Ratgeber · Vorlagen und Rechner
Wie schreibe ich als Creator eine Marke für eine Kooperation an?
Schreib jede Marke einzeln an, über den Kontakt, den sie für Kooperationen oder Presse nennt, und fang mit einem ihrer Produkte an, das du wirklich nutzt. In die Nachricht gehören: wer dir folgt, die üblichen Aufrufe deiner Beiträge, eine konkrete Idee mit Format und Zeitraum und die Vergütung, die du dir vorstellst, also Honorar, Provision oder beides. Sag dazu, dass du den Beitrag als Werbung kennzeichnest. Kommt keine Antwort, fass nach etwa einer Woche einmal nach.
Stand:
Mit wyrld bekommst du einen eigenen Creator-Shop mit Produkten aus 90.000+ Partnershops, die Affiliate-Links legt wyrld für dich an. Für Creator kostenlos.
Was in die erste Nachricht gehört und was draußen bleibt
| Teil | Gehört rein | Bleibt draußen |
|---|---|---|
| Betreff | Marke, Format, Monat | nur „Kooperation?“ |
| Einstieg | ein Produkt der Marke, das du nutzt oder gezeigt hast | Lob, das zu jeder Marke passt, Rundmail-Anrede |
| Über dich | Thema, Kanal, wer dir folgt (Alter, Land) | deine ganze Vorgeschichte |
| Zahlen | übliche Aufrufe im Format, Link zum Media Kit | nur die Followerzahl, große Anhänge |
| Idee | ein Format mit Anlass und Zeitraum | „Lasst uns was zusammen machen“ |
| Vergütung | Honorar, Provision oder beides, Preis netto | ein Preis ohne Leistung dazu |
| Nutzung | Preis gilt für deinen Kanal | Anzeigenrechte ohne Aufpreis |
| Kennzeichnung | der Beitrag wird als Werbung gekennzeichnet | das Angebot, darauf zu verzichten |
| Schluss | eine Frage, auf die Ja oder Nein reicht | Druck wie „nur noch diese Woche“ |
Mit den üblichen Aufrufen ist ein Wert gemeint, der nicht an einem einzelnen viralen Video hängt. Am einfachsten nimmst du den Median: Sortier zum Beispiel die Aufrufe deiner letzten neun Reels der Größe nach, bei neun Werten ist der fünfte der Median. Wo du die Zahlen findest und wie ein Media Kit aufgebaut ist, steht im Ratgeber zum Media Kit.
Halt die ganze Nachricht so kurz, dass sie auf einen Handybildschirm passt. Wer sie liest, weiß dann nach einer Minute, wer schreibt, was du vorschlägst und was es kostet. Beim Preis schreibst du dazu, ob er netto gemeint ist. Nutzt du die Kleinunternehmerregelung (§ 19 UStG), weist du laut hessischer Finanzverwaltung keine Umsatzsteuer aus, dein Preis ist dann der Endbetrag. Sag auch, dass der Preis für die Veröffentlichung auf deinem Kanal gilt. Will die Marke den Beitrag als Anzeige schalten, machst du dafür ein eigenes Angebot.
Vorlagen für Erstkontakt, Provision und Nachfassen
Ersetze alles in eckigen Klammern und lösch, was nicht passt. Die erste Vorlage schlägt einen bezahlten Beitrag vor, die zweite fragt nach einem Partnerprogramm, also einer Provision auf Käufe über deinen Link. Die dritte ist das eine Nachfassen. Die vierte ist der Erstkontakt auf Englisch, für Marken mit internationalem Team. Sie nennt den Preis ohne Umsatzsteuer: Sitzt die Marke im Ausland, liegt der Ort deiner Leistung in der Regel dort, wo sie ihr Unternehmen betreibt (§ 3a Abs. 2 UStG), und deutsche Umsatzsteuer kommt nicht dazu.
