Ratgeber · Für Creator: starten und verdienen
Wie verdiene ich als Creator Geld mit Affiliate-Links?
Mit Affiliate-Links verdienst du an Klicks oder Käufen, die über deinen Link in einem Shop entstehen: je nach Programm pro Klick (CPC), mit einer Provision auf den Kauf (CPA) oder mit beidem. Die Links bekommst du einzeln über Partnerprogramme und Affiliate-Netzwerke oder gebündelt über eine Creator-Plattform. Wer in Deutschland regelmäßig damit verdient, braucht in der Regel ein Gewerbe, und der Werbezweck der Links muss erkennbar sein.
Stand:
Mit wyrld bekommst du einen eigenen Creator-Shop mit Produkten aus 90.000+ Partnershops, die Affiliate-Links legt wyrld für dich an. Für Creator kostenlos.
So funktioniert ein Affiliate-Link
Ein Affiliate-Link ist ein Link zu einem Shop mit einer Kennung, an der der Shop erkennt, über wen jemand kommt. Ein Beispiel: Du zeigst in einer Story deine neue Jacke und setzt einen Link-Sticker. Zahlt der Shop pro Klick, bekommst du Geld für jedes Antippen, das er als gültigen Besuch wertet. Zahlt er pro Kauf, bekommst du eine Provision, wenn innerhalb einer Frist bestellt wird, die das Programm festlegt. Diese Frist heißt oft Cookie-Laufzeit.
Für deine Community ändert sich der Preis in der Regel nicht, die Vergütung zahlt der Shop. Wie die Provision berechnet wird, etwa vom Nettowert ohne Umsatzsteuer und Versand, und was bei Retouren passiert, steht in den Bedingungen des jeweiligen Programms.
Drei Wege zu Affiliate-Links
| Weg | Anmeldung | Gut für | Worauf achten |
|---|---|---|---|
| Partnerprogramm eines Shops | bei jedem Shop einzeln | wenige Lieblingsshops | eigene Bedingungen und Abrechnung je Shop |
| Affiliate-Netzwerk | beim Netzwerk, dazu meist eine Freigabe je Shop | viele Shops, wenn du die Links selbst pflegst | Shops können dich ablehnen, Abrechnung je Netzwerk |
| Creator-Plattform | einmal bei der Plattform | viele Shops ohne Einzelanmeldung | die Plattform behält einen Teil der Vergütung |
Was ein Monat bringen kann: ein Rechenbeispiel
| Posten | Rechnung | Betrag |
|---|---|---|
| Klickvergütung | 400 Klicks × 0,02 € | 8,00 € |
| Provision auf Käufe | 5 Jacken × 80 € netto × 10 % | 40,00 € |
| Retoure | 1 Jacke × 80 € × 10 % | −8,00 € |
| Verdienst im Monat | 8 € + 40 € − 8 € | 40,00 € |
Angenommen, 400 Menschen tippen in einem Monat auf deinen Link zur Jacke, fünf kaufen sie für je 80 € netto, und eine geht zurück. Der Shop zahlt in diesem Beispiel 2 Cent pro Klick und 10 % auf den Nettowert, für Retouren fällt die Provision weg. Alle Werte sind Annahmen, keine Konditionen eines bestimmten Shops.
Die Retoure kostet im Beispiel nur Provision, die Klickvergütung bleibt. Zahlt ein Shop nur pro Kauf, fällt die erste Zeile weg. Zahlt er nur pro Klick, bleiben die 8 €. Auch nach der Retoure bringen die Käufe hier viermal so viel wie die Klicks. Deshalb lohnt sich der Link vor allem dort, wo deine Community ohnehin fragt, wo etwas her ist, und bei Produkten, die du selbst nutzt und immer wieder zeigst.
Was du vorher klären solltest
- Gewerbe: Wer regelmäßig und mit Gewinnabsicht mit Links verdient, gilt laut den Finanzverwaltungen von Nordrhein-Westfalen und Bayern in der Regel als gewerblich tätig. Dann meldest du ein Gewerbe an und schickst innerhalb eines Monats nach dem Start den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung über ELSTER ans Finanzamt. Wer nur in Einzelfällen etwas einnimmt, erzielt laut dem Bayerischen Landesamt für Steuern sonstige Einkünfte, die ab insgesamt 256 Euro im Jahr steuerpflichtig sind.
- Steuern: Laut Finanzverwaltung NRW können alle Einnahmen als Influencer steuerpflichtig sein, auch die aus Affiliate-Links. Hat dein Gesamtumsatz im Vorjahr 25.000 € nicht überschritten und überschreitet er im laufenden Jahr 100.000 € nicht, sind deine Umsätze nach § 19 Abs. 1 UStG steuerfrei, wenn du in Deutschland ansässig bist. Im Jahr, in dem du anfängst, gilt laut dem Hessischen Ministerium der Finanzen die Grenze von 25.000 €, nicht die von 100.000 €. Als Kleinunternehmer weist du dann keine Umsatzsteuer aus, es sei denn, du verzichtest auf die Regelung (§ 19 Abs. 3 UStG).
