Ratgeber · Für Shops und Marken
Wie sehe ich, welche Creator meine Produkte schon zeigen und verkaufen?
Meist setzt du das Bild aus mehreren Quellen zusammen, denn jede zeigt nur einen Teil. Klicks und Käufe stehen in den Berichten deines Partnerprogramms, Beiträge findest du über Markierungen, @-Erwähnungen und die Suche nach Marke und Produktnamen. Deine Shop-Analyse erkennt einzelne Creator in der Regel erst an UTM-Parametern, Zusätzen im Link, die Quelle und Kampagne benennen. Rechne mit einer kurzen Liste: Dass Creator deine Produkte auswählen können, heißt noch nicht, dass sie sie zeigen.
Stand:
Mit wyrld Boost bringst du dein Budget sofort zu Creatorn, die deine Produkte zeigen, und zahlst nach Ergebnis.
Sechs Wege zu den Creatorn, die dich schon zeigen, und was dir jeweils fehlt
| Weg | Was du siehst | Was dir fehlt |
|---|---|---|
| Berichte deines Partnerprogramms | Klicks, Käufe und Provision je Partner | Creator hinter einer Plattform, Empfehlungen ohne deinen Link |
| Herkunft in der Shop-Analyse | höchstens die Plattform, mit UTM-Parametern auch Kampagne und Creator | ohne UTM-Link meist kein einzelnes Profil |
| Markierungen und @-Erwähnungen | Beiträge, in denen dein Konto markiert oder genannt ist | Beiträge ohne Markierung, Klicks und Käufe |
| Affiliate-Center im TikTok Shop | Creator, die zu Produkten in offenen Kooperationen gepostet haben | Empfehlungen außerhalb des TikTok Shops |
| Suche nach Marke und Produktname | Beiträge, Creator-Shops und Listen, die dich nennen | viel Handarbeit, keine Zahlen zu Klicks oder Käufen |
| Frage nach dem Kauf | Creator, die Kaufende selbst nennen | freiwillige Angaben, oft unvollständig |
Angenommen, du verkaufst eine Handcreme. Im September stehen in deinem Partnerprogramm zwölf Partner mit Käufen, einer davon ist eine Creator-Plattform. Auf Instagram markieren dich im selben Monat fünf Creator, und zwei davon tauchen in keinem Bericht auf, weil sie ohne Partnerlink posten. Erst beide Seiten zusammen ergeben eine Liste, mit der du arbeiten kannst.
Was Instagram, der TikTok Shop und deine Shop-Analyse dir zeigen
Instagram: Fotos und Videos, in denen andere dich markieren, erscheinen laut Instagram-Hilfe auf deinem Profil, je nach Einstellung automatisch oder erst nach deiner Freigabe. Wer dich mit „@“ erwähnt, löst eine Benachrichtigung aus. Wer dich markieren oder erwähnen darf, legst du selbst fest; schränkst du das ein, fehlen dir genau die Beiträge, die du hier suchst. Für Business- und Creator-Konten lassen sich Bildunterschriften, Kommentare und Medien mit Markierung oder Erwähnung laut Meta-Entwicklerdoku auch über die Programmierschnittstelle (API) abrufen, etwa für ein eigenes Tool. Erwähnungen in Storys liefert diese Schnittstelle nicht.
TikTok Shop: Verkaufst du dort und hast Produkte in einer offenen Kooperation, listet das Affiliate-Center laut der globalen TikTok-Hilfe für Unternehmen (Stand August 2025) auf der Registerkarte „Hinzugefügte Produkte“ die Creator auf, die schon Inhalte zu diesen Produkten gepostet haben, mit Details zu jedem. Auf Wunsch lässt du nur Creator zu, die du vorher genehmigt hast.
Deine Shop-Analyse: Klickt jemand auf einen Link zu einer anderen Domain, schicken Browser nach der Standardregel „strict-origin-when-cross-origin“ nur den Ursprung mit, also Protokoll und Domain der verlinkenden Seite (W3C, Referrer Policy). Gilt diese Regel auch auf der Plattform, siehst du bei einem Klick aus einem Profil also höchstens die Plattform, nicht das Profil. Seiten können aber eine eigene Regel setzen und die Herkunft zum Beispiel ganz weglassen. Den einzelnen Creator erkennst du in der Regel erst an einem Link mit eigenen UTM-Parametern, und den nutzen meist nur Creator, denen du so einen Link gegeben hast. Alle Angaben zu Plattformen haben wir am 22. Oktober 2026 nachgelesen; Menüs und Funktionen ändern sich.
