Ratgeber · Für Shops und Marken
Wie mache ich Creator-Marketing nach Ergebnis, wenn meine Marke vor allem über den Handel verkauft?
Verkauft deine Marke vor allem über den Handel, verlinken Creator auf die Onlineshops deiner Handelspartner. Hat ein Shop ein Partnerprogramm, zahlt er die Provision, nicht du. Dass Creator gerade dein Produkt zeigen, stellt das Programm allein nicht sicher. Die eigentliche Arbeit ist, viele Creator gleichzeitig zu aktivieren und zu sehen, wer verkauft. Dafür zahlst du ein eigenes Kampagnenbudget nach vereinbarten Kennzahlen wie Klicks, gemeldeten Käufen oder Reichweite aus. Links mit Provision sind in der Regel zu kennzeichnen.
Stand:
Mit wyrld Boost bringst du dein Budget sofort zu Creatorn, die deine Produkte zeigen, und zahlst nach Ergebnis.
Wo in Deutschland online gekauft wird
der Menschen ab 16 in Deutschland, die online einkaufen, bestellen häufig auf großen Online-Marktplätzen. In Onlineshops großer Handelsunternehmen sind es 40 %.
Bitkom Research, Befragung KW 40 bis 41 2025, 1.072 Online-Shopper ab 16 Jahren, Mehrfachnennungen, Abb. 2kaufen häufig in den Onlineshops von Herstellern ein.
Bitkom Research, Befragung KW 40 bis 41 2025, 1.072 Online-Shopper ab 16 Jahren, Mehrfachnennungen, Abb. 2der Menschen ab 16 in Deutschland, die das Internet nutzen, kaufen über soziale Netzwerke ein, auch über Weiterleitungen in externe Shops. Bei den 16- bis 29-Jährigen sind es 48 %.
Bitkom Research, Befragung KW 40 bis 41 2025, 1.120 Internetnutzende ab 16 JahrenEin Link in den Handel führt also dorthin, wo viele ohnehin bestellen. Nach Ergebnis bezahlen kannst du auch ohne eigenen Onlineshop. Vorher klären musst du zweierlei: wer Klicks und Käufe zählt und bezahlt, und wie Creator überhaupt dazu kommen, dein Produkt zu zeigen.
Wer bezahlt, wenn der Handel verkauft
Ein Partnerprogramm (Affiliate-Programm) ist das Angebot eines Shops, Partnern für vermittelte Klicks oder Käufe eine Vergütung zu zahlen. Nicht jeder Shop hat eines. Prüf das für jeden Handelspartner, bevor du eine Kampagne darauf aufbaust.
Ein Beispiel: Eine Creatorin zeigt deine Bodylotion in ihrer Story und setzt einen Link-Sticker auf das Produkt im Onlineshop einer Drogeriekette. Kauft jemand darüber, zahlt die Drogeriekette eine Provision aus ihrem Partnerprogramm, nach ihren Sätzen und an den Partner, über den der Link läuft. Die Provision zahlst in diesem Fall nicht du, ihre Höhe bestimmst du aber auch nicht.
Warum das Partnerprogramm des Handels noch keine Creator bringt
Das Programm der Drogeriekette gilt meist für ihr ganzes Sortiment. Es bezahlt Partner, wenn über ihre Links gekauft wird, sorgt aber nicht dafür, dass jemand gerade deine Bodylotion zeigt. Wer im Programm angemeldet ist, verlinkt deshalb noch lange nicht dein Produkt, und gerade die Creator, die du dir wünschst, posten selten ohne Anlass. Bei Creator-Plattformen ist es genauso: Dass dein Produkt dort auswählbar ist, heißt noch nicht, dass es jemand zeigt.
Dass dein Handelspartner selbst Creator für deine Produkte gewinnt, ist ebenfalls nicht selbstverständlich. Laut Bitkom arbeiten 13 % der befragten Handelsunternehmen bereits mit Influencern zusammen (505 Unternehmen aus Groß-, Einzel- und Kfz-Handel ab zehn Beschäftigten, Befragung Frühjahr 2025).
Die eigentliche Aufgabe ist deshalb nicht die Provision, sondern die Aktivierung: Creator ansprechen, die zu deinem Produkt passen, viele davon gleichzeitig, und danach sehen, wer verkauft. Ein höherer Provisionssatz, den du mit deinem Handelspartner für den Kampagnenzeitraum aushandelst, macht dein Produkt für Partner attraktiver. Ob dadurch neue Creator dazukommen, ist offen. Einen eigenen Anlass schaffst du mit einem Kampagnenbudget, das du nach vereinbarten Kennzahlen (KPIs) auszahlst, etwa nach Klicks oder gemeldeten Käufen.
