 2023 |
Vergleichen heißt dabei nicht unbedingt Vergleichsportal. Im Herbst 2025 kauften laut Bitkom 21 % häufig über Vergleichsportale, aber 85 % häufig auf großen Online-Marktplätzen.
Wer befragt wurde
Die 48 % stammen aus einer Bitkom-Befragung vom Oktober 2019 unter 1.087 Internetnutzenden ab 16 Jahren, darunter 1.024, die online einkaufen. Auf diese 1.024 bezieht sich der Wert. Gefragt war: „Welche Entscheidungshilfen nutzen Sie generell vor dem Kauf von Produkten?“
Die drei Werte von 2022 stammen aus einer Online-Befragung, die Bitkom Research von Mitte Oktober bis Anfang November 2022 unter 1.123 Internetnutzenden ab 16 Jahren gemacht hat. Sie beziehen sich auf die 1.024 Befragten, die online einkaufen. Bei den Shop-Kriterien ergeben die Anteile zusammen weit über 100 %, die Befragten konnten also mehrere nennen. Für 65 % ist der günstigste Preis ein entscheidendes Kriterium, laut Bitkom aber „längst nicht das Einzige“.
Die 73 % beziehen sich auf die Befragten, die 2024 Black-Friday-Angebote nutzen wollten. Bitkom Research hatte dafür in den Kalenderwochen 40 bis 43 2024 insgesamt 1.180 Internetnutzende ab 16 Jahren befragt, darunter 1.127, die online einkaufen. Die Pressemitteilung nennt für diese Gruppe einen Anteil von 59 %, aber keine Fallzahl. In den Bitkom-Charts steht die Aussage mit dem Zusatz, so am Black Friday das beste Schnäppchen zu machen.
In den ersten drei Kalenderwochen 2025 befragte Bitkom Research 1.006 Personen ab 16 Jahren, darunter 978, die online einkaufen. Für die 43 % und die 38 % nennt die Pressemitteilung keine eigene Basis. Bitkom nennt beide Werte im Zusammenhang mit personalisierten Preisen, also mit der Frage, ob sich ein Preis je nach Gerät, Browser oder Suchanfrage ändert.
Für den Studienbericht „Digitaler Handel in Deutschland“, den Bitkom 2026 veröffentlicht hat, wurden im Herbst 2025 (Kalenderwochen 40 und 41) 1.120 Personen ab 16 Jahren befragt, darunter 1.072, die online einkaufen. Auf diese 1.072 beziehen sich die 47 %, die 21 % und die 85 %. Die Fehlertoleranz gibt Bitkom für die Gesamtstichprobe mit plus/minus 3 Prozent an.
Die 19,5 % kommen aus einer YouGov-Befragung von 4.581 Erwachsenen in den USA und Großbritannien vom 25. bis 27. September 2023, im Auftrag des Software-Anbieters commercetools. Gefragt war nach dem Grund für abgebrochene Warenkörbe. In der Gen Z (18 bis 24 Jahre) waren es 21 %. Deutschland war nicht Teil dieser Befragung.
Warum sich die Jahre nicht vergleichen lassen
Zu einer Zeitreihe lassen sich die Werte nicht verbinden. 2019 fragte Bitkom nach Preisvergleichsseiten als Entscheidungshilfe vor dem Kauf, 2022 und 2025 nach Vergleichsportalen als Ort zum Einkaufen: 2022, wo Menschen besonders gern einkaufen, 2025, wo sie häufig einkaufen. Auch „günstigster Preis als Kriterium“ und „Preis und Rabatte sehr wichtig“ sind zwei verschiedene Fragen, und die 73 % von 2024 betreffen nur Menschen, die Black-Friday-Angebote nutzen wollten. Einen Rückgang oder Anstieg des Preisvergleichs belegen die Zahlen deshalb nicht.
Was das für deine Empfehlungen heißt
Wer auf deinen Link tippt, sieht den Preis spätestens im Shop und kann ihn dann noch gegen andere Angebote prüfen. Findet die Person dabei woanders ein besseres Angebot, läuft der Kauf womöglich nicht über deinen Link.
Ein Beispiel: Du zeigst in einer Story einen Föhn und setzt einen Link-Sticker zu einem Shop. Wer klickt, sieht dort den Preis, sucht das Modell in einer Suchmaschine und findet es woanders günstiger. Bestellt die Person dort direkt, läuft der Kauf in der Regel nicht über deinen Link. Bei Provision pro Kauf (CPA) bekommst du dafür nichts. Zahlt der verlinkte Shop pro Klick (CPC), kann zumindest der Klick vergütet werden.
- Empfiehlst du ein Produkt im Oktober, kann der Kauf erst zum Black Friday kommen: 2024 hatten 65 % derer, die Black-Friday-Angebote nutzen wollten, Käufe aufgeschoben, um auf die Angebote zu warten. Zeig das Produkt kurz vor den Aktionstagen deshalb noch einmal mit Link.
- Verlinkst du einen Shop abseits der großen Marktplätze, schau vor dem Posten, was das Produkt auf einem großen Marktplatz kostet. Dort kaufen laut Bitkom 85 % der Online-Shopper häufig ein.