Schritt für Schritt zu deiner Creator-Liste
- Leg einen Zeitraum fest, zum Beispiel die letzten 90 Tage, und zieh aus deinem Partnerprogramm alle Partner mit Klicks oder Käufen. Steht eine Creator-Plattform als ein Partner darin, fragst du ihre Zahlen je Creator an.
- Geh für denselben Zeitraum die Markierungen und Erwähnungen deiner Profile durch und such auf den Plattformen und im Web nach Marke, Produktnamen und deinen Hashtags. Verkaufst du im TikTok Shop, nimm die Registerkarte „Hinzugefügte Produkte“ dazu.
- Nimm die Antworten auf die Frage nach dem Kauf dazu, etwa „Wie bist du auf uns aufmerksam geworden?“ mit einem freien Feld für den Namen des Creators.
- Führ Doppelte zusammen: Wer auf mehreren Kanälen postet, bekommt einen Eintrag.
- Trag nur Belegtes ein: Datum und Link der Beiträge, Klicks und Käufe aus deinen Berichten. Als Kontakt nimmst du den Weg, den die Bio für Anfragen nennt. Speichere nur, was du für die Ansprache brauchst.
- Ordne die Liste in drei Stufen: A mit belegten Käufen, B mit Klicks, aber ohne Käufe, C mit Beiträgen ohne Zahlen. In A sortierst du nach der Zahl der Käufe, abzüglich Retouren, soweit dein Programm sie ausweist, in B nach Klicks.
- Sieh dir vor der Ansprache die letzten Beiträge an: Passen Themen und Ton zu deiner Marke, und kennzeichnet der Creator Werbung schon heute?
Spalten für deine Creator-Liste
Profilname: Kanal: Gefunden über: Partnerprogramm / Shop-Analyse / Markierung / Erwähnung / Affiliate-Center / Suche / Frage nach dem Kauf Beiträge mit deinen Produkten (Datum, Link): Klicks im Zeitraum: Käufe im Zeitraum: Stufe: A (Käufe) / B (Klicks, keine Käufe) / C (nur Beiträge) Kennzeichnet Werbung: ja / nein / unklar Kontaktweg laut Bio: Angesprochen am: Antwort:
Warum die Liste meist kurz ist
Ein Partnerprogramm, eine offene Kooperation im TikTok Shop oder eine Plattform, auf der Creator Produkte auswählen, macht deine Produkte auswählbar. Gezeigt werden sie dadurch noch nicht. Viele Partner eines Programms werden nie aktiv, und gerade die Creator, die du dir am meisten wünschst, posten selten ohne Anlass. Offene Kooperationen passen laut TikTok-Hilfe, wenn du noch keine bestimmten Creator im Blick hast und lieber möchtest, dass Creator auf dich zukommen. Ob sich jemand meldet, entscheiden die Creator.
Die eigentliche Arbeit beginnt also danach: Creator zum Posten bringen, möglichst viele gleichzeitig, und dann sehen, wer davon wirklich verkauft. Die Liste aus den Schritten oben ist dafür der Anfang. Sie zeigt dir, wer dein Produkt schon mag, und ist der Vergleichswert für deine erste Aktion.
Aus ersten Empfehlungen eine Kampagne machen
| Was du belegt hast | Naheliegendes Angebot |
|---|---|
| Käufe über Link, Code oder Frage nach dem Kauf | eigene Konditionen, eigener Rabattcode, gemeinsame Aktion |
| Klicks, aber kaum Käufe | Linkziel prüfen, Aktion mit festem Zeitraum |
| Beiträge ohne Zahlen | Partnerlink anbieten, damit Klicks und Käufe messbar werden |
Wer dein Produkt von sich aus zeigt, kennt es schon und hat es der eigenen Community bereits vorgestellt. Deshalb sind diese Creator ein guter Start für die erste Kampagne: eine höhere Provision für einen festen Zeitraum, ein eigener Code, ein neues Produkt vor dem Verkaufsstart oder eine Aktion zu einem Anlass. Ein Skript brauchst du nicht: Die Beiträge, die du gefunden hast, zeigen schon, wie diese Creator über dein Produkt sprechen.
