Ratgeber · Für Shops und Marken
Wie steuere ich eine Kampagne mit 20, 50 oder mehr Creatorn gleichzeitig?
Viele Creator steuerst du über feste Regeln statt über Einzelabsprachen: gleiche Startkonditionen mit einem Deckel, also einer Höchstvergütung je Creator, ein Briefing mit Spielraum, ein eigener Link oder Code je Creator und eine Steuerungstabelle. Schwerer ist oft der Schritt davor, denn ein Partnerprogramm allein bringt keine 50 Creator dazu, im selben Zeitraum zu posten. Starte mit einer Testwelle, prüf jeden Beitrag auf Kennzeichnung und gib das restliche Budget nach der Widerrufsfrist den Creatorn, deren Käufe bestehen bleiben.
Stand:
Mit wyrld Boost bringst du dein Budget sofort zu Creatorn, die deine Produkte zeigen, und zahlst nach Ergebnis.
Was sich ändert, wenn 50 statt 2 Creator posten sollen
| 2 Creator | 50 Creator | |
|---|---|---|
| Wer postet | zwei persönliche Anfragen | mehr Anfragen als Plätze, nicht alle posten |
| Konditionen | einzeln verhandelt | einmal festgelegt, zum Start für alle gleich |
| Briefing | im Gespräch abgestimmt | ein Dokument, Spielraum je Creator |
| Termine | zwei Tage im Kalender | gestaffelt, Lager vor jedem Termin prüfen |
| Kennzeichnung | Entwurf vorab ansehen | jeden veröffentlichten Beitrag prüfen |
| Abrechnung | zwei Rechnungen | viele Belege, mit und ohne Umsatzsteuer |
| Auswertung | Eindruck aus zwei Posts | Vergleich je Creator, Grundlage fürs Umschichten |
Bevor du 50 Creator steuern kannst, müssen 50 posten wollen. Ein Partnerprogramm, ein Eintrag in einem Netzwerk oder eine Plattform, auf der Creator deine Produkte auswählen können, sorgt von allein nicht dafür, dass jemand postet. Die meisten Partner eines Programms werden nie aktiv, und gerade die Creator, die du haben willst, posten nicht ohne Anlass. Bei reiner Bezahlung pro Kauf tragen sie das ganze Risiko. Ein Muster, ein fester Betrag oder ein Budget mit festem Zeitraum macht die Zusage leichter, und trotzdem sagt ein Teil ab oder sagt zu und postet dann nicht. Bei 50 Creatorn liegt die eigentliche Arbeit deshalb in zwei Dingen: viele gleichzeitig zum Posten bringen und danach sehen, wer verkauft.
Bei zwei Creatorn klärst du Fragen, wenn sie aufkommen. Bei 50 kommt dieselbe Frage schnell 50-mal: Zählt ein Kauf, der zurückgeschickt wird? Was passiert am Deckel? Darf ich meinen Termin verschieben? Was du vor dem Start nicht festlegst, verhandelst du hinterher einzeln.
Auch die Abrechnung wird ein eigenes Thema. Manche Creator sind Kleinunternehmer: Ihre Umsätze sind steuerfrei (§ 19 Abs. 1 UStG), auf ihren Belegen steht keine Umsatzsteuer. Andere weisen sie aus, wieder andere sitzen im Ausland. Statt Dutzende Rechnungen zu sammeln, kannst du selbst per Gutschrift abrechnen, wenn das vorher mit dem Creator vereinbart wurde. Widerspricht der Creator einer Gutschrift, verliert sie die Wirkung einer Rechnung (§ 14 Abs. 2 UStG). Zwischen Unternehmen im Inland gelten auch für Gutschriften die Regeln zur E-Rechnung, mit Übergangsfristen bis Ende 2026 und für manche Unternehmen bis Ende 2027 (§ 27 Abs. 38 UStG). Ausgenommen sind unter anderem Abrechnungen über steuerfreie Umsätze von Kleinunternehmern und Rechnungen mit einem Gesamtbetrag bis 250 Euro: Sie dürfen immer auch ohne E-Rechnungsformat übermittelt werden (§ 33 und § 34a UStDV). Wie die Gutschrift bei Kleinunternehmern und bei Creatorn im Ausland aussieht, steht in der Checkliste zu den Konditionen.
So läuft die Kampagne in Wellen
- Leg die Spielregeln fest, bevor du Creator ansprichst: Gesamtbudget, Deckel je Creator, wofür bezahlt wird, bis wann Bestellungen nach dem letzten Beitrag mitzählen, ab wann ein Kauf als bestätigt gilt, Zeitraum und was passiert, wenn ein Creator seinen Deckel erreicht. Alle bekommen dieselben Regeln schriftlich.