Erstkontakt: bezahlte Kooperation
Betreff: Idee für [Marke]: [Format] im [Monat] Hallo [Vorname], ich bin [Name] und zeige auf [Kanal] [Thema]. Euer [Produkt] nutze ich seit [Zeitraum], zuletzt war es in [Beitrag mit Datum] zu sehen. Mir folgen vor allem [Altersgruppe] aus [Land]. Meine letzten neun Reels hatten im Median [Zahl] Aufrufe, alle Zahlen stehen in meinem Media Kit: [Link]. Meine Idee: [Format, z. B. ein Reel und drei Story-Slides] zu [Anlass oder Produkt], online im [Monat]. Dafür berechne ich [Betrag] Euro netto [oder: ohne Umsatzsteuer nach § 19 UStG (Kleinunternehmerregelung)]. Der Preis gilt für die Veröffentlichung auf meinem Kanal. Wollt ihr den Beitrag als Anzeige nutzen, mache ich dafür gern ein eigenes Angebot. Den Beitrag kennzeichne ich als Werbung. Passt das grundsätzlich zu euren Plänen? Dann schicke ich gern Details, sonst reicht ein kurzes Nein. Viele Grüße [Name] [Link zum Kanal], [E-Mail]
Anfrage auf Provision
Betreff: Partnerprogramm für Creator? Anfrage von [Name] Hallo [Vorname], ich empfehle auf [Kanal] regelmäßig [Thema] und habe euer [Produkt] schon gezeigt: [Link zum Beitrag]. Wenn mich jemand fragt, wo es das gibt, würde ich gern direkt zu euch verlinken. Habt ihr ein Partnerprogramm für Creator? Mich interessieren die Provision auf Käufe, wie lange ein Kauf nach dem Klick noch zählt (Cookie-Laufzeit) und wie ihr abrechnet. Meine Links kennzeichne ich als Affiliate-Links, Beiträge dazu als Werbung. Viele Grüße [Name] [Link zum Kanal], [Link zum Shop]
Nachfassen nach etwa einer Woche
Betreff: AW: [ursprünglicher Betreff] Hallo [Vorname], ich melde mich noch einmal wegen meiner Nachricht vom [Datum] zu [Idee in wenigen Worten]. Falls es gerade nicht passt, ist das in Ordnung, dann schreibe ich nicht noch einmal. Viele Grüße [Name]
Erstkontakt auf Englisch
Subject: Idea for [brand]: [format] in [month] Hi [first name], I’m [name] and I share [topic] on [channel]. I’ve been using your [product] since [period], most recently in [post with date]. Most of my followers are [age group] in [country]. My last nine Reels had a median of [number] views, and my media kit has all the numbers: [link]. My idea: [format, e.g. one Reel and three story slides] about [occasion or product], going live in [month]. My fee is [amount] euros excluding VAT [or: no VAT charged under the German small business scheme]. The fee covers publishing on my channel. If you’d like to use the post in your own ads, I’ll send a separate quote. I’ll label the post as an ad. Does this fit your plans? If so, I’m happy to send details. If not, a short no is fine. Best, [name] [link to channel], [email]
Wenn die Marke nur ein Produkt anbietet
Ein Produkt statt Geld ist für Kennzeichnung und Steuer keine Nebensache. Laut Leitfaden der Medienanstalten (Stand Mai 2025) kann schon das Überlassen eines zugesandten Produkts eine Gegenleistung sein, dein Beitrag ist dann Werbung. Bei Bild und Text steht „Werbung“ oder „Anzeige“ am Anfang. Steht das Produkt im Video im Mittelpunkt, etwa in einem Reel über genau dieses Produkt, blendest du während des ganzen Videos „Werbung“ ein. Kommt es nur am Rand vor, reicht ein Hinweis auf Produktplatzierung zu Beginn, bei kostenlos erhaltenen Produkten erst, wenn ihr Wert über 100 Euro liegt, auch zusammengerechnet für eine Marke. Zeigt das Video einen Rabattcode oder wo man das Produkt kaufen kann, ist es laut Leitfaden keine Produktplatzierung mehr, sondern Werbung.
