Ratgeber · Für Creator: starten und verdienen

Wie verdiene ich mit denselben Klicks mehr an meinen Affiliate-Links?

Mit denselben Klicks verdienst du mehr, wenn nach dem Klick öfter gekauft wird und die Käufe bleiben. Verlinke direkt auf die gezeigte Variante in einem Shop, der sie lieferbar und zu einem Preis führt, der mit anderen Shops mithält. Vergleiche Provisionssätze und ob ein Shop pro Klick, pro Kauf oder beides zahlt. Zeig Größe, Passform und Farbton ehrlich, damit weniger zurückgeht. Messen kannst du das am Verdienst je Klick, kurz EPC (Earnings per Click): Verdienst geteilt durch Klicks.

Stand:

Mit wyrld bekommst du einen eigenen Creator-Shop mit Produkten aus 90.000+ Partnershops, die Affiliate-Links legt wyrld für dich an. Für Creator kostenlos.

Rechenbeispiel: dieselben 1.000 Klicks, zwei Shops

Shop AShop B
Preis netto100 €90 €
Provision je Kauf10 %7 %
Lieferbarnur noch S und XLalle Größen
Käufe aus 1.000 Klicks615
Provision vor Retouren60,00 €94,50 €
Nach 30 % Retouren und Stornos42,00 €66,15 €
Verdienst je Klick (EPC)4,2 Cent6,6 Cent

Angenommen, du zeigst eine Jacke und findest sie in zwei Shops. A zahlt 10 % Provision, ist aber netto 10 € teurer und hat nur noch zwei Randgrößen. B zahlt 7 %, ist günstiger und hat alle Größen. Alle Werte sind für das Beispiel ausgedacht, keine Konditionen eines bestimmten Shops. Netto heißt ohne Umsatzsteuer und Versand. Das Amazon-Partnerprogramm zum Beispiel rechnet laut seinen Richtlinien mit den Erlösen abzüglich Versandkosten und Steuern.

Der höhere Satz verliert, weil bei B mehr als doppelt so viele kaufen. Als Formel: EPC = Vergütung pro Klick + Kaufquote × Warenkorb netto × Provisionssatz × (1 − Anteil Retouren und Stornos). Die Kaufquote ist der Anteil der Klicks, auf die ein Kauf folgt. Für B ergibt das 0 + 1,5 % × 90 € × 7 % × 0,7, gerundet 6,6 Cent. Die 30 % für Retouren und Stornos sind bewusst hoch angesetzt: Laut Bitkom schicken Online-Shopper in Deutschland im Schnitt 11 % ihrer Online-Käufe zurück.

Weil der EPC auf einen Klick umgerechnet ist, vergleichst du damit Produkte und Shops mit ganz verschiedener Reichweite. Und er zeigt, wo sich Arbeit lohnt. Angenommen, du hebst ein Produkt mit 2.000 Klicks im Monat von 3 auf 6 Cent: Dann sind das bei gleich vielen Klicks 60 € mehr im Monat.

Sieben Hebel, die nach dem Klick wirken

HebelWas er bewirktWas du tun kannst
Provisionssatzje nach Shop, Marke und Kategorie verschiedenSätze mehrerer Shops vergleichen, Marken mit eigenem Programm nach einem höheren Satz fragen
VergütungsartKlickvergütung zahlt auch ohne Kauf, Provision nur mit Kaufbei günstigen Produkten und Beiträgen zur Inspiration Shops mit Klickvergütung prüfen
Lieferbarkeitfehlen Größe oder Farbe, bleibt der Kauf oft ausvor jedem neuen Post Größen und Farben im Shop prüfen
Preiswer anderswo günstiger findet, kauft oft dort, ohne deinen LinkEndpreis mit Versand in zwei, drei Shops vergleichen
Link auf die Varianteein Umweg über Startseite oder Kategorie kann Käufe kosten, bei Amazon zählen sie dann als indirektdirekt auf Farbe, Größe oder Menge aus dem Beitrag verlinken
Zeitfensteres zählen nur Käufe innerhalb der Frist, die das Programm festlegtbei neuen Erwähnungen den Link wieder dazusetzen
Retouren und Stornosfür zurückgeschickte Käufe fällt die Provision meist wegGröße, Passform und Farbton ehrlich zeigen

Wie weit die Sätze auseinanderliegen, zeigen die Programme selbst. Der Vergütungskatalog des Amazon-Partnerprogramms nennt für amazon.de 6 % für Bekleidung & Accessoires, 4 % für Beauty und 1 % für Lebensmittel, daneben derzeit Sondervergütungen, etwa für Bounty Events, Sonderangebote und Werbeaktionen. Laut LTK-FAQ bieten die Marken dort in der Regel 10 bis 25 %. Bei Amazon kann der Satz außerdem abweichen, wenn ein Kauf indirekt ist, das Produkt also aus einer anderen Kategorie stammt als die verlinkte Produktseite. Führt dein Link nicht auf eine Produktseite, gelten laut Amazon alle Käufe daraus als indirekt.

