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Sind Affiliate-Links auf Pinterest erlaubt?

Ja. Pinterest erlaubt Affiliate-Links in Pins nach eigenen Affiliate-Richtlinien: ein authentisches Konto, originelle Inhalte mit Mehrwert, Offenheit über den kommerziellen Zweck und keine Affiliate-Pins in Massen. Für kommerzielle Nutzung verlangen die Pinterest-AGB ein Unternehmenskonto. Manche Weiterleitungen und Linkkürzer blockiert Pinterest, verlinke also möglichst direkt. In Deutschland kennzeichnest du Affiliate-Pins zusätzlich: laut Medienanstalten mit Sternchen und Erläuterung direkt am Link, und wirbt der Pin für das Produkt, mit „Werbung“ am Anfang.

Stand:

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Was Pinterest bei Affiliate-Pins verlangt

Pinterest regelt Affiliate-Links in den Richtlinien für kommerzielle Inhalte und Markeninhalte (Stand April 2025). Dort steht, dass Affiliate-Links Creatorn helfen, sich für ihre Arbeit bezahlen zu lassen, und dass es „in Ordnung“ ist, wenn Unternehmen über klickbasierte Zahlungsstrukturen wie Affiliate-Links bezahlen. Zugleich warnt Pinterest vor Spammern, die Affiliate-Programme missbrauchen, um Pinterest zu manipulieren. Bei Verstößen kann Pinterest Inhalte oder Konten entfernen, ihre Verbreitung einschränken oder sie sperren.

Die Affiliate-Richtlinien verweisen außerdem auf die Regeln für bezahlte Partnerschaften, die für Affiliates ebenfalls gelten. Markierst du Produkte im Pin (bis zu fünf Produkt-Tags sind möglich), gelten dafür ebenfalls die Affiliate-Richtlinien und zusätzlich Pinterests Richtlinien für Shops. Was das für deine Affiliate-Pins heißt:

  • Unternehmenskonto: Für kommerzielle Nutzung verlangen die Pinterest-AGB ein Unternehmenskonto (Ziffer 2 c).
  • Ein echtes Konto: Die deutsche Fassung der Richtlinien erlaubt nur ein Pinterest-Konto, die englische nennt das den Regelfall. Fake-Konten, die deine Affiliate-Links erstellen oder merken, sind verboten.
  • Originelle Inhalte mit eindeutigem Mehrwert, zum Beispiel dein eigenes Foto vom Produkt im Einsatz.
  • Offen sagen, dass Pin und Link kommerziell sind und wie sich der Link verhält.
  • Keine Gegengeschäfte: Bitte niemanden, sich deine Affiliate-Pins gegen eine Gegenleistung zu merken oder Pins mit deiner Affiliate-Kennung zu erstellen.
  • Kein künstlicher Traffic: Algorithmen und Besuche nicht manipulieren. Wer oft oder in großen Mengen Affiliate-Pins erstellt, beachtet die Spam-Richtlinie und setzt Affiliate-Links in Maßen ein.

Welche Links Pinterest blockiert

Laut Pinterest-Hilfe sperrt Pinterest manchmal Links, die auf andere Seiten weiterleiten oder irreführende, unangemessene oder spamartige Inhalte haben, und erlaubt bestimmte Weiterleitungen und URL-Kürzer nicht. Welche das sind, steht dort nicht, und auch die Affiliate-Richtlinien sagen nur: „Einige Linkkürzungsdienste werden derzeit auf Pinterest nicht unterstützt.“ Die Community-Richtlinien (Stand Mai 2026) wollen „keine Überraschungen“: Wer den Pin sieht, soll vorher wissen, wohin der Link führt, und Links mit unnötigen oder irreführenden Weiterleitungen werden blockiert. Die Fassung ab 12. November 2026 bezieht das ausdrücklich auf Pin-Links und auf URLs im Profil. Läuft dein Affiliate-Link über eine Weiterleitung zum Shop, tippe nach dem Veröffentlichen selbst auf den Pin und prüf, ob er dort ankommt, wo das Bild hinzeigt.

Link ändern: reparieren ja, umlenken nein

Je nach Pin kannst du laut Pinterest-Hilfe Titel, Beschreibung, Link und Pinnwand nach dem Veröffentlichen ändern. Bild, Video und Ton dagegen nicht, dafür brauchst du einen neuen Pin. Links änderst du nur an Pins, die du selbst erstellt hast, nicht an gemerkten.

