Ratgeber · Für Shops und Marken

Wie messe ich Umsätze, die Creator für meinen Onlineshop bringen?

Umsätze durch Creator misst du mit zwei Kennungen je Creator: einem eigenen Affiliate-Link und einem eigenen Rabattcode. Der Link ordnet Klicks und Käufe innerhalb der Cookie-Laufzeit zu, der Frist, die dein Programm nach einem Klick zählt. Der Code erfasst auch Käufe ohne Klick, etwa nach einem Gerätewechsel. UTM-Parameter zeigen die Besuche in deiner Webanalyse, abgeglichen wird über die Bestellnummer. Steht eine Plattform als ein Partner in deinem Programm, brauchst du ihre Auswertung je Creator.

Stand:

Mit wyrld Boost bringst du dein Budget sofort zu Creatorn, die deine Produkte zeigen, und zahlst nach Ergebnis.

Link, Code, UTM oder Nachfrage: was jede Methode misst und was ihr entgeht

MethodeMisstWas ihr entgeht
Affiliate-LinkKlicks und Käufe je PartnerKäufe nach Ablauf der Cookie-Laufzeit oder nach Gerätewechsel, je nach Einrichtung auch Käufe ohne Einwilligung
RabattcodeBestellungen mit Code, auch ohne Klickdie Herkunft, sobald der Code auf Gutscheinseiten landet
UTM-ParameterBesuche je Quelle und Kampagne, mit Kaufmessung auch UmsatzKäufe ohne vorherigen Klick, je nach Einrichtung auch Besuche ohne Einwilligung
Frage nach dem KaufCreator, die Kaufende selbst nennenfreiwillige Angaben, oft lückenhaft

Merken sich Partnerprogramm oder Webanalyse den Klick im Browser, etwa in einem Cookie, hängt die Zuordnung an diesem Browser. Sie endet mit der Cookie-Laufzeit und fehlt, wenn jemand die Cookies löscht oder später auf einem anderen Gerät bestellt. Den Code betrifft das nicht, er steht in der Bestellung.

Nach § 25 Abs. 1 TDDDG ist das Speichern von Informationen auf dem Endgerät oder der Zugriff darauf nur zulässig, wenn die Person auf Grundlage klarer und umfassender Informationen eingewilligt hat. Absatz 2 nennt Ausnahmen, etwa wenn es für einen ausdrücklich gewünschten digitalen Dienst unbedingt erforderlich ist. Ob in deinen Zahlen Käufe ohne Einwilligung fehlen, hängt deshalb von deiner Einrichtung ab.

So richtest du die Messung je Creator ein

  1. Gib jedem Creator einen eigenen Partnerlink aus deinem Programm und einen eigenen Rabattcode mit Ablaufdatum. Ein gemeinsamer Code für alle zeigt dir nur die Summe.
  2. Häng an die Zieladresse jedes Links UTM-Parameter, also Zusätze, die Quelle und Kampagne benennen, nach festem Schema: utm_source für die Plattform, utm_medium für den Kanal, utm_campaign für die Aktion und utm_content für das Kürzel des Creators. Laut Google-Analytics-Hilfe gehören die ersten drei immer dazu, und utm_content ist dafür da, Werbemittel zu unterscheiden.
  3. Schreib alle Werte klein und immer gleich. Google Analytics unterscheidet Groß- und Kleinschreibung, „Meta“ und „meta“ sind laut Hilfe zwei verschiedene Werte, und eine abweichende Schreibweise landet im Bericht in einer eigenen Zeile.
  4. Prüf jeden Link vor dem Start mit einem Testklick: Kommt die Produktseite mit den Parametern an, und erscheint der Besuch im Bericht „Neu generierte Zugriffe“ mit Quelle, Medium und Kampagne? Umsatz zeigt dieser Bericht laut Google-Hilfe nur, wenn dein Kaufereignis Wert und Währung mitschickt.
  5. Übergib die Bestellnummer als Transaktions-ID an die Webanalyse und gleiche darüber Link-Käufe, Code-Bestellungen und Shopdaten ab. Laut Google-Hilfe muss die ID je Bestellung eindeutig sein und darf nichts enthalten, womit sich einzelne Kaufende erkennen lassen.
  6. Leg vor dem Start fest, was zählt, wenn eine Bestellung Link und Code hat, und ob ein Code ohne Klick Provision auslöst.
  7. Wert ganze Monate nach Bestelldatum aus, erst wenn Stornos und Retouren durch sind, und rechne den Umsatz netto ohne Umsatzsteuer und Versand.