Wie lange ein Klick zählt, legt jedes Programm selbst fest, oft heißt die Frist Cookie-Laufzeit. Beim Amazon-Partnerprogramm endet die Sitzung nach dem Klick laut Richtlinien nach höchstens 24 Stunden. Was in dieser Zeit in den Einkaufswagen kommt, kann bis 89 Tage nach dem Klick zählen.

Auch bei Klickvergütung zählen nur Klicks, die das Programm als gültig wertet. Bei Stylink etwa gelten laut AGB (Stand August 2026, § 3) Klicks nach sogenanntem Click-Bait nicht als echte Klicks. Um das zu vermeiden, bittet Stylink dort, Produktfotos und Angaben wie den Produktnamen in den Beitrag zu setzen.

Was Preis und Retouren mit deinem EPC machen

65 %

der Online-Shopper in Deutschland nannten 2022 den günstigsten Preis als entscheidendes Kriterium bei der Wahl des Shops.

Bitkom Research, Befragung 2022, 1.123 Internetnutzende ab 16
11 %

ihrer Online-Käufe schicken Online-Shopper in Deutschland im Schnitt zurück. Bei den 16- bis 29-Jährigen sind es 15 %.

Bitkom Research, Befragung Herbst 2023, 1.050 Online-Shopper ab 16
9 %

haben schon im Internet bestellte Ware zurückgeschickt, weil sie ein besseres Angebot entdeckt hatten.

Bitkom Research, Befragung Herbst 2023, Online-Shopper ab 16

Für deinen EPC heißt das zweierlei. Ist der verlinkte Shop teurer als andere, sucht ein Teil deiner Community weiter und bestellt woanders, in der Regel ohne deinen Link. Und auch nach dem Kauf kann dich ein besserer Preis anderswo noch Provision kosten, wenn die Ware deshalb zurückgeht.

In derselben Bitkom-Befragung nannten 67 % als Grund für Rücksendungen eine Größe, die nicht gepasst hat, etwa bei Kleidung oder Möbeln, und 41 % ein Produkt, das nicht dem Bild oder der Beschreibung im Netz entsprach. Bei Mode heißt das: Was Fehlkäufe vermeidet, hebt auch deinen EPC. Sag, welche Größe du trägst und wie das Teil ausfällt, und zeig den Farbton bei Tageslicht. Die Klickvergütung trifft eine Retoure in der Regel nicht.

In fünf Schritten zu den Produkten mit der größten Lücke

  1. Nimm die Zahlen des letzten abgeschlossenen Monats und rechne für jedes Produkt mit genug Klicks den EPC aus: Verdienst geteilt durch Klicks. Bei Produkten, die pro Kauf vergüten, heißt genug zum Beispiel einige Hundert Klicks oder mehrere Käufe, sonst nimm mehrere Monate zusammen. Angenommen, deine Kaufquote liegt bei 1 %: Dann bringen 50 Klicks im Schnitt einen halben Kauf, und ob einer dabei ist, entscheidet der Zufall.
  2. Rechne deinen Durchschnitt aus, also deinen gesamten Verdienst geteilt durch alle Klicks. Zeigst du sehr günstige und sehr teure Produkte, rechne ihn je Preisklasse. Ein Lipbalm für 5 € erreicht bei Provision pro Kauf kaum den EPC einer Jacke für 100 €, auch wenn sonst alles stimmt.
  3. Rechne für jedes Produkt unter dem Durchschnitt die Lücke aus: Klicks × (Durchschnitt − EPC des Produkts). Angenommen, ein Produkt hat 800 Klicks und 2 Cent EPC, dein Durchschnitt liegt bei 5 Cent: Dann fehlen ihm 24 € im Monat.
  4. Nimm dir die drei Produkte mit der größten Lücke vor und geh die Hebel aus der Tabelle durch. Manchmal reicht ein Shop, der das Produkt günstiger und in allen Größen führt, oder ein Link, der direkt auf die gezeigte Variante geht.
  5. Ändere je Produkt eine Sache auf einmal, notiere das Datum und vergleiche einen vollen Monat davor mit einem danach. Bis die Provisionen bestätigt sind, zeigen dir Klicks und Käufe die Richtung. Für den Vergleich in Euro nimm bestätigte Provisionen, denn offene können durch Retouren noch wegfallen.

So ist es bei wyrld

Beim Hebel Preis setzt wyrld an: Deine Community sieht die gefundenen Angebote mit Preis nebeneinander und kauft, wo sie möchte, direkt beim Shop und ohne Aufpreis. Das günstigste Neuangebot trägt das Etikett „Bester Preis“. Wer ein Angebot zu teuer findet, muss also nicht selbst weitersuchen, und die Angebote im Preisvergleich laufen über wyrld und zählen für deinen Shop.

