Ratgeber · Vorlagen und Rechner

Was gehört in ein Media Kit für Influencer?

Ein Media Kit ist deine Übersicht für Marken, am besten kurz, etwa ein bis zwei Seiten als PDF. Hinein gehören: wer du bist und worüber du postest, wer dir folgt (Alter, Länder, Geschlecht), Reichweite, Interaktionen und übliche Aufrufe je Format mit Zeitraum und Stand, dazu Beispiele, deine Angebote zur Zusammenarbeit und dein Kontakt. Preise stehen oft in einer eigenen Rate Card, also deiner Preisliste. Die Zahlen findest du in den Statistiken von Instagram, TikTok und YouTube.

Stand:

Mit wyrld bekommst du einen eigenen Creator-Shop mit Produkten aus 90.000+ Partnershops, die Affiliate-Links legt wyrld für dich an. Für Creator kostenlos.

Die Vorlage zum Ausfüllen

Ersetze alles in eckigen Klammern und lass Zeilen weg, die du nicht belegen kannst. Jede Zahl bekommt einen Zeitraum und das Datum, an dem du sie abgelesen hast. Die festen Zeiträume unterscheiden sich: Instagram bietet unter anderem 30 Tage, TikTok 28 Tage. Gib je Plattform an, welcher gilt. Für die üblichen Aufrufe je Format nimmst du den Median, also den mittleren Wert deiner letzten neun Beiträge im selben Format. Ein einzelnes virales Video verzerrt ihn kaum. Auf diesen Wert stützt sich später dein Preis, etwa über den TKP, also den Preis je 1.000 Aufrufe.

Bei der Kennzeichnung schreibst du nur, was du wirklich tust. Laut Leitfaden der Medienanstalten steht bei einem Bild- oder Textbeitrag mit Gegenleistung deutlich lesbar „Werbung“ oder „Anzeige“ zu Beginn. Gegenleistung ist dabei nicht nur Geld: Auch zugesandte Produkte oder übernommene Reisekosten können eine sein. In einem Video, in dem das Produkt die Hauptrolle spielt, steht „Werbung“ als Einblendung während des ganzen Videos. Zu einem Affiliate-Link gehört ein Sternchen mit Erläuterung direkt am Link. Abkürzungen wie „ad“ reichen dem Leitfaden nach nicht.

Seite 1: Profil, Zielgruppe und Zahlen

[Name] | Instagram [@handle] | TikTok [@handle] | YouTube [Kanal]
[Ein Satz, worüber du postest und für wen, z. B. „Alltagsmode und Drogerie-Make-up, vor allem Looks unter 50 €“]
[Stadt, Land] | Sprache: [Deutsch, Englisch]

Zielgruppe (laut Instagram-Insights, letzte 90 Tage, Stand [Datum])
Alter: [größte Altersgruppe] mit [Anteil] %
Länder: [Land 1] [Anteil] %, [Land 2] [Anteil] %, [Land 3] [Anteil] %
Geschlecht: [Verteilung]

Kennzahlen (Stand [Datum])
Instagram ([Zeitraum]): [Zahl] Follower, [Zahl] Betrachter, [Zahl] Interaktionen
TikTok ([Zeitraum]): [Zahl] Follower, [Zahl] Beitragsaufrufe, [Zahl] eindeutige Zuschauer
YouTube ([Zeitraum]): [Zahl] Abonnenten, [Zahl] Aufrufe; Zuschauer/Monat (28 Tage bis [Datum]): [Zahl]
Übliche Aufrufe je Format (Median der letzten 9 Beiträge): Reels [Zahl], Story-Slides [Zahl], TikTok-Videos [Zahl], YouTube-Videos [Zahl]
Engagement-Rate: [Wert] % (Interaktionen je Beitrag ÷ [Follower oder Betrachter], [Zeitraum])

Seite 2: Formate, Beispiele, Zusammenarbeit und Kontakt

Formate
[z. B. Reel, Story mit Link-Sticker, TikTok-Video, YouTube-Video, Livestream]
[Ein Satz je Format, z. B. „Reels: Try-on mit drei Looks, 30 bis 45 Sekunden“]

Beispiele
[2 bis 4 eigene Beiträge mit Link, Datum und den Zahlen dieses Beitrags]
[Frühere Kooperationen: Marke, Format, Monat, nur wenn der Vertrag das erlaubt]

Zusammenarbeit
Bezahlte Beiträge: [Formate], Preise in meiner Rate Card oder auf Anfrage
Affiliate-Links und Provision: [ja, nein] | Mein Shop: [Link zu deinem Creator-Shop]
Produkte zum Testen: [ja, nein, Bedingungen]
Nutzungsrechte für Anzeigen: [nach Absprache, mit Dauer und Kanälen]
Kennzeichnung: Beiträge mit Gegenleistung, auch für kostenlose Produkte, mit „Werbung“ (in Videos als Einblendung), Affiliate-Links mit * und Erläuterung

Kontakt
[E-Mail für Kooperationen] | [Management, falls vorhanden]

