Ratgeber · Für Shops und Marken
Welche Produktdaten braucht mein Shop, damit Creator und Preisvergleiche meine Produkte finden?
Am wichtigsten ist eine eindeutige Kennung: die GTIN, in Europa meist die 13-stellige EAN, für jede Farbe und Größe einzeln, dazu Marke und Herstellernummer (MPN). Daran lässt sich derselbe Artikel in verschiedenen Shops erkennen; Google schreibt: „Bei fehlender GTIN kann eine korrekte Produktzuordnung nicht sichergestellt werden.“ Dazu kommen ein Titel mit Variante, Bilder, der aktuelle Preis, der Grundpreis, wo die Preisangabenverordnung ihn verlangt, und die Verfügbarkeit. Ob Creator dein Produkt zeigen, entscheiden aber nicht die Daten, sondern die Creator.
Stand:
Mit wyrld Boost bringst du dein Budget sofort zu Creatorn, die deine Produkte zeigen, und zahlst nach Ergebnis.
Welche Angabe wofür zählt
| Angabe | Wofür | Worauf du achtest |
|---|---|---|
| GTIN (EAN) | denselben Artikel shopübergreifend erkennen | vom Hersteller, je Variante eine eigene, nie raten |
| Marke | Artikel zuordnen und filtern | der bekannte Markenname, bei Eigenmarken der Shopname |
| Herstellernummer (MPN) | Kennung neben oder statt der GTIN | vom Hersteller; bei Kleidung oft gleich für alle Größen |
| Titel | das Produkt eindeutig benennen | Marke, Produkt, Farbe, Größe oder Inhalt; bei Google bis 150 Zeichen |
| Farbe, Größe, Artikelgruppe | Varianten trennen und bündeln | jede Variante als eigener Artikel, gleiche Artikelgruppen-ID |
| Bilder | das Produkt auf einen Blick erkennen | Hauptbild ohne eingefügten Text, Preis, Logo oder Wasserzeichen |
| Preis | Angebote vergleichen | derselbe Betrag wie auf Produktseite und an der Kasse |
| Grundpreis | Pflichtangabe nach § 4 PAngV | bei Ware nach Gewicht, Volumen, Länge oder Fläche |
| Verfügbarkeit | Ausverkauftes nicht anbieten | stimmt mit der Produktseite überein |
Die Hinweise in der dritten Spalte folgen vor allem der Produktdatenspezifikation des Google Merchant Center, weil sie öffentlich und ausführlich ist. Andere Plattformen können eigene Feldnamen und Pflichtfelder haben. GTIN, Marke und MPN vergibt aber in der Regel der Hersteller, sie bleiben gleich, egal, welcher Shop den Artikel verkauft.
Saubere Daten sorgen dafür, dass dein Produkt richtig zugeordnet und neben anderen Shops gezeigt werden kann. Gepostet wird es dadurch noch nicht: Creator zeigen, was sie selbst nutzen oder wofür es einen Anlass gibt, etwa eine Kooperation oder eine Kampagne. Die eigentliche Arbeit ist, viele Creator gleichzeitig zu aktivieren und danach zu sehen, wer verkauft.
Woran Shops und Preisvergleiche denselben Artikel erkennen
Die GTIN (Global Trade Item Number) ist die Nummer unter dem Barcode, in Deutschland in der Regel 13-stellig. Laut GS1 Germany identifiziert sie jeden Artikel und jede Produktvariante weltweit „überschneidungsfrei“. Vergeben wird sie in der Regel vom Hersteller oder Markengeber. EAN ist der frühere Name derselben Nummer.
Die Nummer hängt am Artikel, nicht am Shop: Verkaufen mehrere Shops dasselbe Produkt, tragen ihre Angebote dieselbe GTIN, auch wenn sie den Produktnamen unterschiedlich schreiben. Fehlt die GTIN oder ist sie falsch, zeigt Google ein Produkt nach eigener Angabe womöglich nur eingeschränkt an.