Drei Wege im Vergleich
| Partnerprogramm eines Shops | Mehrere Shops im Preisvergleich | Eigenes Kampagnenbudget | |
|---|---|---|---|
| Wer die Creator bezahlt | der Shop, aus seinem Programm | jeder Shop nach seinen Konditionen, für Klicks oder Käufe | du, nach vereinbarten KPIs |
| Was du steuerst | Produkt und Shop, nicht die Provision | das Produkt, den Shop wählt die Community | Produkte, KPIs, Zeitraum, Shops |
| Was Creator zum Posten bringt | ihr eigenes Interesse | ihr eigenes Interesse, dein Produkt ist auswählbar | dein Anlass, mit Zeitraum und Budget |
| Was daran schwer ist | angemeldet heißt noch nicht aktiv | auswählbar heißt noch nicht gezeigt | viele Creator gleichzeitig gewinnen, Ergebnisse messen |
| Was du siehst | was Creator oder Shop dir zeigen | je nach Plattform Klicks je Shop | die vereinbarten KPIs je Creator |
| Passt, wenn | ein Shop dein Sortiment gut führt | dein Produkt in vielen Shops steht | du zu einem Anlass viele Creator willst |
Die Wege lassen sich verbinden: Das Partnerprogramm des Shops vergütet den Kauf, dein Budget gibt Creatorn den Anlass. Zahlst du beides, regle vorher, ob dein Budget auch Käufe vergütet, für die der Shop schon Provision zahlt.
In sieben Schritten zur Kampagne über den Handel
- Leg fest, welche Produkte in die Kampagne kommen und welche Shops sie online führen. Prüf, ob sie im Zeitraum lieferbar sind, gerade bei Aktionen.
- Finde heraus, welche dieser Shops ein Partnerprogramm haben. Steht es nicht auf der Website, frag deinen Handelspartner direkt.
- Stimm die Produktdaten mit dem Handel ab: gleicher Name, gleiche Variante und dieselbe GTIN (EAN), also die Nummer unter dem Strichcode, in jedem Shop. So finden Creator und Plattformen denselben Artikel in mehreren Shops leichter wieder.
- Plane, wie Creator von der Kampagne erfahren: Sprich gezielt Creator an, die zu deinem Produkt passen, viele davon gleichzeitig und mit festem Zeitraum. Ob jemand mitmacht, entscheidet jeder Creator selbst.
- Entscheide, wofür du zusätzlich bezahlst: Käufe nur, wenn der Shop sie meldet, sonst Klicks, Views oder Reichweite.
- Regle die Messung vorher: Wer liefert welche Zahl bis wann? Frag deinen Handelspartner nach Abverkaufszahlen für den Kampagnenzeitraum.
- Schreib die Kennzeichnung nach dem Leitfaden der Medienanstalten ins Briefing: Links in den Shop mit „Werbung“ oder „Anzeige“, Affiliate-Links zusätzlich mit Sternchen und Erläuterung, jeweils direkt am Link, Rabattcodes mit „Werbung“ oder „Anzeige“ direkt am Code. Bezahlte Bild- und Textbeiträge beginnen mit „Werbung“ oder „Anzeige“, Videos mit deinem Produkt in der Hauptrolle zeigen „Werbung“ während des ganzen Videos, und jedes werbliche Story-Slide wird einzeln gekennzeichnet.
Was du ohne eigenen Shop siehst und was nicht
| Kennzahl | Siehst du sie? | Woher sie kommt |
|---|---|---|
| Klicks auf die Links | ja, wenn die Links über dich oder eine Plattform laufen | Kurzlink oder Auswertung der Plattform |
| Käufe je Creator | nur, wenn Shop oder Plattform sie melden | Partnerprogramm des Shops |
| Abverkauf im Zeitraum | nur mit Zahlen des Handels | Absprache mit dem Handelspartner |
| Reichweite und Views | ja, auf Nachweis | Statistiken der Creator |
| Kundendaten, Warenkorb | in der Regel nein | bleiben beim Shop |
Vorsicht bei UTM-Parametern, also Zusätzen am Link, an denen eine Webanalyse die Herkunft eines Besuchs erkennt: An einem Link in den Shop eines Handelspartners landen sie in dessen Webanalyse, nicht in deiner. Rabattcodes funktionieren nur, wenn der Shop sie einrichtet.
So ist es bei wyrld
Mit wyrld Boost bringst du dein Budget sofort zu Creatorn, die deine Produkte zeigen. Du legst Produkte, Zeitraum und die KPIs fest, nach denen ausgezahlt wird, zum Beispiel Käufe, Klicks, Watchtime oder Reichweite, und viele Creator können gleichzeitig mitmachen. Du bestimmst auch, wo gekauft wird: ohne eigenen Onlineshop etwa auf Amazon oder mit Preisvergleich über die Shops, die dein Produkt führen. Klicks misst wyrld über die Links, Käufe zählen dort, wo die Shops sie melden, und Watchtime und Reichweite laden die Creator aus ihren Statistiken hoch. Ob ein Creator mitmacht, entscheidet er selbst, und Kampagnenvideos kennzeichnen die Creator als Werbung.