Wo du die Zahlen bei Instagram, TikTok und YouTube findest

InstagramTikTokYouTube
WoInsights in der App, auf instagram.com über „Dashboard“TikTok Studio, „Analyse“YouTube Studio, „Analytics“, Tab „Zielgruppe“ oder „Zuschauer“
Zeitraum7, 14, 30 oder 90 Tage oder eigener Zeitraum, höchstens 90 Tage zurück7, 28, 60 oder 365 Tage oder eigener ZeitraumDatumsauswahl; „Zuschauer/Monat“ zählt immer die 28 Tage bis zum Ende des gewählten Zeitraums
Reichweite„Betrachter“: Konten, die deine Inhalte gesehen habeneindeutige und wiederkehrende Zuschauer„Zuschauer/Monat“, „Einzelne Zuschauer“
ZielgruppeLänder, Städte, Alter, Geschlecht; ab über 100 erreichten KontenGeschlecht, Alter, Standort; laut TikTok teils aus VorhersagemodellenAlter und Top-Länder nach Anteil an der Wiedergabezeit, dazu Geschlecht
Sichernnur 90 Tage rückwirkend, also selbst notierenDownload für bis zu 365 Tage auf einmal„Aktuelle Ansicht exportieren“ im erweiterten Modus

Die Angaben zur Zielgruppe beruhen zum Teil auf Schätzungen. Instagram nennt einige seiner Kennzahlen „geschätzt und noch in Entwicklung“. Laut TikTok beruhen Geschlecht, Alter und Standort der Zuschauer eher auf Vorhersagemodellen als auf bestätigten Daten. YouTube nennt „Zuschauer/Monat“ eine geschätzte Zahl, und die Berichte zu Alter und Top-Ländern zeigen dort Anteile an der Wiedergabezeit, nicht an der Zahl der Zuschauer. Angaben wie Standort oder Geschlecht schränkt YouTube teils ein, etwa wenn ein Video oder Kanal im gewählten Zeitraum zu wenige Zugriffe hat. Ein Zeitraum von mehr als 30 Tagen kann laut YouTube-Hilfe dann mehr Daten zeigen.

Nenn im Media Kit deshalb Quelle und Bezugsgröße, etwa „laut Instagram-Insights, letzte 30 Tage, Stand 1. Oktober 2026“ oder „Alter nach Wiedergabezeit“, und gib Schätzungen nicht als genaue Messung aus. Die Menünamen können sich ändern: YouTube führt laut eigener Hilfe seit Juli 2026 nach und nach eine neue Oberfläche von YouTube Studio ein.

Engagement-Rate: zwei Rechenwege, zwei Ergebnisse

SchrittRechnungErgebnis
Interaktionen je Beitrag4.800 ÷ 10480
bezogen auf Follower480 ÷ 12.0004,0 %
bezogen auf Betrachter480 ÷ 8.0006,0 %

Die Engagement-Rate setzt Interaktionen ins Verhältnis zu Followern oder zur Reichweite. Die Tabelle rechnet mit angenommenen Zahlen: 10 Beiträge in 30 Tagen mit zusammen 4.800 Interaktionen, 12.000 Follower und im Schnitt 8.000 Betrachter je Beitrag. Dieselben Beiträge ergeben 4,0 % oder 6,0 %, je nachdem, worauf du die Interaktionen beziehst.

Formel und Zeitraum gehören deshalb direkt neben den Wert, etwa „4,0 % (Interaktionen je Beitrag ÷ Follower, letzte 30 Tage)“. Nennt eine Marke ihre eigene Formel, rechne mit ihrer. Was als Interaktion zählt, legt die Plattform fest: Bei Instagram gehören „Gefällt mir“, Kommentare, Teilen und Speichern dazu.

Was nicht ins Media Kit gehört

  • Screenshots, auf denen Namen, Profilbilder oder Nachrichten anderer zu sehen sind, etwa Kommentare oder Direktnachrichten (DMs). Schneide sie ab oder schwärze sie.
  • Zahlen ohne Zeitraum und Stand oder nach oben gerundet, etwa „100k“ bei 92.000 Followern.
  • Interne Zahlen früherer Kooperationen, die dir eine Marke genannt hat, zum Beispiel ihre Verkäufe oder eingelösten Rabattcodes, wenn sie nicht zugestimmt hat.
  • Markenlogos ohne Zustimmung der Marke, erst recht von Marken, mit denen du nie gearbeitet hast, und Kampagnenbilder, an denen du keine Rechte hast. Frühere Partner nennst du im Zweifel als Text.
  • Ausreißer als Normalwert, etwa die Aufrufe eines viralen Videos oder die Reichweite aus einer Gewinnspiel-Woche. Nenn solche Werte getrennt und mit Datum.
  • Private Angaben wie Wohnadresse, Steuernummer oder Kontodaten. Für die erste Anfrage reicht eine E-Mail-Adresse.