Was gekennzeichnet wird, hängt an der Gegenleistung. Zeigt ein Creator ein selbst gekauftes Produkt aus eigenem Antrieb und ohne Affiliate-Link, ist das laut Leitfaden der Medienanstalten in der Regel keine Werbung. Wirkt der Beitrag aber wie Verkaufsförderung, etwa mit Kaufaufforderung oder Preis und Bezugsquelle, kann laut Leitfaden trotzdem Werbeabsicht unterstellt werden. Nach § 5a Abs. 4 UWG wird eine Gegenleistung außerdem vermutet, solange der Creator nicht das Gegenteil glaubhaft macht. Ein Affiliate-Link hat laut Leitfaden schon kommerziellen Charakter und braucht einen Hinweis direkt am Link, etwa ein Sternchen mit Erläuterung. Das gilt auch für Creator, die heute schon über dein Partnerprogramm Provision bekommen.
Nimmt ein Creator dein Angebot an, etwa eine höhere Provision für die Aktion, einen eigenen Code oder ein Produkt vor dem Verkaufsstart, entsteht ein Beitrag aufgrund einer Vereinbarung. Solch ein Beitrag ist laut Leitfaden immer Werbung, und auch zugeschickte Produkte können eine Gegenleistung sein. Gekennzeichnet wird dann von Beginn an, etwa mit „Werbung“, und ein Rabattcode bekommt „Werbung“ oder „Anzeige“ zusätzlich direkt daneben. Sag in der ersten Nachricht dazu, wie der Beitrag gekennzeichnet wird.
So ist es bei wyrld
Mit wyrld Boost bringst du ein Kampagnenbudget zu Creatorn, die deine Produkte zeigen. Du legst Produkte, Zeitraum und die KPIs fest, nach denen ausgezahlt wird, zum Beispiel Käufe, Klicks, Watchtime oder Reichweite, und bestimmst, in welchen Shops gekauft wird. Eine Kampagne ist für viele Creator gleichzeitig gedacht. Ob sie mitmachen, entscheiden die Creator selbst, deshalb steht vorher nicht fest, wie viele es werden. Ihre Kampagnenvideos kennzeichnen sie als Werbung, und nach der Kampagne siehst du, welcher Creator welche Ergebnisse gebracht hat.
In deinem Partnerprogramm erscheint wyrld als ein einziger Partner, die Creator dahinter siehst du dort nicht. Das Brand- und Shop-Abo zeigt sie dir jeden Tag: wer deine Produkte zeigt, wer Klicks bringt und wer verkauft. Klicks misst wyrld über die Links, Käufe, soweit dein Shop sie meldet. Mit den Creatorn, die verkaufen, richtet wyrld eigene Konditionen ein oder plant mit dir die nächste Boost-Kampagne. Preise für Abo und Boost gibt es auf Anfrage.
Angebunden werden deine Produkte über ein bestehendes Partnerprogramm bei einem der großen Affiliate-Netzwerke, über das Creator sie in der Regel schon heute auswählen können, oder direkt mit wyrld. Ob für dich zuerst die Anbindung, das Abo oder eine Boost-Kampagne passt, klärt wyrld gern mit dir in einem Termin.
Häufige Fragen.
Wie finde ich heraus, welche Influencer meine Produkte verlinken?
Verlinken sie über dein Partnerprogramm, stehen sie mit Klicks und Käufen in dessen Berichten. Läuft der Link über eine Plattform mit vielen Creatorn, siehst du dort nur die Plattform und fragst nach ihrer Auswertung je Creator. Links ohne dein Programm findest du am ehesten über Markierungen, Erwähnungen und die Suche nach deinem Produktnamen.
Sehe ich auf Instagram, wer meine Marke markiert oder erwähnt?