Im Zweifel lieber keine GTIN als eine falsche. Google rät ausdrücklich, keine Werte zu raten oder zu erfinden, und warnt, dass falsche Kennungen zur Ablehnung führen können. Für Eigenmarken eines Shops gibt es laut Google in der Regel keine GTIN, dann gehört der Shopname ins Feld Marke. Stellst du selbst her, kommt eine eigene, eindeutige MPN dazu. Stellt ein anderer für dich her, nimmst du nach Googles MPN-Hilfe dessen MPN, falls es eine gibt, und keinen selbst ausgedachten Wert.
Für Varianten nennt Google die Regel, für Produktänderungen GS1 Germany:
- Jede Farbe und jede Größe ist eine eigene Variante mit eigener GTIN.
- Ändert sich der Nettoinhalt, zum Beispiel 200 statt 250 ml, braucht der Artikel eine neue GTIN.
- Dasselbe gilt für eine um mehr als 20 % größere Verpackung oder ein neu aufgebrachtes Gütesiegel.
- Ein völlig unverändertes Produkt, das wieder eingeführt wird, darf seine alte GTIN behalten.
Grundpreis: wann er Pflicht ist und wie er in den Feed kommt
Wer als Unternehmer Verbrauchern Waren in Fertigpackungen, offenen Packungen oder als Verkaufseinheiten ohne Umhüllung nach Gewicht, Volumen, Länge oder Fläche anbietet oder als Anbieter mit Preisen dafür wirbt, muss neben dem Gesamtpreis auch den Grundpreis angeben (§ 4 Abs. 1 PAngV). Ist der Grundpreis mit dem Gesamtpreis identisch, etwa bei genau 1 Liter, darf er entfallen. Mengeneinheit ist in der Regel 1 Kilogramm, 1 Liter, 1 Kubikmeter, 1 Meter oder 1 Quadratmeter (§ 5 Abs. 1 PAngV). Nur bei loser Ware erlaubt § 5 Abs. 2 PAngV auch 100 Gramm oder 100 Milliliter.
Ausnahmen stehen in § 4 Abs. 3 PAngV, darunter Waren unter 10 Gramm oder 10 Milliliter, kosmetische Mittel, die ausschließlich der Färbung oder Verschönerung von Haut, Haar oder Nägeln dienen, sowie Parfüms und parfümierte Duftwässer mit mindestens 3 Volumenprozent Duftöl und mindestens 70 Volumenprozent reinem Ethylalkohol. Für Pflegeprodukte wie Shampoo oder Duschgel nennt § 4 Abs. 3 PAngV keine eigene Ausnahme.
Rechenbeispiel: Eine 250-ml-Flasche Shampoo kostet 4,95 €. Der Grundpreis ist 4,95 € geteilt durch 0,25 Liter, also 19,80 € je Liter. Im Google Merchant Center trägst du dafür unit_pricing_measure „250 ml“ und unit_pricing_base_measure „1 l“ ein. Google verlangt das Feld in der EU für Produkte, die nach Gewicht, Volumen, Länge oder Fläche angeboten werden. Googles eigene Beispiele rechnen je 100 ml; außer bei loser Ware gehört in Deutschland nach § 5 Abs. 1 PAngV aber in der Regel 1 Liter bzw. 1 Kilogramm in die Basismenge.
So baust du einen sauberen Produktfeed
- GTINs vom Hersteller übernehmen. Stellst du selbst her und sollen deine Produkte auch im stationären Handel oder auf Marktplätzen stehen, bekommst du eigene Nummern bei GS1 Germany, nach eigener Angabe der offizielle Anbieter in Deutschland.
- Jede Variante als eigenen Artikel anlegen: eigene ID, eigene GTIN, Farbe und Größe in eigenen Feldern, dieselbe Artikelgruppen-ID für alle Varianten. Ein T-Shirt in drei Farben und drei Größen ergibt so neun Artikel.