Die Community-Richtlinien (Stand Mai 2026) zählen die „Umleitung bestehender Pins an neue Ziele“ zu den Taktiken, mit denen man Klicks unzulässig beeinflusst. Nutz das Bearbeiten also, um einen kaputten Link zum selben Produkt zu reparieren, und mach für ein anderes Produkt einen neuen Pin. In der Fassung ab 12. November 2026 fehlt dieses Beispiel. Dafür steht dort ausdrücklich, dass du keine irreführenden Pins erstellen sollst, und Inhalte mit irreführenden Weiterleitungen auf schädliche oder irrelevante Seiten schränkt Pinterest ein oder entfernt sie.

  1. Öffne den Pin, den du selbst erstellt hast.
  2. Tippe auf das Drei-Punkte-Symbol und dann auf „Pin bearbeiten“, am Computer klickst du auf das Bearbeiten-Symbol.
  3. Trag im Feld „Webseite“ die neue Adresse ein, möglichst direkt die Zielseite ohne Kürzer.
  4. Speichere mit „Speichern“, in der App mit „Fertig“.
  5. Öffne den Pin danach in App und Browser und tippe auf den Link, um zu sehen, wo er landet.

So kennzeichnest du Affiliate-Pins in Deutschland

Pinterest (Richtlinien, Hilfe)Medienanstalten (Mai 2025)
Affiliate-Linkoffen mit dem kommerziellen Charakter umgehenSternchen (*) und Erläuterung direkt am Link
Bezahlte KooperationOffenlegung, etwa #anzeige oder Label„Werbung“ oder „Anzeige“ deutlich lesbar zu Beginn
Label der Plattform„Bezahlte Partnerschaft“reicht allein, wenn es „Werbung“, „Anzeige“ oder „bezahlte Werbepartnerschaft“ lautet und gut erkennbar ist
Abkürzungenenglische Fassung nennt #ad„ad“ reicht nicht
Bild ohne Textin den Richtlinien nicht genanntdeutlich sichtbarer Hinweis im Bild

Wer im Europäischen Wirtschaftsraum lebt und kommerzielle Inhalte postet, muss laut Pinterest den kommerziellen oder werblichen Zweck eindeutig angeben und die Funktionen nutzen, die Pinterest dafür bereitstellt, etwa ein Hashtag oder ein Label. In Deutschland verlangt § 6 Abs. 1 Nr. 1 DDG, dass kommerzielle Kommunikation klar als solche zu erkennen ist. Nach § 5a Abs. 4 UWG handelt außerdem unlauter, wer den kommerziellen Zweck nicht kenntlich macht, sofern er sich nicht unmittelbar aus den Umständen ergibt und das Verschweigen geschäftliche Entscheidungen beeinflussen kann. Wie das praktisch aussieht, beschreiben die Medienanstalten in ihrem Leitfaden vom Mai 2025. Er ist kein Gesetz, gibt aber wieder, wie die Medienanstalten als Aufsicht die Regeln anwenden.

Ein Pin hat für den Link ein eigenes Feld, einen Linktext für das Sternchen gibt es nicht. Naheliegend ist das Sternchen am Titel und die Erläuterung gleich am Anfang der Beschreibung. Empfiehlst du das Produkt im Pin, setz außerdem „Werbung“ an den Anfang des Titels: Kaufaufrufe, Preise, Bezugsquellen und die Kombination mit Affiliate-Links nennt der Leitfaden als Hinweise auf Werbeabsicht.

Nach dem Leitfaden muss die Kennzeichnung auf allen Geräten, in App und Browser, ohne Scrollen oder Ausklappen erkennbar sein, und ein reiner Bildbeitrag ohne Text braucht einen deutlich sichtbaren Hinweis im Bild. Prüf deshalb, was von deinem Pin ohne Antippen zu sehen ist, und setz den Hinweis im Zweifel beim Erstellen als Text-Overlay aufs Bild. Ist dein Pin ein Video aus einer Kooperation und steht das Produkt im Mittelpunkt, nennt der Leitfaden für Videos eine gut lesbare Einblendung „Werbung“ oder „Werbevideo“ während des ganzen Videos.