Dafür fügst du den Link zu einem Produkt ein oder wählst es aus dem Katalog. wyrld erkennt Marke, Name und Variante, sucht denselben Artikel in über 90.000 Partnershops und legt für jedes gefundene Angebot den Affiliate-Link an, ohne dass du dich bei einem Netzwerk anmeldest. Verdient wird je nach Shop pro Klick, pro Kauf oder beides. Was ein Produkt dir bringt, siehst du in deinem Dashboard, dort verfolgst du Klicks und Provision live und kannst daraus deinen EPC ausrechnen. Provisioniert wird der Nettowert nach Retouren und Stornos, abgerechnet am Anfang des Folgemonats per Gutschrift.

Arbeitest du mit einem Management, bekommt es bei wyrld ein eigenes Dashboard, pflegt deinen Shop mit dir und sieht dieselben Zahlen. Die fünf Schritte oben könnt ihr also gemeinsam durchgehen. Den Provisionsanteil, den ihr vereinbart, zieht wyrld bei der Abrechnung von deinem Verdienst ab, und dein Management bekommt eine eigene Gutschrift. Für Creator ist wyrld kostenlos, und die Creator-AGB verlangen keine Exklusivität: Von wyrld aus können deine Links bei LTK, Stylink oder Amazon bleiben. Was deine anderen Programme dazu regeln, steht in deren Bedingungen.

FAQ

Häufige Fragen.

Was ist ein guter EPC bei Affiliate-Links?

Eine allgemeine Zahl, an der du dich messen kannst, gibt es nicht. Der EPC hängt von Produktpreis, Provisionssatz, Vergütungsart, Retouren und deiner Community ab. Aussagekräftig ist der Vergleich deiner eigenen Produkte und Shops untereinander und von Monat zu Monat. Produkte unter deinem Durchschnitt sind die ersten Kandidaten für einen anderen Shop oder einen genaueren Link.

Soll ich immer den Shop mit der höchsten Provision verlinken?

Nur, wenn dort auch gekauft wird. Angenommen, ein Shop zahlt 10 %, hat aber nur noch Randgrößen, ein anderer zahlt 7 % und führt alle Größen. Kaufen beim zweiten bei ähnlichem Preis mehr als doppelt so viele, bringt er dir pro Klick mehr. Vergleiche deshalb den EPC, also Verdienst geteilt durch Klicks, nicht nur den Satz.

Rechne ich den EPC mit offenen oder bestätigten Provisionen?

Für Vergleiche über Wochen und Monate nimmst du bestätigte Provisionen. Offene können durch Retouren und Stornos noch wegfallen, und das trifft Produkte verschieden stark, bei Mode oft wegen der Größe. Rechnest du mit offenen Werten, sieht ein Produkt mit vielen Retouren besser aus, als es ist. Eine Klickvergütung hängt in der Regel nicht an Retouren.

Bringt es mehr, denselben Artikel in mehreren Shops zu verlinken?

Es kann. Wer im ersten Shop seine Größe nicht findet oder den Preis zu hoch findet, kann dann deinen zweiten Link nehmen statt einer Suchmaschine. In einer Bitkom-Befragung von 2022 nannten 65 % der Online-Shopper in Deutschland den günstigsten Preis als entscheidendes Kriterium bei der Wahl des Shops. Etwas bringt dir der zweite Link aber nur, wenn er ein Affiliate-Link ist und der Shop vergütet.

Wie verlinke ich einen Artikel in mehreren Shops, ohne jeden Link selbst zu bauen?

Von Hand suchst du den Artikel in jedem Shop, prüfst Variante und Preis und erstellst für jeden Shop einen Affiliate-Link in einem Programm, bei dem du angemeldet bist. Bei wyrld fügst du den Link zum Produkt einmal ein oder wählst es aus dem Katalog. wyrld sucht denselben Artikel in über 90.000 Partnershops und legt für jedes gefundene Angebot den Affiliate-Link an, ohne dass du dich bei einem Netzwerk anmeldest.

Warum sinkt mein EPC, obwohl ich mehr Klicks habe?

Der EPC ist ein Durchschnitt. Gehen die zusätzlichen Klicks auf günstige Produkte, auf Shops mit niedrigem Satz oder kommen sie aus Beiträgen, die vor allem unterhalten, sinkt er, auch wenn dein Verdienst insgesamt steigt. Rechne ihn deshalb je Produkt und je Shop, nicht nur für alles zusammen. Dann siehst du, welche Klicks dir wenig bringen.

Stand der Angaben:

Quellen

Diese Seite erklärt allgemein, wovon der Verdienst je Klick abhängt. Die Werte im Rechenbeispiel und in den Schritten sind angenommen und keine Zusage über Einnahmen. Welche Konditionen für ein Produkt gelten, steht im jeweiligen Partnerprogramm. Gelesen am :

Passende Fragen.

Dein eigener Shop, kostenlos für Creator.