- Schreib ein Briefing für alle: Produkte, höchstens drei Kernaussagen, Tabus und den genauen Wortlaut der Kennzeichnung. Format, Ton und Posting-Tag stimmst du je Creator ab, damit die Beiträge nach den Creatorn klingen.
- Frag mehr Creator an, als du Plätze hast, persönlich und mit den Spielregeln im Anhang. Wer zusagt, bekommt einen festen Posting-Termin. Dass deine Produkte in einem Partnerprogramm stehen, ersetzt diese Anfrage nicht.
- Gib jedem Creator einen eigenen Link oder Rabattcode und teste vor dem Start, ob Klicks und Käufe getrennt ankommen. Ohne diese Trennung weißt du später nicht, wohin das Budget gehen soll.
- Starte mit einer Testwelle und einem Teil des Budgets, zum Beispiel knapp der Hälfte. Verteil die Posting-Termine über zwei bis drei Wochen, dann bleiben Lager und Kennzeichnung prüfbar. Wie du einen Test mit kleinem Budget aufbaust, steht im Ratgeber zur Testkampagne.
- Prüf am Tag vor jedem Posting-Termin Lager, Varianten und Links. Ist ein Produkt knapp, verschieb den Termin oder tausch den Link. Gegenüber Verbrauchern muss ein Unternehmer, der Ware zu einem bestimmten Preis anbietet, darüber aufklären, wenn er hinreichende Gründe für die Annahme hat, diese oder gleichartige Ware nicht für einen angemessenen Zeitraum in angemessener Menge zum genannten Preis bereitstellen zu können (Anhang zu § 3 Abs. 3 UWG, Nr. 5). Läuft der Kauf über deinen eigenen Shop, betrifft das dich.
- Prüf jeden veröffentlichten Beitrag innerhalb eines Tages, leg einen Screenshot ab und trag das Ergebnis in die Steuerungstabelle ein. Fehlt die Kennzeichnung, bitte sofort um Korrektur.
- Werte nach einer festen Frist aus, nicht am Tag nach dem letzten Beitrag. Verbraucher können Onlinekäufe in der Regel 14 Tage lang widerrufen, bei Waren ab Erhalt, und haben nach dem Widerruf bis zu 14 Tage, um die Ware abzuschicken (§ 312g Abs. 1, § 355 Abs. 2 und 3, § 356 Abs. 2, § 357 Abs. 1 BGB). Ausnahmen nennt § 312g Abs. 2 BGB, etwa versiegelte Hygieneartikel, deren Siegel nach der Lieferung geöffnet wurde. Mit je zwei bis drei Tagen Versand hin und zurück sind das knapp fünf Wochen nach der letzten Bestellung, die noch zählt.
- Schichte das restliche Budget um: höhere Deckel für Creator mit bestätigten Käufen, ein zweiter Versuch mit geändertem Briefing für die mit Klicks, aber wenigen Käufen, eine Pause für die ohne Ergebnis. Nach welcher Regel umgeschichtet wird, steht schon in den Spielregeln aus Schritt 1.
Steuerungstabelle und Spielregeln zum Kopieren
Die Tabelle hat zwei Blätter. Im ersten steht jeder Beitrag in einer eigenen Zeile, weil die Kennzeichnung je Beitrag geprüft wird: Wer ein Reel und fünf Story-Slides postet, hat sechs Zeilen. Das zweite Blatt füllst du je Creator erst nach der Auswertungsfrist. Es dient nur der Entscheidung über die nächste Welle. Nettoumsatz und weitere Kennzahlen gehören in den Kampagnenbericht. Die Spalten sind durch Semikolon getrennt: Speicher den Text als CSV-Datei und öffne sie in deiner Tabellenkalkulation, oder teil ihn nach dem Einfügen mit „Text in Spalten“ auf.
