Ratgeber · Für Shops und Marken

Wie plane ich eine Black-Friday-Kampagne mit Influencern?

Black Friday ist 2026 am 27. November, Cyber Monday am 30. November. Plane rückwärts: Acht Wochen vorher stehen Produkte, Rabatt und Budget, sechs Wochen vorher fragst du Creator an, vier Wochen vorher gehen Briefing, Muster und Links raus. Bist du später dran, frag Creator an, die deine Produkte schon zeigen. Prüf den Lagerbestand. Bei Rabatten im eigenen Shop musst du in der Regel den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage angeben (§ 11 PAngV), und die Werbekennzeichnung gehört ins Briefing.

Stand:

Mit wyrld Boost bringst du dein Budget sofort zu Creatorn, die deine Produkte zeigen, und zahlst nach Ergebnis.

Der Zeitplan: Woche für Woche bis Cyber Monday

WannDatum 2026Was dran ist
8 Wochen vorherab Fr 2. OktoberZiel, Produkte, Rabatt, Budget; Ware nachbestellen
6 Wochen vorherab Fr 16. OktoberCreator auswählen und anfragen, Konditionen klären
4 Wochen vorherab Fr 30. OktoberBriefing, Produktmuster und Links verschicken, Codes anlegen
2 Wochen vorherab Fr 13. NovemberEntwürfe freigeben, Tracking testen, Preisplan bis zum Start festlegen
1 Woche vorherab Fr 20. NovemberTeaser ohne Preis und Prozent, Landingpage prüfen, am 26.11. 30-Tage-Preise an Creator schicken
Black FridayFr 27. NovemberAktion startet; Preise, Links und Lager morgens prüfen
Cyber MondayMo 30. Novemberletzter Aktionstag, wenn du bis hier planst; danach Preise zurück
Danachab Ende Dezemberauswerten, wenn Widerrufs- und Rücksendefristen vorbei sind

Black Friday ist der Freitag nach dem US-Feiertag Thanksgiving, der 2026 laut der US-Personalbehörde OPM auf Donnerstag, den 26. November fällt. Cyber Monday ist der Montag danach. Die Wochen in der Tabelle sind Richtwerte: Produktmuster und Freigaben brauchen den meisten Vorlauf, Codes und Links lassen sich meist kurzfristig anlegen.

Für den Preis zählt: Startet deine Aktion am 27. November, reicht der Zeitraum für den 30-Tage-Preis vom 28. Oktober bis 26. November. Eine Preissenkung in diesem Zeitraum senkt in der Regel den Vergleichspreis, auch eine kurze Vorab-Aktion. Eine Ausnahme ist die Senkung in Stufen ohne Unterbrechung, siehe Rechenbeispiel. Endgültig steht der 30-Tage-Preis deshalb erst am 26. November fest. Notierst du ihn früher, prüf ihn an diesem Tag noch einmal, bevor du ihn an Creator schickst.

Warum eine höhere Provision allein keine Black-Friday-Posts bringt

Ein Partnerprogramm, ein Eintrag in einem Affiliate-Netzwerk oder eine Plattform, auf der Creator Produkte auswählen können, macht deine Produkte nur verlinkbar. Ob jemand zu Black Friday darüber postet, entscheidet jeder Creator selbst. Die meisten Partner eines Programms werden nie aktiv, und gerade die Creator, die du für deine Marke haben willst, posten in der Regel nicht ohne Anlass.

Zu Black Friday kommt der Zeitdruck dazu. Deine Aktion dauert vielleicht nur vier Tage, vom Freitag bis Cyber Monday, und in derselben Woche fragen auch andere Marken bei Creatorn an. Eine höhere Provision für die Aktionstage belohnt vor allem die, die deine Produkte ohnehin zeigen. Wer neu für dich posten soll, braucht eine Anfrage, einen Termin, einen eigenen Link oder Code und eine Vergütung, die vorher feststeht. Die eigentliche Aufgabe ist also, viele Creator gleichzeitig zu aktivieren und danach zu sehen, wer verkauft.

Rechenbeispiel: Welcher Preis vor dem Rabatt zählt

§ 11 PAngV betrifft, wer nach § 3 Abs. 1 PAngV den Gesamtpreis angeben muss: wer als Unternehmer Verbrauchern Waren anbietet oder als Anbieter ihnen gegenüber mit Preisen wirbt. Für dich ist das vor allem dein eigener Onlineshop. Verkaufen andere Shops deine Produkte, legen sie ihre Preise in der Regel selbst fest.