Steuerlich setzt du das Produkt laut hessischer Finanzverwaltung (Stand Juni 2026) als Einnahme an, wenn du regelmäßig als Creator tätig bist, dafür wirbst und es danach behalten darfst, und zwar mit dem üblichen Endpreis, gemindert um übliche Preisnachlässe. Solche Sachzuwendungen lösen laut Finanzverwaltung grundsätzlich auch Umsatzsteuer aus. Musst du die Ware zurückschicken oder ist sie sehr wenig wert, kann es anders aussehen. Wie du daraus ein Gegenangebot rechnest, zeigt das Beispiel. Danach folgen drei Antworten zum Kopieren: ein Gegenangebot mit Honorar, das Produkt mit Affiliate-Link und eine freundliche Absage.
- Angenommen, eine Marke bietet dir eine Jacke an, die in ihrem Shop 120 Euro kostet, und wünscht sich dafür ein Reel.
- Dein Grundpreis für ein Reel liegt, ebenfalls angenommen, bei 450 Euro. Du nutzt die Kleinunternehmerregelung und berechnest keine Umsatzsteuer.
- Darfst du die Jacke behalten, setzt du sie als Einnahme an, hier ohne üblichen Preisnachlass, also mit 120 Euro.
- Dein Gegenangebot: Jacke plus 330 Euro Honorar, zusammen 450 Euro. Berechnest du Umsatzsteuer, kann auch das Produkt Umsatzsteuer auslösen. Wie du das Angebot dann aufteilst, klärst du mit deiner Steuerberatung.
Antwort auf ein Gratisprodukt: Gegenangebot mit Honorar
Hallo [Vorname], danke, dass ihr an mich gedacht habt, [Produkt] passt gut zu meinem Kanal. Für einen geplanten Beitrag wie [Format] arbeite ich mit Honorar. Mein Vorschlag: Ich behalte [Produkt], dazu kommen [Betrag] Euro netto [oder: ohne Umsatzsteuer nach § 19 UStG (Kleinunternehmerregelung)], und ich zeige es in [Format] im [Monat]. Den Beitrag kennzeichne ich als Werbung. Reicht das Budget dafür gerade nicht, sag mir gern, was möglich ist. Viele Grüße [Name]
Antwort auf ein Gratisprodukt: Produkt plus Affiliate-Link
Hallo [Vorname], danke für das Angebot. Ohne Honorar mache ich es so: Ihr schickt mir [Produkt], ich teste es [Zeitraum], und wenn es mich überzeugt, zeige ich es in [Format] mit einem Affiliate-Link zu euch. Als Provision auf Käufe über den Link schlage ich [Prozent] % vor. Überzeugt mich das Produkt nicht, poste ich nichts darüber, sage euch das offen und schicke es auf Wunsch zurück. Zeige ich es, kennzeichne ich den Beitrag als Werbung und den Link als Affiliate-Link. Viele Grüße [Name]
Antwort auf ein Gratisprodukt: freundliche Absage
Hallo [Vorname], danke für das Angebot und dass ihr an mich gedacht habt. Produkte ohne Honorar nehme ich gerade nicht an, weil [Grund, z. B. jeder Beitrag für mich Konzept, Dreh und Schnitt bedeutet]. Plant ihr später eine bezahlte Kampagne, freue ich mich über eine Nachricht. Mein Media Kit und meine Preise: [Link]. Viele Grüße [Name]
Auf welchem Weg du schreibst und wie oft
Such auf der Website der Marke nach einem Kontakt für Presse, PR oder Kooperationen. Manche Marken lassen Kooperationen über eine Agentur oder ein Bewerbungsformular laufen. Steht dort ein solcher Weg oder eine eigene Adresse, nimm diesen Weg und nicht den Kundenservice. Eine kurze DM an das Markenkonto passt für eine erste Frage, etwa nach der richtigen Ansprechperson. Das Angebot mit Zahlen schickst du per E-Mail, dort lässt es sich weiterleiten und ablegen.
Dazu kommt das Wettbewerbsrecht. Nach § 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG ist Werbung per E-Mail oder anderer elektronischer Post ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung des Adressaten stets eine unzumutbare Belästigung. Anders als beim Telefon gilt das auch, wenn der Adressat ein Unternehmen ist, und eine Mindestzahl an Nachrichten nennt das Gesetz nicht. Eine Ausnahme in § 7 Abs. 3 betrifft Werbung an Kundschaft, deren Adresse ein Unternehmen beim Verkauf erhalten hat, und passt hier kaum. Ob eine Marke, die selbst eine Adresse für Kooperationen nennt, damit in Anfragen an diese Adresse eingewilligt hat, regelt das Gesetz nicht ausdrücklich. Nimm deshalb genau diesen Weg, schreib persönlich und schick keine Serienmails an gekaufte Adresslisten.