- Nummern prüfen, bevor sie in den Feed gehen: die Prüfziffer mit dem Prüfziffernrechner von GS1 kontrollieren und keine internen Artikelnummern (SKU) ins GTIN-Feld schreiben. Die SKU dient laut GS1 Germany der internen Bestandsführung; Google empfiehlt sie für das Feld id.
- Titel nach festem Muster bauen: Marke, Produktlinie, Produkt, Variante, Inhalt. Werbetext, durchgehende Großbuchstaben und Symbole lässt du weg.
- Bilder vorbereiten: Das Hauptbild zeigt nur das Produkt, weitere Ansichten kommen ins Feld additional_image_link. Ab dem 31. Januar 2027 müssen Produktbilder bei Google mindestens 500 × 500 Pixel groß sein.
- Preis, Grundpreis und Verfügbarkeit aus derselben Quelle ziehen wie die Produktseite und den Feed nach Änderungen zeitnah neu erzeugen. Google verlangt, dass Preis und Verfügbarkeit mit deiner Website übereinstimmen.
- Dieselben Angaben auf die Produktseite bringen. Teilt ein Creator den Link zu deiner Produktseite, liegt kein Feed dabei, nur die Seite. Mit strukturierten Daten nach schema.org/Product (gtin13, brand, mpn, offers) sind Kennung, Preis und Verfügbarkeit auch dort maschinenlesbar.
Beispiel: ein Artikel im Feed
id: RS-250 title: Beispielmarke Repair Shampoo 250 ml brand: Beispielmarke gtin: 13-stellige GTIN vom Etikett mpn: BM-RS-250 item_group_id: BM-RS price: 4.95 EUR unit_pricing_measure: 250 ml unit_pricing_base_measure: 1 l availability: in_stock image_link: Adresse des Hauptbilds
So ist es bei wyrld
Mit wyrld Boost bringst du dein Budget sofort zu Creatorn, die deine Produkte zeigen. Du legst Produkte, Zeitraum und KPIs fest, zum Beispiel Käufe, Klicks, Watchtime oder Reichweite; viele Creator machen gleichzeitig mit, und ausgezahlt wird nach den erreichten KPIs. Für jede Kampagne bestimmst du, wo gekauft wird: nur in deinem Shop, auf Amazon oder mit Preisvergleich über die Shops, die dein Produkt führen. Ob ein Creator mitmacht, entscheidet er selbst, und Kampagnenvideos kennzeichnen die Creator als Werbung.
Mit dem Brand- und Shop-Abo siehst du jeden Tag, welche Creator deine Produkte zeigen, wer Klicks bringt und wer verkauft. Klicks misst wyrld über die Links, Käufe melden die Shops. Mit den Creatorn, die verkaufen, vereinbarst du eigene Konditionen. Preise für Abo und Boost gibt es auf Anfrage.
Zeigt ein Creator dein Produkt, erkennt wyrld es mit Marke, Name und Variante, zum Beispiel ein bestimmtes Parfum in 50 ml, und sucht denselben Artikel in über 90.000 Partnershops. Für jedes gefundene Angebot entsteht ein Affiliate-Link, und die Community sieht die Angebote mit Preis nebeneinander. Ist dein eigener Onlineshop über ein bestehendes Partnerprogramm bei einem der großen Affiliate-Netzwerke oder direkt mit wyrld angebunden, kann dein Angebot direkt neben dem Handel stehen.
Häufige Fragen.
Warum erscheint mein Produkt im Preisvergleich nicht neben anderen Shops?
Zuerst lohnt der Blick in die Daten: keine oder eine falsche GTIN, mehrere Varianten unter einer Nummer, ein Titel ohne Farbe, Größe oder Inhalt, oder Preis und Verfügbarkeit im Feed passen nicht zur Produktseite. Gleiche die GTIN mit der Verpackung ab, laut Google neben dem Hersteller die zuverlässigste Quelle. Wie eine Plattform zuordnet und sortiert, legt sie selbst fest.