Zum Teil. Laut Instagram-Hilfe erscheinen Fotos und Videos, in denen dich andere markieren, auf deinem Profil, automatisch oder nach deiner Freigabe, und eine Erwähnung mit „@“ löst eine Benachrichtigung aus. Wer dein Produkt zeigt, ohne dich zu markieren oder zu erwähnen, taucht dort nicht auf. Solche Beiträge findest du am ehesten über die Suche nach Marke und Produktname.
Kann ich im TikTok Shop sehen, welche Creator meine Produkte bewerben?
Für Produkte in einer offenen Kooperation ja. Laut der globalen TikTok-Hilfe für Unternehmen (Stand August 2025) listet das Affiliate-Center auf der Registerkarte „Hinzugefügte Produkte“ die Creator auf, die schon Inhalte zu diesen Produkten gepostet haben. Auf Wunsch lässt du nur Creator zu, die du genehmigt hast. Empfehlungen außerhalb des TikTok Shops erfasst diese Übersicht nicht, die findest du über Markierungen und Suche.
Gibt es Tools, die zeigen, welche Influencer über meine Marke posten?
Ja. Social-Listening- und Influencer-Analyse-Tools durchsuchen öffentliche Beiträge nach Marken, Hashtags und Markierungen. Prüf vorher, was ein Tool erfasst: Die Mentions-Schnittstelle von Meta liefert laut Entwicklerdoku zum Beispiel keine Erwähnungen in Storys. Was ein Tool kostet und abdeckt, steht beim Anbieter. Wer bei dir kauft, zeigen dir weiterhin Partnerprogramm, Codes und die Frage nach dem Kauf.
Warum zeigt kaum ein Creator meine Produkte, obwohl ich ein Partnerprogramm habe?
Weil ein Partnerprogramm deine Produkte nur auswählbar macht. Viele Partner werden nie aktiv, und gefragte Creator posten selten ohne Anlass. Einen Anlass gibst du ihnen mit einem Angebot für einen festen Zeitraum: eine höhere Provision für die Aktion, ein Produkt vor dem Verkaufsstart oder ein Kampagnenbudget, das nach vorher festgelegten Ergebnissen ausgezahlt wird. Schwierig bleibt, viele Creator gleichzeitig zu gewinnen und danach zu sehen, wer wirklich verkauft.
Muss ein Creator ein selbst gekauftes Produkt als Werbung kennzeichnen?
Ohne Kooperation und ohne kommerziellen Anreiz ist das laut Leitfaden der Medienanstalten in der Regel keine Werbung, solange es nicht den Verkauf fördern soll. Nach § 5a Abs. 4 UWG wird eine Gegenleistung aber vermutet, bis der Creator das Gegenteil glaubhaft macht. Affiliate-Links brauchen einen Hinweis direkt am Link, etwa ein Sternchen mit Erläuterung. Vereinbart ihr Honorar oder Provision, ist der Beitrag Werbung; auch zugeschickte Produkte können eine Gegenleistung sein.
Wie spreche ich Creator an, die mich schon empfehlen?
Einzeln und über den Kontakt, den die Bio für Anfragen nennt. Bezieh dich auf den Beitrag, den du gefunden hast, sag, was du anbietest, und dass ein Beitrag mit Gegenleistung als Werbung gekennzeichnet wird. Rundmails an viele Konten passen dazu nicht. Vorlagen und die Regeln zu Werbung per E-Mail stehen im Ratgeber zum Anschreiben.
Stand der Angaben:
Quellen
Diese Seite erklärt Plattformfunktionen und Werbekennzeichnung allgemein und ersetzt keine Rechtsberatung. Was in deinem Fall gilt, klärst du mit einer Anwältin oder einem Anwalt. Gelesen am :
- Instagram-Hilfe: Fotos und Videos, in denen du markiert bist
- Instagram-Hilfe: Jemanden auf Instagram erwähnen
- Instagram-Hilfe: Wer dich markieren oder erwähnen darf
- Meta for Developers: Erwähnungen, Instagram API mit Facebook Login (Stand 12.08.2026)
- TikTok-Hilfebereich für Unternehmen (global): Über offene Kooperationen im Seller Center (Stand August 2025)
- W3C: Referrer Policy (Editor’s Draft, 20. März 2026)
- Die Medienanstalten: Leitfaden zur Werbekennzeichnung bei Online-Medien (Mai 2025)
- Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, § 5a (Irreführung durch Unterlassen)