Bleibt es still, fass einmal nach, etwa eine Woche später, und lass es dann dabei. Werbung, obwohl erkennbar ist, dass die Gegenseite sie nicht wünscht, nennt § 7 Abs. 1 Satz 2 UWG ausdrücklich als unzumutbare Belästigung. Nach einer Absage schickst du dasselbe Angebot also nicht noch einmal.
Rechne damit, dass dein Gegenüber neu im Thema ist
der Handelsunternehmen in Deutschland arbeiten bereits mit Influencern zusammen. Weitere 9 % haben darüber nachgedacht.
Bitkom Research 2025, 505 Unternehmen aus Groß-, Einzel- und Kfz-Handel mit mindestens zehn BeschäftigtenDie Zahl betrifft Handelsunternehmen, also nicht jede Marke. Sie zeigt aber: Wer deine Nachricht liest, hat womöglich noch nie mit Creatorn gearbeitet. Erklär deshalb in einem Satz, wie die Zusammenarbeit abläuft, und biete einen Einstieg an, dem man leicht zustimmen kann: einen einzelnen Beitrag oder eine Provision auf Käufe über deinen Link. Befragt hat Bitkom Research Geschäftsführungen und Vorstände in den Kalenderwochen 11 bis 19 des Jahres 2025.
So ist es bei wyrld
Dein wyrld-Shop zeigt einer Marke, was du wirklich empfiehlst: Produkte, die du selbst nutzt, aus über 90.000 Partnershops, geordnet in Collections und mit bis zu fünf eigenen Bildern je Produkt. Setz den Shop-Link in deine Anfrage. Dann sieht die Marke auf einen Blick, welche ihrer Produkte oder welche aus ihrer Kategorie du schon zeigst.
Für eine Vergütung über Affiliate-Links musst du bei wyrld nicht jede Marke einzeln nach einem Partnerprogramm fragen. Fügst du in deinem Shop den Link zu einem Produkt ein, erkennt wyrld Marke, Name und Variante, sucht denselben Artikel in den Partnershops und legt für jedes gefundene Angebot den Affiliate-Link an, ohne dass du dich bei einem Netzwerk anmeldest. Findet wyrld den Artikel in mehreren Partnershops, sieht deine Community die Angebote mit Preis nebeneinander und kauft, wo sie möchte, direkt beim Shop und ohne Aufpreis. Laut Bitkom (2022) ist der günstigste Preis für 65 % der Online-Shopper in Deutschland ein entscheidendes Kriterium bei der Wahl des Shops. Je nach Shop verdienst du pro Klick, pro Kauf oder beides, abgerechnet monatlich per Gutschrift. Die persönliche Anfrage brauchst du dann vor allem für bezahlte Beiträge.
Über wyrld Boost bezahlen Marken außerdem Kampagnen, die über viele Creator gleichzeitig laufen, ausgezahlt nach vorher festgelegten KPIs. Ob du mitmachst, entscheidest du selbst, eine Zusage, dass Kampagnen zu dir kommen, gibt es nicht. Die Creator-AGB verlangen keine Exklusivität, eigene Kooperationen und andere Partnerprogramme kannst du daneben weiter nutzen. Eine Grenze setzt § 6 Abs. 2 der Creator-AGB: Geschäftsbeziehungen zu Marken, die du über wyrld kennengelernt hast, führst du nicht unter Umgehung von wyrld weiter, um Provisionen an der Plattform vorbei zu verdienen. Arbeitest du mit einem Management, bekommt es ein eigenes Dashboard und pflegt deinen Shop gemeinsam mit dir. Einen Provisionsanteil, den ihr vereinbart, zieht wyrld von deinem Verdienst ab, und dein Management bekommt dafür eine eigene Gutschrift. Für Creator ist wyrld kostenlos.