Link-Schema je Creator zum Kopieren

Creator: [Name oder Kürzel]
Partnerlink: [aus deinem Programm, Ziel ist deine Produktseite]
utm_source: [instagram / tiktok / youtube]
utm_medium: affiliate
utm_campaign: [aktion-jahr, zum Beispiel black-friday-2026]
utm_content: [kuerzel-des-creators, klein, ohne Umlaute]
Zieladresse: [deine Produktseite]?utm_source=instagram&utm_medium=affiliate&utm_campaign=black-friday-2026&utm_content=creator-a
Rabattcode: [KÜRZEL + Rabatt], gültig bis [Datum]
Link und Code auf derselben Bestellung: zählt [der Link / der Code]

Rechenbeispiel: drei Creator, ein Monat, Link und Code

CreatorKäufe über den LinkCode ohne KlickBestellungen zusammen
A38644
B42125
C12012

Angenommen, drei Creator verlinken im Oktober jeweils mit eigenem Partnerlink und eigenem Code. Dein Partnerprogramm meldet 54 Käufe über die Links, im Shop wurden die drei Codes 41-mal eingelöst. Zusammengezählt wären das 95. Gleichst du beide Listen über die Bestellnummer ab, sind es 81 Bestellungen, denn bei 14 Bestellungen stehen Link und Code auf demselben Kauf. Davon ziehst du noch Stornos und Retouren ab.

Im Partnerprogramm wirkt B schwach, mit dem Code liegt B auf Platz zwei. Das kann heißen, dass die Community von B später am Laptop bestellt, oder dass der Code auf einer Gutscheinseite steht. Schau in deiner Webanalyse nach, über welche Quellen die Bestellungen mit diesem Code kamen, bevor du Konditionen änderst. Bei C ist es umgekehrt: Der Code wurde nur zusammen mit dem Link eingelöst und brachte keine Bestellung, die der Link nicht schon hatte.

Was dir keine Methode zeigt

Wer eine Story ansieht, nicht klickt und zwei Tage später deinen Shop direkt aufruft, taucht weder im Partnerprogramm noch unter deinen UTM-Parametern auf. Einen Teil davon fängst du mit dem Code des Creators ab oder mit einer Frage nach dem Kauf, etwa „Wie bist du auf uns aufmerksam geworden?“ mit einem freien Feld. Ob diese Käufe zusätzlich sind oder ohnehin passiert wären, zeigt erst ein Test mit Vergleichsgruppe.

Messen kannst du außerdem nur, wer überhaupt postet. Ein Partnerprogramm oder eine Plattform, auf der Creator deine Produkte auswählen können, macht sie auswählbar, gezeigt werden sie dadurch noch nicht. Viele Partner eines Programms werden nie aktiv, und gerade gefragte Creator posten selten ohne Anlass. Die eigentliche Arbeit liegt deshalb vor der Messung: viele Creator gleichzeitig zum Posten bringen und danach sehen, wer davon verkauft. Rechne bei der ersten Auswertung mit einer kurzen Liste.

Wenn eine Plattform in deinem Programm nur ein Partner ist

Arbeitest du mit einer Plattform, über die viele Creator verlinken, steht sie in der Partnerübersicht deines Programms meist unter einem einzigen Namen. Klicks und Käufe je Creator, zusammengezählt für einen Zeitraum, liefert in der Regel nur die Plattform selbst.

Ohne diese Zahlen bleibt es bei einem Provisionssatz für alle, egal wie viel sie verkaufen, und du weißt nicht, wen du mit besseren Konditionen halten solltest. Frag deshalb nach einer Auswertung je Creator für denselben Zeitraum wie deine eigenen Berichte, nach Bestelldatum und mit Stornos und Retouren.