- Kennzeichnung: Den kommerziellen Zweck deiner Links musst du kenntlich machen, wenn er sich nicht schon aus den Umständen ergibt (§ 5a Abs. 4 UWG). Die Medienanstalten empfehlen für Affiliate-Links ein Sternchen am Link und eine kurze Erläuterung direkt daneben. Stammt der Link aus einer Kooperation mit der Marke, gehört „Werbung“ oder „Anzeige“ dazu.
- Bedingungen: Lies vor der Anmeldung die Teilnahmebedingungen. Dort steht, ob das Programm auch Privatpersonen nimmt, wann und ab welchem Betrag es auszahlt und ob du Rechnungen schreibst oder eine Gutschrift bekommst, also eine Abrechnung, die das Programm für dich ausstellt.
So ist es bei wyrld
Bei wyrld baust du dir einen eigenen Shop mit den Produkten, die du selbst nutzt, aus über 90.000 Partnershops, Amazon eingeschlossen. Die Affiliate-Links erstellt wyrld für dich, bei Netzwerken meldest du dich nicht selbst an. Den Link zu deinem Shop setzt du in deine Bio, ein Link für alle Produkte. Findet wyrld ein Produkt in mehreren Shops, sieht deine Community die Angebote mit Preis nebeneinander und kauft direkt beim Shop, ohne Aufpreis.
Du verdienst je nach Shop pro Klick, pro Kauf oder beides. wyrld arbeitet laut Creator-AGB nur mit Unternehmern nach § 14 BGB, in jeder Rechtsform, Kleinunternehmer eingeschlossen. Am Anfang jedes Monats rechnet wyrld den Vormonat per Gutschrift ab, die Rechnung schreibst also nicht du. Provisionen aus Käufen zahlt wyrld aus, sobald der Shop bzw. das Partnerprogramm sie an wyrld gezahlt hat. Für Creator ist wyrld kostenlos, wyrld verdient an den Vergütungen der Shops mit.
Häufige Fragen.
Wie viel verdient man mit Affiliate-Links?
Das hängt vom Shop, vom Produkt und von deiner Community ab, denn jeder Shop legt seine Konditionen selbst fest. Rechnen kannst du so: Klicks mal Vergütung pro Klick, dazu Käufe mal Warenkorb netto mal Provisionssatz, abzüglich Retouren. Laut LTK-FAQ bieten die Marken dort in der Regel 10 bis 25 % Provision. Bei wyrld siehst du im Dashboard, was ein Produkt dir bringt.
Brauche ich viele Follower für Affiliate-Links?
Das legt jedes Programm selbst fest. Manche verlangen eine Mindestzahl: Laut der deutschen LTK-FAQ brauchen Creator dort mindestens 5.000 Follower. Die Creator-AGB von wyrld nennen keine Mindestzahl. Für den Verdienst zählen am Ende Klicks und Käufe, nicht die Followerzahl.
Zahlt meine Community über meinen Link mehr?
Normalerweise nicht. Der Affiliate-Link zeigt dem Shop nur, über wen jemand kommt, und die Vergütung zahlt der Shop. Was jemand am Ende zahlt, hängt vom Shop ab, in dem gekauft wird, dazu von Versand und Aktionen. Bei wyrld kauft deine Community direkt beim Shop, ohne Aufpreis.
Wann bekomme ich das erste Geld aus Affiliate-Links?
Kaufprovisionen stehen in der Regel auf „offen“, bis feststeht, dass die Bestellung bleibt. Allein die Widerrufsfrist beträgt bei Online-Käufen in Deutschland meist 14 Tage ab Erhalt der Ware (§ 355 Abs. 2, § 356 Abs. 2 BGB). Klickvergütungen sind bei manchen Programmen schneller da. wyrld rechnet am Anfang des Folgemonats ab und zahlt Provisionen aus Käufen aus, sobald der Shop bzw. das Partnerprogramm sie an wyrld gezahlt hat.
Stand der Angaben:
Quellen
Diese Seite erklärt Affiliate-Einnahmen, Steuern und Kennzeichnung allgemein und ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung. Das Rechenbeispiel beruht auf angenommenen Werten und ist keine Zusage über Einnahmen. Was für dich gilt, klärst du mit deiner Steuerberatung. Gelesen am :
- LTK: FAQs (deutsche Seite)
- Finanzverwaltung NRW: Influencer
- Bayerisches Landesamt für Steuern: Ich bin Influencer, muss ich Steuern zahlen? (Stand August 2026, PDF)
- Hessisches Ministerium der Finanzen: Besteuerung von Influencerinnen und Influencern (Stand Juni 2026, PDF)
- Umsatzsteuergesetz, § 19 (Kleinunternehmer)
- Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, § 5a
- Die Medienanstalten: Leitfaden Werbekennzeichnung bei Online-Medien (Mai 2025, PDF)
- Bürgerliches Gesetzbuch, § 355 (Widerrufsrecht, 14 Tage)
- Bürgerliches Gesetzbuch, § 356 (Beginn der Widerrufsfrist)
- Bürgerliches Gesetzbuch, § 14 (Unternehmer)