Blatt 1: Beiträge (eine Zeile je Beitrag)
Creator;Kanal;Format;Link oder Code;Termin geplant;veröffentlicht am;Lager am Vortag geprüft;Kennzeichnung geprüft am;Kennzeichnung in Ordnung;korrigiert am;Screenshot abgelegt [Name];[Instagram, TikTok, YouTube];[Reel, Story-Slide 1, Video];[Link oder CODE];[TT.MM.];[TT.MM.];[ja/nein];[TT.MM.];[ja/nein];[TT.MM.];[ja/nein]
Blatt 2: Entscheidung je Creator (nach der Auswertungsfrist)
Creator;Welle;Deckel;Deckel erreicht am;Klicks;bestätigte Käufe;Kosten gesamt mit Muster;Kosten je bestätigtem Kauf;nächste Welle [Name];[1];[€];[TT.MM. / nein];[Zahl];[Zahl];[€];[€];[höherer Deckel / zweiter Versuch / Pause]
Spielregeln für alle Creator
Kampagne: [Name] von [Marke] Welle 1: [Datum] bis [Datum] Produkte: [Name, Variante, Link] So wird bezahlt: [Betrag] je bestätigtem Kauf über deinen Link oder Code. Es zählen Bestellungen bis [Zahl] Tage nach deinem letzten Beitrag. Bestätigt ist ein Kauf, der [Zahl] Tage nach der Lieferung weder widerrufen noch storniert ist. Dein Deckel in Welle 1: [Betrag]. Erreichst du ihn, sagen wir dir Bescheid und [erhöhen ihn / vergüten darüber nichts]. Auswertung: am [Datum]. Danach verteilen wir das restliche Budget nach bestätigten Käufen auf Welle 2. Kennzeichnung: „Werbung“ oder „Anzeige“ als erstes Wort und auf jeder Story-Slide. Im Video mit dem Produkt in der Hauptrolle: „Werbung“ als Einblendung während des ganzen Videos. Am Affiliate-Link ein * mit kurzer Erklärung, beim Code „Werbung“ direkt daneben. Bitte schick uns am Tag der Veröffentlichung den Link zu jedem Beitrag. Abrechnung: per [Gutschrift / Rechnung], [Datum] Fragen an: [Name, E-Mail]
Rechenbeispiel: 20 Creator, zwei Wellen
| Gruppe nach Welle 1 | bestätigte Käufe | Kosten | je Kauf |
|---|---|---|---|
| 5 Creator am Deckel | 150 | 1.700 € | 11,33 € |
| 8 Creator mit wenigen Käufen | 64 | 960 € | 15,00 € |
| 7 Creator ohne Kauf | 0 | 280 € | kein Kauf |
| zusammen | 214 | 2.940 € | 13,74 € |
Die Annahmen hinter der Tabelle: 15.000 € für Vergütung und Muster, 10 € je bestätigtem Kauf, 20 Creator in Welle 1 mit je 300 € Deckel und einem Muster für 40 € samt Versand. Höchstens gebunden sind in Welle 1 damit 6.800 €. Die Käufe sind ausgedacht und kein Richtwert.
Bei Bezahlung pro Kauf kostet jeder Kauf 10 €, egal von wem. Die Unterschiede kommen aus den festen Kosten: Die 280 € für Muster an Creator ohne Kauf tragen die anderen mit. Und bei den fünf Creatorn am Deckel weißt du nicht, wie viel sie ohne Deckel verkauft hätten. Was mit Käufen über dem Deckel passiert, muss deshalb vorher feststehen.
Auch zeitlich braucht das Wellenmodell Vorlauf. Angenommen, die Beiträge erscheinen über zwei bis drei Wochen, späte Bestellungen zählen eine Woche länger, und bis zur Auswertung vergehen danach knapp fünf Wochen: Dann startet Welle 2 rund acht bis neun Wochen nach dem ersten Beitrag. Hast du einen festen Termin wie Black Friday, muss Welle 1 entsprechend früher laufen. Oder du planst Welle 2 nach vorläufigen Bestellungen und zahlst erst nach der Frist, dann mit dem Risiko, dass ein Teil der Käufe noch zurückgeht.
- Restbudget: 15.000 € minus 2.940 € ergibt 12.060 €.
- Die fünf Creator am Deckel bekommen 900 € Deckel: bis zu 4.500 €.
- Die acht mit wenigen Käufen bekommen ein geändertes Briefing und 150 € Deckel: bis zu 1.200 €.
- Fünf neue Creator starten zu den Bedingungen aus Welle 1: 5 × (300 € + 40 €) = bis zu 1.700 €.
- Die sieben ohne Kauf pausieren. 4.660 € bleiben übrig, für eine dritte Welle oder für höhere Deckel, wenn Welle 2 gut läuft.