  1. Angenommen, eine Jacke kostet seit September 129 €. Vom 2. bis 8. November läuft eine Vorab-Aktion für 109 €, danach gilt wieder 129 €.
  2. Am 27. November senkst du auf 99 €. Die 30 Tage davor reichen vom 28. Oktober bis 26. November, der niedrigste Preis darin ist 109 €.
  3. Diesen Preis gibst du bei der Preisermäßigung an (§ 11 Abs. 1 PAngV). Eine Prozentangabe rechnet sich laut EuGH ebenfalls von 109 €: rund 9 %, nicht rund 23 % von 129 €. Dasselbe gilt laut EuGH für Werbeaussagen, die einen Preis als besonders vorteilhaft herausstellen; im Fall Aldi Süd ging es um „Preis-Highlights“.
  4. Ohne die Vorab-Aktion wäre 129 € der Vergleichspreis, und rund 23 % wären zutreffend.
  5. Senkst du dagegen ohne Vorab-Aktion in Stufen und ohne Unterbrechung, etwa ab 20. November auf 109 € und ab 27. November auf 99 €, darfst du während der Aktion den niedrigsten Preis der 30 Tage vor der ersten Stufe nennen, hier 129 € (§ 11 Abs. 2 PAngV).

Checkliste vor dem Start

  • Lager: Plane genug Bestand. Hast du hinreichende Gründe für die Annahme, dass du die Aktionsware nicht für einen angemessenen Zeitraum in angemessener Menge zum Aktionspreis bereitstellen kannst, weise in der Werbung darauf hin, sonst ist das Angebot ein unzulässiges Lockangebot. Reicht der Vorrat keine zwei Tage, musst du beweisen, dass die Menge angemessen war (Nr. 5 des Anhangs zu § 3 Abs. 3 UWG).
  • Preis: Ermittle je Aktionsprodukt den niedrigsten Preis der 30 Tage vor dem Start, bei einem Start am 27. November also am 26. November, und gib ihn überall an, wo du den Rabatt nennst (§ 11 PAngV).
  • Bedingungen: Schreib zu jedem Code und jeder Aktion klar dazu, was gilt, etwa Zeitraum, Mindestbestellwert und ausgenommene Produkte, und mach die Bedingungen leicht auffindbar (§ 6 Abs. 1 Nr. 3 DDG).
  • Fristen: Nenne nur Fristen, die stimmen. Wer „nur heute“ schreibt, obwohl eine Verlängerung schon geplant ist, riskiert eine unwahre Angabe über eine zeitliche Begrenzung (Nr. 7 des Anhangs zu § 3 Abs. 3 UWG).
  • Kennzeichnung im Briefing: Beiträge gegen Bezahlung oder eine andere Gegenleistung, auch Beiträge zu kostenlosen Produktmustern, wenn an den Beitrag eine Absprache oder Erwartung geknüpft ist, tragen bei Bild und Text „Werbung“ oder „Anzeige“ zu Beginn. Videos mit deinem Produkt in der Hauptrolle zeigen „Werbung“ oder „Werbevideo“ als Einblendung während des ganzen Videos, und jede werbliche Story-Slide wird einzeln gekennzeichnet. Rabattcodes bekommen „Werbung“ oder „Anzeige“ direkt daneben, Affiliate-Links ein Sternchen mit Erläuterung am Link. „ad“ reicht laut Medienanstalten nicht.
  • Tracking: Gib jedem Creator einen eigenen Link oder Code und teste vor dem Start, ob Klicks und Käufe ankommen.
  • Befristete Provision: Willst du im Aktionszeitraum mehr zahlen, lege Höhe, Beginn und Ende mit Datum und Uhrzeit fest und schick sie mit dem Briefing.
  • Landingpage: Prüfe, ob die Links auf die Aktionsprodukte in der richtigen Variante führen und der Code im Warenkorb greift.

Black-Friday-Infos für Creator zum Kopieren

Black Friday bei [Marke]

Aktionszeitraum: Fr 27.11.2026, 0:00 Uhr bis Mo 30.11.2026, 23:59 Uhr
Produkte: [Name, Variante, Link]
Aktionspreis: [Preis], niedrigster Preis der letzten 30 Tage: [Preis, schicken wir dir am 26.11.]
Dein Code: [CODE], gilt vom [Datum, Uhrzeit] bis [Datum, Uhrzeit], Bedingungen: [Mindestbestellwert, Ausnahmen, Link]
Deine Provision: [Satz] vom [Datum, Uhrzeit] bis [Datum, Uhrzeit], danach wieder [Satz]
Teaser: ab [Datum] gern, Preise und Prozente bitte erst ab Start zeigen
Kennzeichnung: Bild und Text mit „Werbung“ oder „Anzeige“ zu Beginn, im Video „Werbung“ als Einblendung während des ganzen Videos, jede Story-Slide einzeln, beim Code „Werbung“ direkt daneben, Affiliate-Links mit * und Erklärung
Entwürfe: bis [Datum] an [Name, E-Mail]

So ist es bei wyrld

Mit wyrld Boost stellst du ein Kampagnenbudget für die Black-Friday-Woche bereit und legst Produkte, KPIs und Zeitraum fest. Viele Creator können gleichzeitig mitmachen und zeigen deine Produkte in eigenen Videos und in ihren Shops; die Kampagnenvideos kennzeichnen sie als Werbung. Ob Creator mitmachen, entscheiden sie selbst, deshalb sagt wyrld weder eine Zahl von Teilnehmenden noch Reichweite oder Umsatz zu. Der Pool geht nach den erreichten KPIs an die Creator, etwa Käufe, Klicks, Watchtime oder Reichweite, und wie er verteilt wird, legt wyrld vor dem Start mit dir fest.