- Gibt es das Produkt in mehreren Shops, zeig mehr als einen. Wer vergleichen will, muss dann nicht selbst suchen. Verdienen kannst du dabei nur in Shops, für die du einen Affiliate-Link hast. Von Hand heißt das, jeden weiteren Shop selbst zu suchen und zu verlinken.
So ist es bei wyrld
Bei wyrld fügst du den Link zu einem Produkt aus einem Partnershop ein oder wählst es aus dem Katalog. wyrld erkennt Marke, Name und Variante, sucht denselben Artikel in über 90.000 Partnershops und legt für jedes gefundene Angebot den Affiliate-Link an. Bei keinem Netzwerk musst du dich dafür selbst anmelden, und den Föhn aus dem Beispiel suchst du nicht selbst in weiteren Shops.
Deine Community sieht die gefundenen Angebote mit Preis nebeneinander und kauft direkt beim Shop, ohne Aufpreis. Das günstigste Neuangebot unter ihnen trägt das Etikett „Bester Preis“. Im Beispiel stünde das günstigere Angebot also schon neben dem ersten, sofern wyrld es in den Partnershops findet. Wählt deine Community über den Preisvergleich in deinem Shop einen anderen Shop, kann das trotzdem für dich zählen: Je nach Shop kannst du am Klick, am Kauf oder an beidem verdienen. Abgerechnet wird am Anfang des Folgemonats per Gutschrift.
Die Creator-AGB von wyrld verlangen keine Exklusivität. Von wyrld aus kannst du Programme, in denen du schon bist, also weiter nutzen, und dein wyrld-Shop kommt dazu, zum Beispiel als Link in deiner Bio. Arbeitest du mit einem Management, bekommt es bei wyrld ein eigenes Dashboard, pflegt mit dir die Produkte und sieht dieselben Zahlen. Einen vereinbarten Provisionsanteil zieht wyrld von deinem Verdienst ab, dein Management bekommt dafür eine eigene Gutschrift. Für Creator ist wyrld kostenlos.
Häufige Fragen.
Wie viele Menschen nutzen in Deutschland Vergleichsportale?
Laut Bitkom Research gaben 2019 48 % der Online-Shopper ab 16 Jahren an, vor dem Kauf generell Preisvergleichsseiten zu nutzen. Im Herbst 2025 kauften 21 % häufig über Vergleichsportale (1.072 Befragte), 2022 nannten 26 % sie als Ort, an dem sie besonders gern online einkaufen. Weil die drei Fragen verschieden sind, lässt sich daraus kein Trend ablesen.
Ist der Preis beim Online-Kauf das wichtigste Kriterium?
2022 ja, 2025 nicht ganz. Bei Bitkom stand 2022 der günstigste Preis mit 65 % an erster Stelle der Kriterien für die Shop-Wahl, vor versandkostenfreier Lieferung und guten Erfahrungen mit dem Shop (je 56 %). Im Herbst 2025 fanden 47 % Preis und Rabatte sehr wichtig, weitere 42 % eher wichtig. Zahlungsmöglichkeiten (54 %), Versand und Lieferung (53 %) sowie Sicherheit und Vertrauen (51 %) nannten mehr Befragte „sehr wichtig“.
Brechen Menschen Online-Käufe ab, um woanders günstiger zu kaufen?
Ein Teil schon. In einer YouGov-Befragung für commercetools (USA und Großbritannien, September 2023) nannten 19,5 % als Grund für abgebrochene Warenkörbe, woanders ein besseres Angebot finden zu wollen, in der Gen Z 21 %. Nur Versandkosten wurden mit 19,6 % etwas häufiger genannt.
Vergleichen Menschen vor dem Black Friday Preise?
Die meisten, die mitmachen, schon. In einer Bitkom-Befragung vom Herbst 2024 sagten 73 % derer, die Black-Friday-Angebote nutzen wollten, sie verglichen langfristig Preise, um am Black Friday das beste Schnäppchen zu machen. 65 % hatten Käufe aufgeschoben, um auf die Angebote zu warten. Befragt wurden 1.180 Internetnutzende ab 16 Jahren, darunter 1.127, die online einkaufen.
Stand der Angaben:
Quellen
Diese Seite fasst veröffentlichte Befragungen zusammen. Die Werte stammen aus verschiedenen Jahren, Ländern und Fragen und lassen sich nicht direkt miteinander vergleichen. Gelesen am :
- Bitkom: Jeder Zweite liest Online-Bewertungen vor dem Kauf (Presseinformation, 13. Januar 2020)
- Bitkom: Inflation setzt Online-Shopper unter Druck (Presseinformation, 22. November 2022)
- Bitkom: Charts E-Commerce 2022 (Basis und Untersuchungsdesign)
- Bitkom: Black Friday: Mehrheit geht online auf Schnäppchenjagd (Presseinformation, 27. November 2024)
- Bitkom: Charts „Wie digital shoppt Deutschland?“ (November 2024)
- Bitkom: Glücksrad, Countdown & Co. (Presseinformation, 11. Februar 2025)
- Bitkom: Studienbericht Digitaler Handel in Deutschland (2026, Befragung Herbst 2025)
- commercetools: YouGov-Befragung zu abgebrochenen Warenkörben (16. November 2023)