Jeder Beitrag braucht seine eigene Kennzeichnung
Nach § 5a Abs. 4 UWG muss der kommerzielle Zweck eines Beitrags kenntlich sein, wenn er sich nicht unmittelbar aus den Umständen ergibt und das Fehlen des Hinweises zu einer geschäftlichen Entscheidung führen kann, die sonst nicht gefallen wäre. Bei einem Beitrag zugunsten eines fremden Unternehmens liegt dieser Zweck nicht vor, wenn der Creator dafür kein Entgelt und keine ähnliche Gegenleistung erhält oder sich versprechen lässt. Eine Gegenleistung wird vermutet, es sei denn, der Creator macht glaubhaft, dass er keine erhalten hat. In einer Kampagne wie oben bekommt jeder Creator ein Muster und die Aussicht auf Vergütung, auch wer am Ende nichts verkauft. Auch zugesandte Produkte, die der Creator behalten darf, können laut Medienanstalten eine Gegenleistung sein.
Für deine Marke zählt § 8 Abs. 2 UWG: Begehen Mitarbeiter oder Beauftragte in einem Unternehmen eine Zuwiderhandlung, richten sich Unterlassungs- und Beseitigungsanspruch auch gegen den Inhaber. Geltend machen können solche Ansprüche unter anderem Mitbewerber und eingetragene Verbände (§ 8 Abs. 3 UWG). Ob ein Creator im Einzelfall als Beauftragter deiner Marke gilt, hängt von den Umständen ab. Mehr dazu steht im Ratgeber zur Haftung der Marke.
Laut Leitfaden der Medienanstalten genügt kein pauschaler Hinweis für den ganzen Account. Zu kennzeichnen ist der werbliche Beitrag selbst, auch jede Story-Slide im werblichen Zusammenhang, und der Hinweis muss in App und Browser ohne Scrollen oder Ausklappen zu sehen sein. Bei 50 Creatorn mit je mehreren Beiträgen kommen so schnell 100 und mehr Prüfungen zusammen. Diese Punkte prüfst du je Beitrag:
- „Werbung“ oder „Anzeige“ zu Beginn, in der Caption am besten als erstes Wort, bei reinen Bildbeiträgen ohne Text gut sichtbar im Bild
- jede Story-Slide einzeln, nicht nur die erste
- Video mit dem Produkt in der Hauptrolle: Einblendung „Werbung“ während des ganzen Videos
- Affiliate-Link mit Sternchen und Erläuterung direkt am Link, Rabattcode mit „Werbung“ oder „Anzeige“ daneben
- kein „ad“, „AZ“, „sponsored by“ oder „PR sample“ als einziger Hinweis
- Label der Plattform als einziger Hinweis nur, wenn es „Werbung“, „Anzeige“ oder „bezahlte Werbepartnerschaft“ lautet und auch sonst gut erkennbar ist, etwa ohne Scrollen
- Collab-Post mit deiner Marke: Kennzeichnung auch auf dem Kanal des Creators, auch dann, wenn dort nur die Einladung angenommen wurde
So ist es bei wyrld
Mit wyrld Boost bringst du dein Budget zu Creatorn, die deine Produkte zeigen. Du legst Produkte, KPIs und Zeitraum einmal für alle fest, und viele Creator können gleichzeitig mitmachen, in eigenen Videos und in ihren Shops. Damit bekommen sie einen Anlass, den ein Partnerprogramm allein nicht bietet. Ob sie mitmachen, entscheiden die Creator selbst. Wie viele es werden, steht vorher also nicht fest. KPIs können zum Beispiel Käufe, Klicks, Watchtime oder Reichweite sein. Klicks werden über die Links gemessen, Käufe melden die Shops, Watchtime und Reichweite laden die Creator aus ihren Statistiken hoch.
Wie der Pool nach den erreichten KPIs verteilt wird, legst du vor dem Start mit wyrld fest, so wie die Spielregeln aus Schritt 1. Du bestimmst auch, wo gekauft wird: nur in deinem Shop, auf Amazon oder mit Preisvergleich über die Shops, die dein Produkt führen. Nach der Kampagne siehst du, welcher Creator welche Ergebnisse gebracht hat, und hast damit die Grundlage für die nächste Welle. Kampagnenvideos für Boost kennzeichnen die Creator als Werbung. Die Prüfliste oben kannst du für Boost-Beiträge genauso nutzen.
Auch wenn Creator deine Produkte über ein Partnerprogramm bei einem der großen Netzwerke in der Regel schon auswählen können, erscheint wyrld dort nur als ein einziger Partner. Das Brand- und Shop-Abo zeigt dir, welche Creator dahinter deine Produkte zeigen, wer Klicks bringt und wer verkauft, soweit der Shop Käufe meldet. Mit diesen Creatorn lassen sich eigene Konditionen einrichten oder eine Boost-Kampagne planen, etwa als Testwelle. Die Preise für Abo und Boost gibt es auf Anfrage, das Kampagnenbudget bestimmst du.
Häufige Fragen.
Reicht ein Partnerprogramm, damit viele Creator meine Produkte posten?