Du bestimmst, wo gekauft wird: nur in deinem Shop, auf Amazon oder mit Preisvergleich über die Shops, die dein Produkt führen. Gilt dein Aktionspreis nur im eigenen Shop, kannst du die Kampagne nur dorthin führen. Nach der Kampagne siehst du, welcher Creator welche Ergebnisse gebracht hat. Auf wyrld zeigen Hunderte Creator Produkte in eigenen Shops, vor allem aus Mode, Beauty und Interior, mit jungem Publikum.

Mit dem Brand- und Shop-Abo siehst du, welche Creator auf wyrld deine Produkte schon zeigen und wer davon verkauft, soweit dein Shop Käufe meldet. Mit diesen Creatorn richtet wyrld eigene Konditionen ein oder plant mit dir eine Boost-Kampagne. Weil sie deine Produkte schon zeigen, kann bei ihnen der Musterversand entfallen, und das zählt, wenn bis Black Friday nur noch wenige Wochen bleiben. Angebunden wirst du über ein bestehendes Partnerprogramm bei einem der großen Affiliate-Netzwerke, über das Creator deine Produkte in der Regel schon auswählen können, oder direkt mit wyrld. Preise für Abo und Boost gibt es auf Anfrage.

FAQ

Häufige Fragen.

Wann ist Black Friday 2026?

Black Friday ist am Freitag, 27. November 2026, dem Tag nach dem US-Feiertag Thanksgiving. Cyber Monday folgt am Montag, 30. November 2026. Wie lange deine eigene Aktion läuft, legst du selbst fest, etwa nur am Freitag oder bis Cyber Monday.

Ist Ende Oktober zu spät für eine Black-Friday-Kampagne mit Influencern?

Meist nicht, wenn du den Plan straffst: Produkte und Rabatt sofort festlegen, Creator anfragen, die deine Produkte schon kennen oder zeigen, und das Briefing kurz halten. Knapp wird es vor allem bei Produktmustern, die erst noch verschickt werden müssen, und bei Ware, die du nachbestellen musst.

Bringt eine höhere Provision zu Black Friday mehr Posts von Creatorn?

Allein meist nicht. Eine höhere Provision belohnt vor allem Creator, die deine Produkte ohnehin zeigen. Ein Partnerprogramm macht Produkte nur verlinkbar, und ob jemand postet, entscheidet jeder Creator selbst. Wer neu für dich posten soll, braucht eine Anfrage, einen Termin, einen eigenen Link oder Code und eine Vergütung, die vorher feststeht. Frag deshalb früh an und plane mit vielen Creatorn gleichzeitig.

Muss ich bei Black-Friday-Rabatten den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage angeben?

Ja, wenn du Verbrauchern eine Preisermäßigung für eine Ware bekannt gibst und selbst den Gesamtpreis angeben musst, etwa im eigenen Onlineshop (§ 11 PAngV). Prozentangaben rechnen sich laut EuGH von diesem niedrigsten Preis. Senkst du in Stufen ohne Unterbrechung, zählt der niedrigste Preis der 30 Tage vor der ersten Stufe (§ 11 Abs. 2 PAngV). Ausnahmen nennt § 11 Abs. 4 PAngV, zum Beispiel individuelle Preisermäßigungen.

Müssen Creator Black-Friday-Rabattcodes als Werbung kennzeichnen?

Laut Leitfaden der Medienanstalten ja: Wer einen Rabattcode veröffentlicht, kennzeichnet ihn mit „Werbung“ oder „Anzeige“ in unmittelbarer Nähe des Codes. Affiliate-Links brauchen ein Sternchen und eine Erläuterung direkt am Link. Schreib das wörtlich ins Briefing und prüf vor der Freigabe, ob es in jedem Entwurf steht.

Wie messe ich, was Creator an Black Friday gebracht haben?

Gib jedem Creator einen eigenen Link oder Code und teste vor dem Start, ob Klicks und Käufe ankommen. Werte aus, wenn Widerrufs- und Rücksendefristen vorbei sind: Wer online bestellt, kann in der Regel 14 Tage ab Lieferung widerrufen und hat danach bis zu 14 Tage für die Rücksendung (§§ 355 bis 357 BGB). Bei Lieferung Anfang Dezember ist das Ende Dezember. Vergleiche die Zahlen mit einem normalen Zeitraum ohne Rabatt.

Stand der Angaben:

Quellen

Passende Fragen.

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