Das Brand- und Shop-Abo zeigt dir jeden Tag, welche Creator deine Produkte zeigen, wer Klicks bringt und wer verkauft. Käufe siehst du auch hier nur dort, wo der Shop sie meldet. Dabei siehst du, wer dein Produkt schon ohne Kampagne zeigt, denn Produkte aus den Partnershops können Creator in der Regel schon auswählen. Mit den Creatorn, die wirken, richtet wyrld eigene Konditionen ein oder plant mit dir die nächste Boost-Kampagne. Ein eigenes Partnerprogramm brauchst du dafür nicht unbedingt: Ohne Programm klärst du die Anbindung direkt mit wyrld. Die Preise für Abo und Boost gibt es auf Anfrage.
Häufige Fragen.
Brauche ich einen eigenen Onlineshop für Influencer-Marketing?
Nein. Creator können auf die Onlineshops deiner Handelspartner verlinken, und hat der Shop ein Partnerprogramm, zahlt er die Provision. Ohne eigenen Shop fehlen dir vor allem Kundendaten und der direkte Blick auf die Käufe. Kundendaten bleiben in der Regel beim Shop, Zahlen zu Käufen bekommst du nur über Berichte des Handels oder einer Plattform.
Wirbt mein Handelspartner über sein Partnerprogramm Creator für meine Marke an?
Meist nicht gezielt. Sein Programm gilt in der Regel für das ganze Sortiment und bezahlt Partner, wenn über ihre Links gekauft wird. Was sie zeigen, entscheiden die Creator selbst. Laut Bitkom arbeiten 13 % der befragten Handelsunternehmen bereits mit Influencern zusammen (Befragung 2025). Creator, die gerade deine Marke zeigen sollen, sprichst du deshalb selbst an, mit festem Zeitraum und einem Budget, das du nach Ergebnis auszahlst.
Was mache ich, wenn mein Handelspartner kein Partnerprogramm hat?
Dann bekommen Creator für Verkäufe in diesem Shop in der Regel keine Provision. Du kannst auf andere Shops verlinken lassen, die dein Produkt führen und ein Programm haben, oder selbst ein Kampagnenbudget bereitstellen und nach Klicks oder Reichweite bezahlen. Käufe als Maßstab gehen dann nur, wenn der Handel dir Zahlen liefert.
Muss ein Link auf den Onlineshop eines Handelspartners als Werbung gekennzeichnet werden?
In der Regel ja. Wer für den Link eine Provision oder eine andere Gegenleistung bekommt, muss den kommerziellen Zweck nach § 5a Abs. 4 UWG kenntlich machen, sofern er sich nicht schon aus den Umständen ergibt. Die Medienanstalten nennen für Links aus einer werblichen Kooperation „Werbung“ oder „Anzeige“ direkt am Link, für Affiliate-Links ein Sternchen mit Erläuterung. Läuft ein Affiliate-Link in deiner bezahlten Kampagne, gehört beides dazu.
Darf ich dem Handel für die Kampagne einen Aktionspreis vorgeben?
Laut Hinweisen des Bundeskartellamts von 2017 für den stationären Lebensmitteleinzelhandel sind eine unverbindliche Preisempfehlung und grundsätzlich auch ein Höchstpreis für die Aktion erlaubt. Vereinbarte Fest- oder Mindestpreise sind in der Regel unzulässig, auch für Aktionen (§ 1 GWB). 2024 verhängte das Amt knapp 16 Mio. Euro Geldbußen gegen einen Hersteller und eine verantwortliche Person wegen Preisabsprachen mit dem Elektronikfachhandel, teils mit Mindestpreisen. Lass deine Aktion vorher rechtlich prüfen.
Stand der Angaben:
Quellen
Diese Seite erklärt Werbekennzeichnung und Kartellrecht allgemein und ersetzt keine Rechtsberatung. Was für deine Kampagne gilt, klärst du mit einer Anwältin oder einem Anwalt. Gelesen am :
- Bitkom: Studienbericht Digitaler Handel in Deutschland (2026), Abb. 2 auf S. 11 und Abb. 30 auf S. 41
- Bitkom: 3 von 10 kaufen über soziale Netzwerke ein (Befragung Herbst 2025)
- Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, § 5a (Kenntlichmachen des kommerziellen Zwecks)
- Die Medienanstalten: Leitfaden zur Werbekennzeichnung bei Online-Medien (Mai 2025)
- Bundeskartellamt: Hinweise zum Preisbindungsverbot im stationären Lebensmitteleinzelhandel (Juli 2017), Rn. 11, 46, 50 und 52
- Bundeskartellamt: Pressemitteilung vom 02.07.2024 zu einem Bußgeld wegen vertikaler Preisbindung
- Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen, § 1 (Verbot wettbewerbsbeschränkender Vereinbarungen)