So ist es bei wyrld

Mit einem wyrld-Shop hast du einen Link für die Zeile „Zusammenarbeit“ in deinem Media Kit: Dort stehen die Produkte, die du selbst nutzt, in Collections geordnet und mit bis zu fünf eigenen Bildern je Produkt. Eine Marke sieht daran, was du empfiehlst und wie du es zeigst. Ein Produkt holst du in den Shop, indem du seinen Link einfügst: wyrld erkennt Marke, Name und Variante, sucht denselben Artikel in über 90.000 Partnershops und legt für jedes gefundene Angebot den Affiliate-Link an. Bei Netzwerken meldest du dich dafür nicht selbst an. Die Creator-AGB verlangen keine Exklusivität, den Shop kannst du also neben Programmen nennen, bei denen du schon bist.

Deine Community sieht die gefundenen Angebote mit Preis nebeneinander und kauft, wo sie möchte, direkt beim Shop und ohne Aufpreis. Laut Bitkom (2022) ist der günstigste Preis für 65 % der Online-Shopper in Deutschland ein entscheidendes Kriterium bei der Wahl des Shops. Je nach Shop verdienst du pro Klick, pro Kauf oder beides, abgerechnet am Anfang des Folgemonats per Gutschrift. Im Dashboard siehst du, was ein Produkt dir bringt, und verfolgst Klicks und Provision. Das hilft dir bei der Wahl, welche Produkte und Beiträge du im Media Kit als Beispiele zeigst. Für Creator ist wyrld kostenlos.

Steht in deinem Media Kit ein Management als Kontakt, kann es bei wyrld mitarbeiten: Es bekommt ein eigenes Dashboard, pflegt deinen Shop mit dir und sieht dieselben Zahlen wie du. Einen vereinbarten Provisionsanteil zwischen 0 und 100 % zieht wyrld bei der Monatsabrechnung von deinem Verdienst ab, das Management bekommt dafür eine eigene Gutschrift. Marken mit dem Brand- und Shop-Abo von wyrld sehen, welche Creator ihre Produkte zeigen und welche davon verkaufen. Über wyrld Boost bezahlen Marken außerdem Kampagnen, an denen viele Creator gleichzeitig mitmachen; ausgezahlt wird nach KPIs, die die Marke vorher festlegt. Ob du mitmachst, entscheidest du selbst, und Beiträge aus einer solchen Kampagne kennzeichnest du als Werbung.

FAQ

Häufige Fragen.

Wie lang sollte ein Media Kit sein?

Am besten kurz, etwa ein bis zwei Seiten als PDF. Eine Marke will schnell sehen, wer dir folgt, wie viele deine Inhalte sehen und was du anbietest. Verlinke deine Beispiele, statt sie als Bilder einzufügen. So bleibt die Datei klein, und die Beiträge lassen sich nachprüfen.

Kann ich ein Media Kit auch mit wenigen Followern erstellen?

Ja. Zeig dann vor allem Beispiele, Interaktionen und deine Themen. Instagram zeigt demografische Angaben erst, wenn du in einem voreingestellten Zeitraum über 100 Konten erreichst oder zur Interaktion anregst, Trends zu deinen Followern erst ab 100 Followern. Fehlen die Angaben noch, lass die Zeile weg, statt zu schätzen.

Gehören Preise ins Media Kit?

Das entscheidest du. Du kannst beides trennen: Das Media Kit zeigt, wer du bist und wen du erreichst, die Rate Card nennt Preise je Format. Preise hängen von Nutzungsrechten, Exklusivität und Zeitraum ab, deshalb ist ein eigenes Angebot je Anfrage oft genauer. Im Media Kit steht dann „Preise auf Anfrage“.

Wie oft sollte ich mein Media Kit aktualisieren?

Vor jeder Anfrage, wenn sich deine Zahlen deutlich verändert haben, sonst etwa einmal im Monat. Instagram zeigt Insights nur für die letzten 90 Tage, YouTube berechnet „Zuschauer/Monat“ über 28 Tage. Notier deine Zahlen deshalb regelmäßig mit Datum, dann kannst du auch zeigen, wie sie sich entwickeln.

Kann ich Screenshots aus meinen Statistiken ins Media Kit stellen?

Deine eigenen Statistiken kannst du zeigen. Achte darauf, dass keine Namen, Profilbilder oder Nachrichten anderer zu sehen sind, und lass den Zeitraum im Bild. Statt Screenshots kannst du die Daten auch exportieren: TikTok lässt dich bis zu 365 Tage auf einmal herunterladen, YouTube Studio bietet im erweiterten Modus „Aktuelle Ansicht exportieren“.

Wen nenne ich im Media Kit als Kontakt, wenn ich ein Management habe?

Den, der deine Kooperationen verhandelt. Vertritt dich ein Management, gehören der Name der Agentur und die E-Mail-Adresse hinein, über die Anfragen laufen sollen. So landen Angebote gleich an der richtigen Stelle. Deine eigene Adresse nennst du daneben nur, wenn ihr das so abgesprochen habt. Bei wyrld bekommt dein Management ein eigenes Dashboard, pflegt deinen Shop mit dir und sieht dieselben Zahlen wie du.

Stand der Angaben:

Quellen

Passende Fragen.

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