Häufige Fragen.
Wie viele Follower brauche ich, um Marken anzuschreiben?
Eine feste Grenze gibt es nicht, jede Marke entscheidet selbst. Manche Programme verlangen eine Mindestzahl an Followern, andere nicht. Mehr sagen der Marke die üblichen Aufrufe deiner Beiträge, wer dir folgt und ob du Produkte aus ihrer Kategorie schon gezeigt hast. Mit einer kleinen Community kann eine Anfrage auf Provision der leichtere Einstieg sein als ein Honorarangebot.
Soll ich Marken per DM oder per E-Mail anschreiben?
Per DM fragst du am besten nur nach der richtigen Ansprechperson. Das Angebot mit Idee, Zahlen und Preis schickst du per E-Mail an den Kontakt, den die Marke für Kooperationen oder Presse nennt. Dort lässt es sich weiterleiten, und wer über das Budget entscheidet, sieht alles in einer Nachricht.
Kann mein Management Marken für mich anschreiben?
Ja. Dein Management schreibt dann in deinem Auftrag und sagt im ersten Satz, wen es vertritt. Der Rest folgt den Vorlagen: dein Kanal, wer dir folgt, die üblichen Aufrufe, eine Idee mit Preis. Preis, Nutzung und Kennzeichnung als Werbung stimmt ihr vorher ab. Bei wyrld hat dein Management ein eigenes Dashboard und pflegt deinen Shop mit dir, etwa bevor es den Shop-Link in eine Anfrage setzt.
Kann ich mehrere Marken aus derselben Branche gleichzeitig anfragen?
Ja. Schreib jede Nachricht einzeln und mit Bezug auf die Produkte genau dieser Marke. Sagt eine Marke zu, prüf vor weiteren Zusagen, ob ihr Vertrag Exklusivität verlangt, also für eine bestimmte Zeit keine Beiträge für Konkurrenzmarken. Beiträge für eine zweite Marke aus derselben Kategorie passen dann erst danach.
Soll ich in der ersten Nachricht schon meinen Preis nennen?
Schlägst du ein bezahltes Format vor, ja, als Betrag für genau dieses Format, netto oder mit dem Hinweis, dass du wegen der Kleinunternehmerregelung keine Umsatzsteuer berechnest. Die gilt nach § 19 UStG, wenn dein Gesamtumsatz im Vorjahr höchstens 25.000 Euro betrug und im laufenden Jahr 100.000 Euro nicht übersteigt, außer du verzichtest darauf. Im ersten Jahr gilt laut hessischer Finanzverwaltung die Grenze von 25.000 Euro.
Darf ich eine Marke einfach per E-Mail anschreiben?
Werbung per E-Mail oder anderer elektronischer Post ist ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung nach § 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG eine unzumutbare Belästigung, auch wenn der Adressat ein Unternehmen ist. Ob eine Marke, die selbst eine Adresse für Kooperationsanfragen nennt, damit eingewilligt hat, sagt das Gesetz nicht ausdrücklich. Nimm deshalb diesen Kontakt, schreib keine Serienmails und fass höchstens einmal nach. Bei Zweifeln hilft eine Rechtsberatung.
Stand der Angaben:
Quellen
Diese Seite erklärt Kennzeichnung, Steuer und Wettbewerbsrecht allgemein und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Was für dich gilt, klärst du mit deiner Steuer- oder Rechtsberatung. Gelesen am :
- Die Medienanstalten: Leitfaden Werbekennzeichnung bei Online-Medien (Mai 2025, PDF)
- Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, § 7 (unzumutbare Belästigungen)
- Hessisches Ministerium der Finanzen: Leitfaden zur Besteuerung von Influencern (Stand Juni 2026, PDF)
- Umsatzsteuergesetz, § 19 (Besteuerung der Kleinunternehmer)
- Umsatzsteuergesetz, § 3a (Ort der sonstigen Leistung)
- Bitkom: Studienbericht Digitaler Handel in Deutschland (2026, PDF)
- Bitkom: Inflation setzt Online-Shopper unter Druck (22.11.2022, 1.123 Befragte)