Darf ich meine interne Artikelnummer als GTIN angeben?
Nein. Laut Google gehören interne Artikelnummern nicht in die Felder GTIN, Marke oder MPN. Deine SKU trägst du ins Feld id ein, dafür empfiehlt Google sie ausdrücklich. Eine Ausnahme gibt es: Stellst du ein Produkt ohne GTIN selbst her, rät Google zu einer eindeutigen Kennung deiner Wahl als MPN, zum Beispiel deiner Artikelnummer.
Brauchen Eigenmarken eine GTIN?
Für Google nicht unbedingt: Für Eigenmarken eines Shops gibt es laut Merchant-Center-Hilfe in der Regel keine GTIN. Dann gibst du den Shopnamen als Marke an, dazu eine eigene, eindeutige MPN, wenn du selbst herstellst, sonst die MPN des Herstellers, falls es eine gibt. Sollen deine Produkte auch im stationären Handel oder auf Marktplätzen stehen, ist die GTIN laut GS1 Germany für die Listung unerlässlich.
Muss bei Parfüm und Make-up ein Grundpreis stehen?
Nicht immer. § 4 Abs. 3 PAngV nimmt kosmetische Mittel aus, die ausschließlich der Färbung oder Verschönerung von Haut, Haar oder Nägeln dienen, außerdem Parfüms und parfümierte Duftwässer mit mindestens 3 Volumenprozent Duftöl und mindestens 70 Volumenprozent reinem Ethylalkohol. Für Pflegeprodukte wie Shampoo oder Duschgel nennt die Vorschrift keine eigene Ausnahme.
Kann ich eine alte GTIN für ein neues Produkt wiederverwenden?
Grundsätzlich nicht. Laut GS1 Germany bekommt seit dem 1. Januar 2019 eine GTIN, die einmal vergeben war, kein anderes Produkt mehr. Nummern aus dem Prototyp-Stadium eines Produkts, das nie in Produktion ging, dürfen nach 12 Monaten neu vergeben werden. Nummern, die vor dem 31.12.2018 inaktiv gesetzt wurden, dürfen noch ein einziges Mal an ein anderes Produkt gehen; GS1 rät aber dringend davon ab.
Stand der Angaben:
Quellen
Diese Seite erklärt Produktdaten und die Preisangabenverordnung allgemein und ersetzt keine Rechtsberatung. Die Regeln von Google und GS1 können sich ändern; maßgeblich ist jeweils deren aktuelle Fassung. Gelesen am :
- Google Merchant Center-Hilfe: GTIN [gtin]
- Google Merchant Center-Hilfe: Eindeutige Produktkennzeichnungen
- Google Merchant Center-Hilfe: Marke [brand]
- Google Merchant Center-Hilfe: MPN [mpn]
- Google Merchant Center-Hilfe: ID [id]
- Google Merchant Center-Hilfe: Titel [title]
- Google Merchant Center-Hilfe: Artikelgruppen-ID [item_group_id]
- Google Merchant Center-Hilfe: Bildlink [image_link]
- Google Merchant Center-Hilfe: Preis [price]
- Google Merchant Center-Hilfe: Verfügbarkeit [availability]
- Google Merchant Center-Hilfe: Mengeneinheit für Grundpreis [unit_pricing_measure]
- Google Merchant Center-Hilfe: Basismengeneinheit für Grundpreis [unit_pricing_base_measure]
- Google Search Central: strukturierte Daten nach schema.org/Product und Offer
- GS1 Germany: GTIN (Global Trade Item Number)
- GS1 Germany: SKU, GTIN, EAN, ASIN, ISBN und UPC Code
- Preisangabenverordnung, § 4 (Pflicht zur Angabe des Grundpreises)
- Preisangabenverordnung, § 5 (Mengeneinheit für den Grundpreis)