Affiliate-Pin

Titel: Werbung | [Produkt] in [Farbe]*
Beschreibung: *Affiliate-Link: [Kaufst / Klickst oder kaufst] du über diesen Link, bekomme ich eine Vergütung. Für dich entstehen keine Mehrkosten. [Ein Satz, wofür du das Produkt nutzt]
[„Klickst oder kaufst“ nur, wenn das Programm auch Klicks bezahlt. Den Satz zu den Mehrkosten nur, wenn der Preis über den Link gleich bleibt.]

Pin aus einer bezahlten Kooperation

Titel: Werbung | [Produkt] von [Marke]
Beschreibung: Werbung für [Marke]. [Was du zeigst, in einem Satz]
Auf dem Bild, bei Video-Pins während des ganzen Videos: „Werbung“ gut lesbar
In der App vor dem Veröffentlichen: Label für bezahlte Partnerschaft hinzufügen, [Marke] als Markenpartner wählen.

Das Label „Bezahlte Partnerschaft“ gibt es nur vor dem Veröffentlichen

Laut Pinterest-Hilfe ist das Tool für Kooperationen gedacht, die du mit einer Marke außerhalb von Pinterest vereinbart hast. Es steht nur in der App zur Verfügung, je Pin markierst du eine Marke, und nach dem Veröffentlichen lässt sich das Label nicht mehr hinzufügen. Den Namen der Marke zeigt der Pin erst, wenn sie die Markierung genehmigt; ist die Marke nicht auf Pinterest, steht das Label ohne Namen da. Entfernst du die Markierung, kannst du sie nicht wieder hinzufügen.

Als alleinige Kennzeichnung lassen die Medienanstalten Plattform-Labels gelten, die „Werbung“, „Anzeige“ oder „bezahlte Werbepartnerschaft“ lauten und auch sonst gut erkennbar sind. „Bezahlte Partnerschaft“ steht nicht in dieser Aufzählung. Bei einer Kooperation gehst du deshalb sicherer, wenn du zusätzlich „Werbung“ an den Anfang von Titel oder Beschreibung schreibst. Für einen reinen Affiliate-Pin ohne Absprache mit der Marke ist das Tool nach der Beschreibung von Pinterest nicht gemacht, dort kennzeichnest du wie in der Vorlage „Affiliate-Pin“ oben.

  1. Tippe in der Pinterest-App unten auf das runde Pluszeichen und wähle „Pin“.
  2. Wähle mindestens ein Foto oder Video aus, bearbeite den Pin und tippe auf „Weiter“.
  3. Tippe neben „Erweiterte Einstellungen“ auf den Pfeil und aktiviere „Label für bezahlte Partnerschaft hinzufügen“.
  4. Tippe auf „Markenpartner hinzufügen“, wähle die Marke aus und bestätige im Fenster „Genehmigung erforderlich“ mit „Hinzufügen“.
  5. Prüf den Pin und tippe auf „Erstellen“. Erst nach dem Veröffentlichen geht die Anfrage an die Marke.

So ist es bei wyrld

Ziel deiner Pins kann dein eigener Shop unter wyrld.de sein, gleich nach der Anmeldung erreichbar, mit den Produkten, die du selbst nutzt. Die Arbeit pro Produkt ist ein Link: Du fügst ihn ein, wyrld erkennt Marke, Name und Variante, sucht denselben Artikel in über 90.000 Partnershops und legt für jedes gefundene Angebot automatisch den Affiliate-Link an. Bei Netzwerken meldest du dich nicht selbst an. Findet wyrld das Produkt bei mehreren Shops, sieht deine Community die Angebote mit Preis nebeneinander und kauft direkt beim Shop ihrer Wahl, ohne Aufpreis. Für 65 % der Online-Shopper in Deutschland ist der günstigste Preis laut Bitkom (2022) ein entscheidendes Kriterium bei der Wahl des Shops.

Pinterest verlangt originelle Affiliate-Inhalte. In deinem Shop zeigst du bis zu fünf eigene Bilder pro Produkt, zum Beispiel das Teil an dir oder in deiner Wohnung, und kannst dieselben Fotos für deine Pins nehmen. Schreib in die Beschreibung, dass der Link zu deinem Shop führt, dann weiß deine Community vorher, wohin er geht. Arbeitest du mit einem Management, pflegt es deinen Shop über ein eigenes Dashboard mit dir und sieht dieselben Zahlen. Einen vereinbarten Provisionsanteil zieht wyrld bei der Monatsabrechnung von deinem Verdienst ab, ihr bekommt getrennte Gutschriften. Die Creator-AGB von wyrld verlangen keine Exklusivität, deine Pins mit Links aus anderen Programmen kannst du von wyrld aus also behalten. Für Creator ist wyrld kostenlos.