Meist nicht. Ein Partnerprogramm macht deine Produkte verlinkbar und regelt die Vergütung. Die meisten Partner eines Programms werden nie aktiv, und Creator, die du gern dabei hättest, posten nicht, nur weil sie dürfen. Damit 20 oder 50 im selben Zeitraum posten, brauchen sie einen Anlass: eine persönliche Anfrage und eine Kampagne mit Budget, Termin und klaren Regeln.
Wie viele Creator sollte ich in der ersten Welle testen?
Eine feste Zahl gibt es nicht. Rechne rückwärts: Wie viele Beiträge kannst du innerhalb eines Tages nach Veröffentlichung prüfen, und wie viel Budget willst du für den Test höchstens riskieren? Teilst du das Testbudget durch Deckel plus Musterkosten je Creator, hast du die Obergrenze. Im Rechenbeispiel oben ergeben 6.800 € durch 340 € (300 € Deckel plus 40 € Muster) genau 20 Creator.
Brauche ich mit jedem Creator einen eigenen Vertrag?
Arbeitest du direkt mit den Creatorn, brauchst du mit jedem eine Vereinbarung. Die Bedingungen können für alle gleich sein: Du schickst dieselben Spielregeln und lässt sie dir bestätigen. Willst du per Gutschrift abrechnen statt Rechnungen zu sammeln, muss das vorher vereinbart sein (§ 14 Abs. 2 UStG). Läuft die Kampagne über eine Agentur oder Plattform, klär, wer mit den Creatorn abschließt und wer sie bezahlt.
Wie kontrolliere ich die Werbekennzeichnung bei 50 Creatorn?
Lass dir am Tag der Veröffentlichung den Link zu jedem Beitrag schicken, prüf ihn in der App und im Browser und leg einen Screenshot ab. Story-Slides prüfst du einzeln, denn laut Medienanstalten muss jede Slide im werblichen Zusammenhang gekennzeichnet sein. Fehlt der Hinweis, bitte sofort um Korrektur und notier das Datum.
Was mache ich mit Creatorn, die in der ersten Welle nichts verkaufen?
Schau zuerst auf die Klicks. Viele Klicks ohne Käufe deuten auf ein Problem nach dem Klick hin, etwa Preis, Variante oder Landingpage. Dann kann sich ein zweiter Versuch mit anderem Link oder Briefing lohnen. Kommen kaum Klicks, kann es an Produkt, Publikum, Format oder der Platzierung des Links liegen. Passt es nicht, planst du Welle 2 ohne diesen Creator und gibst fair und rechtzeitig Bescheid.
Kann ich allen Creatorn denselben Rabattcode geben?
Das geht, dann siehst du aber nur die Summe aller Käufe und nicht, wer verkauft hat. Fürs Umschichten nach der ersten Welle brauchst du je Creator einen eigenen Code oder Link. Kennzeichnen muss jeder Creator den Code trotzdem: Laut Medienanstalten gehört „Werbung“ oder „Anzeige“ in unmittelbare Nähe des Rabattcodes.
Stand der Angaben:
Quellen
Diese Seite erklärt Ablauf und Rechtslage allgemein und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Was für deine Kampagne gilt, klärst du mit deiner Rechts- oder Steuerberatung. Gelesen am :
- Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, § 8 (Beseitigung und Unterlassung)
- Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, § 5a (Irreführung durch Unterlassen)
- Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, Anhang zu § 3 Abs. 3 (Nr. 5 Lockangebote)
- Die Medienanstalten: Leitfaden Werbekennzeichnung bei Online-Medien (Mai 2025, PDF)
- Bürgerliches Gesetzbuch, § 312g (Widerrufsrecht)
- Bürgerliches Gesetzbuch, § 355 (Widerrufsrecht bei Verbraucherverträgen)
- Bürgerliches Gesetzbuch, § 356 (Widerrufsrecht bei Fernabsatzverträgen, Fristbeginn)
- Bürgerliches Gesetzbuch, § 357 (Rechtsfolgen des Widerrufs, Rücksendung in 14 Tagen)
- Umsatzsteuergesetz, § 14 (Ausstellung von Rechnungen, Gutschrift)
- Umsatzsteuergesetz, § 19 (Besteuerung der Kleinunternehmer)
- Umsatzsteuergesetz, § 27 Abs. 38 (Übergangsfristen E-Rechnung)
- Umsatzsteuer-Durchführungsverordnung, § 33 (Rechnungen über Kleinbeträge)
- Umsatzsteuer-Durchführungsverordnung, § 34a (Rechnungen von Kleinunternehmern)