So ist es bei wyrld

Mit wyrld Boost stellst du ein Kampagnenbudget bereit, legst vor dem Start fest, wonach ausgezahlt wird, zum Beispiel nach Käufen, Klicks, Watchtime oder Reichweite, und bestimmst, in welchen Shops gekauft wird. Eine Kampagne ist für viele Creator gleichzeitig gedacht. Ob sie mitmachen, entscheiden die Creator selbst, deshalb steht vorher nicht fest, wie viele es werden. Klicks misst wyrld über die Links, Käufe, soweit dein Shop sie meldet, Watchtime und Reichweite laden die Creator aus ihren Statistiken hoch. Nach der Kampagne siehst du, welcher Creator welche Ergebnisse gebracht hat. Kampagnenvideos kennzeichnen die Creator als Werbung.

Hast du ein Partnerprogramm über eines der großen Affiliate-Netzwerke, erscheint wyrld darin als ein einziger Partner. Das Brand- und Shop-Abo zeigt dir jeden Tag, welche Creator dahinter deine Produkte zeigen, wer Klicks bringt und, soweit dein Shop Käufe meldet, wer verkauft. Mit den Creatorn, die verkaufen, vereinbarst du eigene Konditionen.

Angebunden werden deine Produkte über ein bestehendes Partnerprogramm, über das Creator sie in der Regel schon heute auswählen können, oder direkt mit wyrld. Preise für Abo und Boost gibt es auf Anfrage. Ob für dich zuerst die Anbindung, das Abo oder eine Boost-Kampagne passt, besprechen wir gern mit dir.

FAQ

Häufige Fragen.

Was ist besser, Affiliate-Link oder Rabattcode?

Für die Messung beides. Der Link erfasst Klicks und Käufe innerhalb der Cookie-Laufzeit, der Code auch Käufe ohne Klick, etwa nach einem Gerätewechsel. Für die Provision legst du vorher fest, was gilt, wenn eine Bestellung beides hat, zum Beispiel nur der Link. Sonst bezahlst du denselben Kauf womöglich zweimal.

Welche UTM-Parameter brauche ich für Influencer-Links?

Laut Google-Analytics-Hilfe gehören utm_source, utm_medium und utm_campaign an jeden Link, also Quelle, Medium und Kampagne. utm_content ist dafür da, Werbemittel zu unterscheiden, und eignet sich für ein Kürzel je Creator. Schreib alle Werte klein und immer gleich, denn „Meta“ und „meta“ zählen laut Google als zwei Werte. Die Besuche stehen dann im Bericht „Neu generierte Zugriffe“.

Wie messe ich Käufe, wenn jemand die Story sieht, aber nicht klickt?

Über Link und UTM-Parameter in der Regel nicht, denn beide setzen einen Klick voraus. Einen Teil solcher Käufe siehst du über den Rabattcode des Creators oder über eine Frage nach dem Kauf, etwa „Wie bist du auf uns aufmerksam geworden?“. Ob eine Kampagne insgesamt zusätzliche Käufe bringt, zeigt erst ein Test mit Vergleichsgruppe.

Warum sehe ich im Partnerprogramm nur einen Partner statt der einzelnen Creator?

Weil Plattformen meist mit einem Konto an deinem Programm teilnehmen und die Creator dahinter selbst abrechnen. Klicks und Käufe je Creator, zusammengezählt für einen Zeitraum, kennt vollständig meist nur die Plattform. Frag sie nach dieser Auswertung.

Stand der Angaben:

Quellen

Diese Seite erklärt Messmethoden allgemein und ersetzt keine Rechts- oder Datenschutzberatung. Das Rechenbeispiel ist ausgedacht. Die Angaben zu Google Analytics stammen aus dessen Hilfeseiten, gelesen am 22. Oktober 2026, und können sich ändern. Was in deinem Shop ohne Einwilligung laufen darf, klärst du mit deiner Datenschutzberatung. Gelesen am :

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