Auch ein Pin, der zu deinem Shop führt, wird gekennzeichnet, denn dort stehen Affiliate-Links, und du verdienst je nach Shop pro Klick, pro Kauf oder beides, abgerechnet am Anfang des Folgemonats per Gutschrift. Deine Erläuterung nennt deshalb Klicks und Käufe, etwa Titel „Werbung | [Thema]*“ und Beschreibung „*Link zu meinem Shop mit Affiliate-Links: Ich verdiene je nach Shop an Klicks oder Käufen, dein Preis bleibt gleich.“ Über wyrld Boost bezahlen Marken außerdem Kampagnen, die über viele Creator laufen, nach vorher festgelegten KPIs. Ob du mitmachst, entscheidest du selbst, und Beiträge aus einer Kampagne kennzeichnest du als Werbung. Für die Kennzeichnung bist du als Creator selbst verantwortlich.

FAQ

Häufige Fragen.

Darf ich für Affiliate-Links ein zweites Pinterest-Konto anlegen?

Nach den Affiliate-Richtlinien besser nicht. Die deutsche Fassung sagt: „Du darfst nur ein Pinterest-Konto haben.“ Die englische nennt ein einziges Konto den Regelfall. Die Community-Richtlinien verbieten außerdem, mehrere Konten zu betreiben, um Pinterest zu manipulieren. Brauchst du ein Unternehmenskonto, kannst du laut Pinterest-Hilfe dein privates Konto umwandeln, deine Pins und Follower bleiben dabei erhalten.

Kann ich auf Pinterest Affiliate-Links aus mehreren Programmen nutzen?

Die Affiliate-Richtlinien von Pinterest nennen kein bestimmtes Programm. Für jeden Affiliate-Pin gelten dieselben Regeln: ein authentisches Konto, originelle Inhalte, Offenheit über den kommerziellen Zweck und Affiliate-Links in Maßen. Ob ein Programm nur seine eigenen Links erlaubt, steht in dessen Bedingungen. Die Creator-AGB von wyrld verlangen keine Exklusivität, von wyrld aus können Pins zu deinem Shop also neben Pins aus anderen Programmen stehen.

Reicht #ad als Kennzeichnung für Pinterest-Pins in Deutschland?

Nach dem Leitfaden der Medienanstalten nicht. Die englische Fassung der Pinterest-Richtlinien nennt #ad als Beispiel für eine Offenlegung, die deutsche #anzeige. Die Medienanstalten halten Abkürzungen wie „ad“ aber für nicht ausreichend und empfehlen „Werbung“ oder „Anzeige“, bei Affiliate-Links ein Sternchen mit Erläuterung direkt am Link.

Wie viele Affiliate-Pins darf ich auf Pinterest posten?

Eine feste Zahl nennen die Richtlinien nicht. Wer wiederholt Affiliate-Pins oder große Mengen an Pins erstellt, soll laut Pinterest die Spam-Richtlinie beachten und Affiliate-Links in Maßen verwenden. Inhalte, die repetitiv, irreführend oder irrelevant sind und nur Geld bringen sollen, zählen dort zu Spam.

Brauche ich ein Unternehmenskonto für Affiliate-Links auf Pinterest?

Wenn du mit Affiliate-Pins Geld verdienen willst, nach den Pinterest-AGB ja. Ziffer 2 c (gültig seit 30. April 2025) verlangt für kommerzielle Nutzung ein Unternehmenskonto und die Zustimmung zu den AGB für Unternehmen. Affiliate-Pins bewerben Produkte und fallen damit unter die Richtlinien für kommerzielle Inhalte. Das Konto ist laut Pinterest-Hilfe kostenlos und gibt dir Zugriff auf Analysen zu deinen Pins.

Reicht ein Werbehinweis in meinem Pinterest-Profil?

Laut Medienanstalten nicht. Ein pauschaler Hinweis, dass ein Account insgesamt Werbung enthält, genügt nach ihrem Leitfaden nicht, gekennzeichnet wird der werbliche Beitrag selbst. Auf Pinterest bekommt also der einzelne Affiliate-Pin sein Sternchen mit Erläuterung und der einzelne Pin aus einer Kooperation den Hinweis „Werbung“.

Stand der Angaben:

Quellen

Passende Fragen.

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